Apple hat am 7. September neue Smartwatches vorgestellt Apple
Apple hat am 7. September neue Smartwatches vorgestellt
Die Apple Watch 8 erkennt Autounfälle und setzt nach dem Crash automatisch einen Notruf ab
Apple Watch 7 (links) und Series 8 im Vergleich: Gehäuse, Größe und Display sind identisch
Eine neue Kompass-App bietet die Option, Wegpunkte zu markieren und sich zu diesen zurücknavigieren zu lassen 15 Bilder

Apple Watch 8 im Sport-Test

Apple Watch 8 im Sport-Test So gut ist die Apple Watch 8 für Sportler

Das aktuelle Modell von Apples populärer Smartwatch ist da: Wir haben die Apple Watch 8 ausgiebig getestet — beim Sport und im Alltag. Plus: Das sind die wichtigsten Fitness-, Sicherheits-und Gesundheitsfunktionen

Hier bestellen (je nach Verfügbarkeit): Apple Watch 8 in allen Farben

Apple hat am 7. September neue Smartwatches vorgestellt. Neben einer neuartigen Uhr für Extrem-, Wasser- und Abenteuersportler – der Apple Watch Ultra – und einer neuen Einsteiger-Version – Apple Watch SE (2. Generation) – gibt es auch die 8. Version des Hauptmodells der Smartwatch. Wir zeigen, welche Neuerungen es im Vergleich zum Vorgänger gibt und sagen, welche Sport-, Gesundheits- und Sicherheitsfeatures die Apple Watch Series 8 zu bieten hat. Plus: ein ausführlicher Sporttest beim Laufen, Radfahren, Schwimmen und Workout.

Was ist neu bei der Apple Watch Series 8?

Auf den ersten Blick nichts Auffälliges: Gehäuse, Größe und Display sind mit der Apple Watch 7 identisch. Der Prozessor soll schneller sein, was man aber im Normalbetrieb nicht bemerkt. Es gibt allerdings 2 Neuerungen, die in der Uhr zu finden sind. Dort steckt jetzt ein 2-facher Temperatursensor, der beim Schlafen deine Körpertemperatur am Handgelenk misst und protokolliert. In der Health-App kannst du dann Abweichungen von deinen Basiswerten erkennen. Zum Fiebermessen ist das allerdings nicht geeignet. Von diesem neuen Feature werden zunächst hauptsächlich Frauen profitieren. Denn mithilfe des Sensors kann der Eisprung vorausgesagt werden (nach etwa 2 Menstruationszyklen). Die Daten befinden sich (Ende-zu-Ende-verschlüsselt) im Zyklusprotokoll der Health-App. Andere Auswertungen der Temperaturmessung gibt es erst einmal nicht.

Das zweite Feature ist eine Unfallerkennung fürs Autofahren. Dafür wurden ein neuartiger Beschleunigungssensor und ein Gyroskop entwickelt. Die Uhr setzt beim Crash automatisch einen Notruf ab.

Die Apple Watch 8 ist weiterhin IP6X-Standard zertifiziert, hält damit (neben Wasser) auch Staub und Sand ab. Das stabile Frontglas soll vor Brüchen oder Kratzern schützen. Weitere neue Features oder Funktionsinnovationen gibt es nicht.

Die Apple Watch 8 erkennt Autounfälle und setzt nach dem Crash automatisch einen Notruf ab
Apple
Die Apple Watch 8 erkennt Autounfälle und setzt nach dem Crash automatisch einen Notruf ab

Tipp: Mit dem Magnetic Charging Dock kannst du deine Apple Watch einfach per Magnet aufladen.

Wie lange hält der Akku bei der Apple Watch 8?

Leider immer noch nur 18 Stunden bzw. 1 Tag. Aber immerhin spendiert Apple allen Watches (ab Series 4) per Softwareupdate (WatchOS 9) jetzt einen Stromsparmodus, mit dem du die Laufzeit auf bis zu 36 Stunden strecken kannst. Sicherheits- und Aktivitätstracker bleiben dabei aktiv, Push-Nachrichten werden reduziert, das Always-on-Display wird abgeschaltet.

Welche Modelle der Apple Watch 8 wird es geben?

Es wird die Apple Watch 8 in den Größen 41 mm und 45 mm geben. Die Aluminiumversion in 4 Farben (Schwarz, Silber, Polarstern und Rot), das Edelstahlgehäuse in 4 (Silber, Schwarz, Graphit und Gold).

Wann kommt die Apple Watch 8 und was kostet sie?

Die Uhr gibt es seit 16. September zu kaufen. Sie kostet ab 499 Euro. Hier kannst du die Apple Watch 8 in allen Farben bestellen.

Apple Watch 7 (links) und Series 8 im Vergleich: Gehäuse, Größe und Display sind identisch
Marco Demuth
Apple Watch 7 (links) und Series 8 im Vergleich: Gehäuse, Größe und Display sind identisch

Welche Neuerungen bringt die Software WatchOS 8?

Die wichtigsten neuen Features bekommen alle Apple Watches (ab Series 4) über die neue Betriebssoftware WatchOS 9, die es seit 12. September als Update zum Download gibt. Das ist neu:

  • Neue Messwerte für Ausdauersportler: In der Trainings-App können Läufer jetzt auch Leistung, Schrittlänge, Bodenkontaktzeit, vertikale Oszillation (vertikale Bewegung deines Schwerpunkts zwischen den Schritten beim Laufen) erfassen und sich beim Joggen anzeigen lassen.
  • Multisport-Modus: Die Uhr wechselt automatisch zwischen Laufen, Schwimmen und Radfahren – ideal für Triathleten. Die Disziplinen werden einzeln ausgewertet, inklusive Wechselzeiten.
  • Neue Trainingsansichten für Strecken-Segmente, Herzfrequenzzonen, Zwischenzeiten und Höhe. Beim Schwimmen gibt es jetzt auch den Swolf-Wert (Zeit und Anzahl an Zügen, die ein Schwimmer für eine Bahn benötigt). Per Software-Update soll man bald auch live gegen seine eigenen Bestzeiten antreten können. Mit einem Pacer kann ich Zielzeiten für eine bestimmte Strecke festlegen und bekomme die notwendige Pace vorgegeben.
  • Eine neue Kompass-App bietet die Option, Wegpunkte zu markieren und sich zu diesen zurücknavigieren zu lassen. Die Funktion aktiviert sich automatisch, wenn es keine Netzverbindungen mehr gibt. Perfekt für Trailrunner und Wanderer.
  • Im Stromsparmodus werden einige Funktionen zurückgefahren und der Akku hält dann doppelt so lang.
  • Die Schlaf-App erfasst nun auch die Schlafphasen.
  • Fitness+-Nutzer bekommen neue Werte (z.B. Intensität) auf den Bildschirmen angezeigt.
  • Mit der Medikamenten-App kann ich meine Medikamenteneinnahme planen und dokumentieren.

Voraussetzung fürs Update: eine Apple Watch 4, 5, 6, 7 oder SE. Plus: ein iPhone der Generation 8 bzw. SE2 oder neuer mit iOS 16.

Eine neue Kompass-App bietet die Option, Wegpunkte zu markieren und sich zu diesen zurücknavigieren zu lassen
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Eine neue Kompass-App bietet die Option, Wegpunkte zu markieren und sich zu diesen zurücknavigieren zu lassen

Hier der ausführliche Sport- und Fitnesstest der Apple Watch 8:

Die Apple Watch 8 im Sporttest

Seit vielen Jahren ist Apples Smartwatch eine echte Alternative zu klassischen Sportuhren und Fitness-Trackern, wie etwa von Polar, Garmin oder Fitbit. Neben den typischen Smartwatch-Funktionen kannst du mit der Apple Watch beispielsweise dein Lauf-, Bike- oder auch Schwimmtraining sowie Yoga-Sessions und Workouts aller Art protokollieren und auswerten. Wir haben die Apple Watch Series 8 zwei Wochen getestet und sagen dir, was sie für Sportler bringt.

Apple-Watch-Update: Es gibt neue Trainingsansichten für Strecken-Segmente, Herzfrequenzzonen, Zwischenzeiten und Höhe
Apple
Apple-Watch-Update: Es gibt neue Trainingsansichten für Strecken-Segmente, Herzfrequenzzonen, Zwischenzeiten und Höhe

Was sind die wichtigsten Funktionen für Sportler?

Auch wenn es keine neuen Sportsensoren gibt, hat sich bei den Trainingsfeatures und Sportmodi einiges getan. Diese bekommst du über die neue Software WatchOS 9 (ab Apple Watch 4). Für Sportler waren die Vorgängermodelle bereits eine Top-Wahl: Die Apple Watch ist wasserdicht, staubdicht, besitzt integriertes GPS und einen Höhenbarometer. Heißt: Du kannst damit schwimmen gehen oder ohne iPhone Lauf- und Traillaufstrecken aufzeichnen. Der optische Herzfrequenzmesser zeichnet den Puls am Handgelenk auf, trifft Aussagen zur Trainingsbelastung oder empfiehlt Erholungszeiten nach einem Workout. Über die Trainings-App lassen sich Workouts schnell starten (nach Zielen oder freie Trainings). Per Linkswisch ist die Musiksteuerung in Apples Trainings-App integriert (Hier gibt's Apples Airpods Pro im Sport-Test). Und mit Drittanbieter-Apps wie slopes oder Ski Tracks kannst du auch Snowboarden oder Skifahren tracken. Die Uhr erkennt automatisch Liftanlagen und Abfahrten. Beim Sprinten werden in den USA sogar bald auch Tartanbahnen automatisch erkannt.

1. Dein Training wird automatisch erkannt

Die Apple Wach erkennt nach etwa 10 Minuten automatisch, dass du ein Training gestartet hast. Und zwar nicht nur Anfang und Ende, sondern auch die Sportart. Heißt: Wer vergisst, den Startbutton zu drücken, kann seine Laufeinheit nach einer Erinnerung trotzdem tracken. Die automatische Workouterkennung gibt's fürs Laufen, Wandern, Schwimmen, Rudern und Radfahren. Im Test hat das tatsächlich zuverlässig funktioniert. Wenn die Uhr eine abfallende Herzfrequenz feststellt, erinnert sie daran, das Training zu beenden. Während eines Triathlon-Trainings wechselt die Uhr sogar automatisch zwischen den Disziplinen.

2. Läufer profitieren von vielen Trainingsinfos und -auswertungen

Läufer bekomme jede Menge Infos: Neben den 5 Hauptwerten sehe ich beim Wisch nach unten jetzt mehrere zusätzliche Screens, z.B. mit meinen Herzfrequenzzonen. Auf Wunsch kann ich mir live Schrittlänge, Bodenkontaktzeit, vertikale Oszillation, Höhe und Leistung anzeigen lassen. Beim Laufen misst die Uhr Schrittfrequenz (ganz entscheidend für schnelles und gesundes Laufen). Plus: wie schnell du auf dem letzten Kilometer warst (Rolling Pace). Zudem gibt es Pace-Alarme. Das bedeutet, die Uhr warnt, wenn ich mich außerhalb meiner Pace bewege und vibriert unterschiedlich, je nachdem, ob ich zu schnell oder zu langsam laufe. Das Gleiche funktioniert auch mit Herzfrequenzbereichen.

3. Die Apple Watch schätzt deine Fitness

Die Apple Watch enthält eine Einschätzung der persönlichen Ausdauer, von Apple Cardiofitness genannt. Die cardiorespiratorische Fitness wird über den VO2-max-Wert ermittelt, welcher mittels Herzsensor, GPS und Beschleunigungssensor während getrackter Ausdauer-Workouts gemessen wird. Dieser Wert gibt an, wie groß die maximale Sauerstoffmenge ist, die der Körper bei Ausbelastung pro Minute verwerten kann. Optimal also, um die Ausdauerleistungsfähigkeit und damit einen Teil der Gesamt-Fitness zu ermitteln. Eine geringe Cardiofitness kann laut Gesundheitsexperten zu einem erhöhten Risiko für Herzkreislauferkrankungen führen oder ein Indikator für chronische Erkrankungen sein. Plus: Er sollte dich motivieren, mehr zu trainieren. Ein hoher Wert zeigt dir an, dass Herz, Lunge, Blutgefäße und du fit seid.

4. Die Apple Watch kennt viele Sportarten

Für viele Trainings gibt es eigene Tracking-Algorithmen, so dass die Auswertung (Kalorien, Höhenmeter, etc.) viel genauer ist.

5. Online-Workouts mit dem Abobezahldienst Fitness+

Über die Apple Watch und ein weiteres Display (iPhone, iPad, Apple TV) kann ich Apples hauseigenes Online-Gym nutzen. Fitness+ bietet unzählige Trainingsvideos (hier im Test), in denen die Trainingsdaten und das Tracking der Apple Watch (Puls, Kalorien, Zeit) direkt einfließen. Kleine Einschränkung: Die allesamt englischsprachigen Videos erhalten lediglich deutsche Untertitel. Preis: 9,99 € pro Monat. Neukunden können 1 Monat testen, Käufer einer neuen Apple Watch sogar drei Monate.

Ist die Apple Watch Series 8 nun tatsächlich eine gelungene Sportuhr? Taugt sie als Alternative zu Fitness-Trackern und Sportuhren von etwa Polar oder Garmin? Wir haben den Test gemacht.

Das müssen Läufer bei der Apple Watch 8 beachten

Mit eingebautem GPS-Chip und barometrischem Höhenmesser kannst du mit der Apple Watch ohne iPhone laufen gehen und trotzdem deine Joggingstrecke aufzeichnen. Das funktioniert etwa mit der Apple-eigenen Trainings-App, der Nike+-Run Club-App oder Apps wie Runkeeper und Strava. Mit Apples Trainings-App kannst du Ziele festlegen (Strecke, Zeit, Kalorien, Pace) oder einfach loslaufen. Hilfreich: Pace-Hinweise (ich lege fest, in welcher Zeit ich 1 Kilometer laufen will) – die Uhr warnt dann, wenn ich zu langsam oder schnell laufe. Allerdings geht's nicht langsamer als 7:30 Minuten pro Kilometer. Das Ganze funktioniert auch mit Herzfrequenzbereichen. Künftig (Sofware-Update) soll ich auch gegen meine Bestzeiten live antreten können.

Auf dem Display sehe ich alle nötigen Daten: Die App zeigt Puls, aktuelle Pace, Durchschnitts-Pace, die Pace auf dem letzten Kilometer, Trittfrequenz, Zeit, Kalorien, Höhenmeter, Strecke, Leistung, Bodenkontakt, Schrittlänge, vertikale Oszillation, Herzfrequenzbereiche, Split- und Segment-Daten, Höhe und Aktivitätsziele an. Auf den einzelnen untereinander angeordneten Displays kann ich bis zu 5 Datenfelder frei belegen. Hier sollte jeder Läufer die ideale Kombination finden.

Obwohl die Uhr nicht anzeigt, ob eine GPS-Verbindung besteht, stimmt die gelaufene Strecke in der Auswertung jedes Mal genau. Bei ungenauem GPS-Signal rechnet die Uhr offenbar hoch – und zeigt nachher auf der Karte (wie andere Uhren auch) nicht exakt die gelaufene Route. Wenn ich loslaufen will, sage ich einfach "Hey Siri, starte einen 30-minütigen Lauf." Oder: Sollte ich vergessen, den Lauf zu starten, fragt mich die Uhr durch die automatische Trainingserkennung nach 5 bis 10 Minuten, ob ich das Training nicht tracken will.

Fürs Intervalltraining empfiehlt sich ein Bluetooth-Brustgurt

Wir hatten die Uhr 2 Wochen im Test mit mehreren 5 bis 10-Kilometer-Läufen. Ergebnis: Wenn das Armband eng anliegt ist der Herzfrequenzsensor sehr zuverlässig. Aussetzer konnte ich nicht feststellen. Im Direktvergleich mit der Pulsuhr Polar Vantage M2 plus Brustgurt Polar H10 war die Herzfrequenz nahezu identisch. Die Pulsmessung am Handgelenk hat aber Nachteile: Beim Intervalltraining oder schnellen Sprints ist sie nicht zuverlässig. Abhilfe: Du kannst die Apple Watch 8 direkt mit einem Bluetooth-Brustgurt, beispielsweise dem Polar H10 koppeln. Der optische Sensor unten am Gehäuse schaltet sich dann automatisch ab und die Uhr trackt die Herzfrequenz des Gurts. Das hat im Test hervorragend funktioniert.

Display-Vorteil nur bei Apples Trainings-App

Dass ich auch ohne das Handgelenk zu bewegen die wichtigsten Daten ablesen kann (der Timer zeigt z.B. nur volle Sekunden, keine Zehntel oder Hundertstel), finde ich praktisch. Allerdings funktioniert das nur mit Apples Trainings-App. Bei Drittanbieter-Apps wie Strava und Runtastic sehe ich im "Immer an"-Modus keine Laufdaten, lediglich die Uhrzeit.

Die automatische Trainingserkennung funktioniert gut. Die Daten, die hier verwendet werden, stimmen am Ende tatsächlich. Beim Vergleichstest mit einer Polar-Uhr passten Zeit und Strecke exakt. Gut: Der Pace-Alarm gibt Vibrationshinweise ans Handgelenk. Und die App pausiert das Training automatisch, wenn ich zum Beispiel an einer Ampel warte. Der Akku hält im GPS-Betrieb etwa 6 Stunden durch. Das reicht sogar für einen Marathon. Eine ausführliche Auswertung der Läufe gibt's in der Fitness-App auf dem iPhone. Diese Daten lassen sich zum Teil auch auf andere Plattformen exportieren, zum Beispiel zu Strava.

Lauf-Fazit:

  • Vorteile: Für Läufer ist die Apple Watch 8 eine sehr gute Wahl, vielleicht nicht die beste. Einsteiger und Freizeitläufer, die der hohe Preis nicht abschreckt, bekommen zu den Smartwatch-Features einen sehr guten Lauftracker mit vielen Zusatzfunktionen. Top: Das große, helle Display ist sehr einfach abzulesen.
  • Nachteile: Ambitionierte Läufer werden individuellen Datenexport zu ihrer präferierten Trainingsplattform vermissen. Das Always-on-Display bringt nur Mehrwert mit Apples Trainings-App. Plus: Der Akku hält nicht sehr lange durch.

Taugt die Apple Watch Nike+ für Läufer?

Die Nike-Sonderedition unterscheidet sich zur regulären Uhr nur durch leichte Armbänder, das Schweiß besser durchlassen soll und einige auf die Nike+-Run-Club-App abgestimmte Watchfaces. Die Hardware ist die gleiche. Mit der Nike-App läuft es sich ähnlich komfortabel wie mit der Apple-Workout-App. Bonus: Mit dem Running Coach kannst du ein Lauftraining mit unterschiedlichen Zielen absolvieren. Die Uhr erinnert dann rechtzeitig an die Trainings.

Die Nike-Sonderedition der Apple Watch 8 kommt mit neuen Sportarmbändern und speziellen Ziffernblättern
Apple
Die Nike-Sonderedition der Apple Watch 8 kommt mit neuen Sportarmbändern und speziellen Ziffernblättern

Ist die Apple Watch eine Alternative für Radfahrer?

Die Uhr zeichnet zuverlässig Dauer, Tempo, Durchschnittstempo, Herzfrequenz, Strecke und Kalorien aufgezeichnet (maximal 5 werden angezeigt). Sogar Höhenmeter werden getrackt. Radfahren wird sogar automatisch erkannt. Das iPhone kann ich zu Hause lassen. Top: Das Always-on-Display ist beim Radfahren ein echter Pluspunkt. Ob am Lenker oder am Arm befestigt, ich sehe immer meine aktuellen Trainingsdaten, ohne aufs Display tippen oder das Handgelenk drehen zu müssen (funktioniert nur mit der Trainings-App von Apple). Top: Die Uhr pausiert das Training automatsch, wenn ich mal an einer Ampel stehe.

Eine richtige Auswertung des Radtrainings bekomme ich nur über eine auf dem iPhone gestartete App (von beispielsweise Strava). Hier kannst du auch andere Messwerte (z.B. per Bluetooth verbundenem Trittfrequenzsensor etc.) tracken. Strava funktioniert auch ohne iPhone.

Pluspunkt: Die erkennt Radstürze automatisch. Das Telefon setzt dann nach einem Sturz automatisch einen Notruf ab, wenn ich nicht eingreife.

Radfahr-Fazit:

  • Vorteile: Die Uhr zeigt, speichert und wertet die wichtigsten Daten aus (sogar Höhenmeter).
  • Nachteile: Die Apple Watch kann unter anderem beim Routing Geräte von Garmin & Co. nicht komplett ersetzen. Für passionierte Rennrad- und Mountainbike-Fahrer, die nach Watt oder Trittfrequenz trainieren, ist die Uhr als Trainingscomputer eher ungeeignet.

Ist die Apple Watch ein zuverlässiger Schwimmtracker?

Die Apple Watch ist wasserdicht (50 Meter), funktioniert im Becken und auch im Freiwasser. Fürs Bahnschwimmen gibt man nur die Bahnlänge ein, der Bewegungssensor erkennt dann automatisch die Wende. Im Test funktionierte das tatsächlich einigermaßen zuverlässig (+- 1 Bahnlänge). Das Tracking soll genauer werden, wenn man die Watch häufiger nutzt. Gemessen wird die Gesamtstrecke, Intervalldistanz, Runden, der Kalorienverbrauch, durchschnittliche Pace des Trainings sowie die Pace für einzelne Bahnen, die Anzahl der Schwimmzüge, einschließlich Anzahl der Schwimmzüge pro Bahn. Im Schwimmmodus ist der Touchscreen blockiert. Entsperrt man diesen wieder, bläst ein Ton automatisch das Wasser aus den Lautsprechern. Pluspunkt: Die Uhr erkennt jetzt auch das Schwimmen mit Kickboard als eigene Disziplin – ganz automatisch.

Die Apple Watch 7 ist jetzt IP6X-Standard zertifiziert, hält damit (neben Wasser) auch Staub und Sand ab
Apple
Die Apple Watch ist IP6X-Standard zertifiziert, hält damit (neben Wasser) auch Staub und Sand ab

Sehr gut: Das Display bleibt an. Heißt: Beim Schwimmen kann ich jetzt jederzeit einen kurzen Blick auf den Fortschritt der Trainingseinheit werfen.

Schwimm-Fazit:

  • Vorteile: Die Apple Watch 8 funktioniert im Wasser zuverlässig (selbst die Herzfrequenzmessung). Da ich sogar Werte zum Trainingsfortschritt erhalte (Armzüge pro Bahn, Swolf-Wert) ist sie fürs zielorientierte Schwimmtraining durchaus geeignet. Es gibt sogar einen Multisport-Modus. Triathleten können also von der Schwimmeinheit direkt zum Radfahren oder Laufen wechseln – das geschieht ganz automatisch. Sogar die Wechselzeiten werden erfasst. Die Auswertungen in der Smartphone-App sind gut. Plus: Die Uhr erkennt sogar den Schwimmstil.
  • Nachteile: keine.

Funktioniert ein Workout mit der Apple Watch 8?

Die Apple Watch kann Krafttrainingssession nicht wirklich tracken, obwohl es die Trainingsart "Krafttraining" gibt. Hiermit kann ich die Trainingszeit und die Herzfrequenz aufzeichnen. Die Kalorienwerte werden hochgerechnet. Sinnvoller ist ein Tracking bei Ausdauer-Geräten, wie Crosstrainer, Rudergerät, Stepper und Laufband. Bewegungen, Wiederholungen und Pausen registriert die Uhr nicht. Einige Drittanbieter haben Apps entwickelt, mit denen du ein Workout nachturnen kannst. Auf dem Display werden die zu absolvierenden Übungen als Animationen gezeigt und ein Countdown sagt Wiederholungen, Dauer und Pausenzeiten an.

Immerhin: Wer Apples Abodienst Fitness+ nutzt, bekommt seine Fitness-Daten (etwa Puls, Kalorien, Zeit oder Intensität) beim Online-Workout von der Uhr direkt auf dem Bildschirm angezeigt.

Workout-Fazit: Workout-Apps sind hilfreich für Trainingseinsteiger und Menschen, die zu Hause trainieren. Sie ersetzen aber weder einen individuellen Trainingsplan noch das Feedback eines Trainers.

Welche Gesundheitsfunktionen hat die Apple Watch Series 8?

Neben der Temperaturmessung (relevant für Eisprungprognose bei Frauen) und der automatischen Unfallerkennung für Autos gibt es keine neuen Sensoren. Die Gesundheits-Features sind damit identisch mit dem Vorgängermodell:

  • Die Apple Watch (ab Series 6) kann den Sauerstoffgehalt im Blut messen mit einem so genannten Pulsoxymeter. Das dauert 15 Sekunden und soll frühzeitig auf einen Sauerstoffmangel hinweisen. Eine Interpretation des Wertes gibt Apple nicht. Mit der Sauerstoffsättigung lässt sich zum Beispiel Schlafapnoe erkennen. Aber auch Hochalpinsportler profitieren: So kann die Messung vor einer drohenden Höhenkrankheit bei Gebirgstouren warnen. Denn in der Höhe sinkt der Luftdruck, in der Atemluft ist weniger Sauerstoff. Der Körper muss das ausgleichen, aber das kann dauern. Selbst gut trainierte Bergsteiger können bei einem zu schnellen Aufstieg höhenkrank werden. Auch interessant: Der Sauerstoffgehalt im Blut gilt auch als ein mögliches Anzeichen für Atemwegserkrankungen wie Grippe und COVID-19. Apple ist damit allerdings nicht der erste Anbieter: Ein ähnliches Feature gibt es schon länger bei Smartwatches von Garmin, Samsung und Fitbit.
  • Neben der Messung der Sauerstoffsättigung im Blut hat die Apple Watch seit Modell 4 eine EKG-Funktion, die nach Herzrhythmusstörungen, insbesondere nach dem genannten Vorhofflimmern (AFib), sucht und seinen Benutzer warnt. Beim Vorhofflimmern ist der regelmäßige Herzschlag gestört. Etwa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter. Das ist zwar nicht lebensgefährlich, es drohen aber eventuell Blutgerinnsel und Schlaganfall. Die Uhr hat einen elektrischen Herzsensor auf der Unterseite der Uhr und einen weiteren auf der Oberseite der Krone, mit denen das EKG durchgeführt wird. Und so funktioniert's: Nach dem Start der neuen EKG-App auf der Uhr hält man einen Finger für 30 Sekunden an die Krone. So schließt sich ein Stromkreis. Die Auswertung ist einfach: Entweder ist der Herzrhythmus normal, uneindeutig oder es gibt Hinweise auf Vorhofflimmern. Apple warnt allerdings, dass die Uhr keine Herzinfarkte oder Schlaganfälle erkennen kann und dass die Messungen keine Diagnose sind. Die Daten werden in der Health-App auf dem iPhone gespeichert, um sie – beispielsweise als PDF – mit deinem Arzt zu teilen.
  • Die Uhr warnt den Benutzer bei Unregelmäßigkeiten des Herzschlags. Zum Beispiel, wenn dem Herzfrequenzsensor im Ruhezustand Werte mit mehr als 120 oder weniger als 40 bis 50 Schlägen pro Minute auffallen.
  • Es gibt ein Schlaftracking, bei dem der Schlaf bewertet und ausgewertet wird – sogar mit Einschlaffunktion "Wind Down" und einem Protokoll zur Atemfrequenz. Schlafphasen werden mit WatchOS 9 jetzt auch erkannt.
  • Notruf bei Stürzen: Die Uhr identifiziert über Bewegungs- und Beschleunigungssensoren schwere Stürze, beispielsweise wenn man vom Rad fliegt, und setzt dann einen Notruf mit genauem Standort ab.
  • eine Hörgesundheit-App, die warnt, wenn der Umgebungslärm zu laut wird.
  • ein Tracker, mit dem Frauen ihren Menstruationszyklus aufzeichnen und vorhersagen können. Der neue Temperatursensor erlaubt nach gewisser Zeit auch eine genauere Eisprungprognose. Die Daten werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
  • ein internationaler Notruf: In mehr als 120 Ländern weltweit kannst du mit der LTE-Version der Uhr den internationalen Notruf wählen – ganz ohne iPhone oder Mobilfunktarif auf der Uhr.

Die Apple Watch 8 ist aus Aluminium und hat 32 GB Speicher. Das Gehäuse gibt es auch in Edelstahl. Letzteres kostet allerdings deutlich mehr.

Was ist der Unterschied zur Apple Watch SE

Die neue Apple Watch SE (2. Generation) ist ein günstigeres Einsteigermodell. Ihr Prozessor ist nicht ganz so schnell, hat keine EKG-Funktion oder Blutsauerstoffmessung und kein Always-On-Display. Die Uhr ist aber wasserdicht und verfügt über eine Sturzerkennung – und sogar über die neue Unfallerkennung.

Die Apple Watch SE (2022) bekommt auch die automatische Unfallerkennung
Die Apple Watch SE (2022) bekommt auch die automatische Unfallerkennung

Lohnt sich der Umstieg auf die Apple Watch 8?

Wer bereits eine Apple Watch 7 besitzt, braucht die Series 8 vermutlich nicht, denn außer den 2 neuen Features (Temperatursensor zur Eisprungprognose, Autounfallerkennung) sind die beiden Uhren nahezu identisch. Für Besitzer der Apple Watch Series 5 und Series 6 lohnt sich ein Umstieg auch weniger, da die neue Uhr sich zu diesen Modellen hauptsächlich durch ein größeres und helleres Display unterscheidet. Auch Einsteiger, die ein wenig aufs Geld achten wollen und kein Always-on-Display benötigen, sind z.B. mit der Apple Watch SE viel besser beraten. Das sind die coolsten Technik-Gadgets für Männer.

Fazit: ein Fitness- und Gesundheits-Alleskönner

Die Apple Watch ist die populärste und meistverkaufte Smartwatch. Aber ist sie auch die ultimative Sportuhr? Sehr ambitionierte Läufer oder Biker werden vermutlich einen anderen Tracker vorziehen – vielleicht auch nur, weil die Akkulaufzeit der Apple Watch sehr begrenzt ist. Aber: Die Apple Watch 8 bleibt ein bemerkenswerter Alleskönner unter den Fitness-Smartwatches. Kein anderes Gadget deckt derzeit so viele Sportarten ab und bietet trotzdem so viele Auswertungsinfos und Messwerte. Insbesondere Läufer und Sporteinsteiger bekommen ein wertvolles Tool, um ihr Training zu planen, daran erinnert zu werden, zu tracken und auszuwerten.

Allerdings wird es mit immer mehr Gesundheits- und Fitnessfunktionen bei der Datenauswertung etwas unübersichtlich. Denn einige Daten befinden sich in der Fitness-, andere in der Health-App auf dem iPhone.

Die Apple Watch 8 ist besonders sportbegeisterten Menschen zu empfehlen, die sich nicht nur auf eine Sportart fixieren.

Die Apple Watch Series 8 gibt es in 2 Größen: 41 Millimeter und 45 Millimeter.

Hier bestellen (je nach Verfügbarkeit): Apple Watch 8 in allen Farben

Zudem findest du hier alle verschiedenen Armbänder für deine Apple Watch.

Voraussetzungen:  iPhone 8 oder neuer mit iOS 16

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