Die besten Tipps für weiße Zähne Harbucks / Shutterstock.com

Weiße Zähne Die besten Tipps für ein blendend weißes Lächeln

Wir stellen die neusten Methoden zur Zahnaufhellung vor – mit und ohne Bleaching. Was die Zähne wirklich weiß macht, was das kostet – und wovon dir das Lächeln vergeht

Klar, weiße Zähne sehen toll aus. Aber hättest du gedacht, dass schöne Zähne womöglich auch darüber mitentscheiden, wie erfolgreich jemand wird? Mit einem makellosen Lächeln wird man nämlich als intelligent und aufstrebend eingestuft, besagt eine englische Studie. 

Forscher vom King’s College in London hatten für ihre Studie zirka 100 Teilnehmern Fotos von lächelnden Menschen vorgelegt. Dabei zeigte sich, dass Personen mit schlechten und schiefen Zähnen nicht nur als weniger attraktiv, sondern auch als weniger intelligent und weniger beliebt beurteilt wurden. Personen mit künstlich gebleichten Zähnen hingegen kamen überdurchschnittlich gut an. Die Studienteilnehmer trauten ihnen sogar größeren beruflichen Erfolg zu, berichteten die Psychologen.

Wer sich den Karriere-Push-Effekt eines weißen Lächelns zunutze machen will, hat die Wahl zwischen zahlreichen dentalen Verschönerungsverfahren von der Whitening-Zahncreme, über eine professionelle Zahnreinigung bis hin zum Bleaching. Aber was bringt was? Und vor allem: Was hilft wirklich? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema Zähne aufhellen.

Warum habe ich überhaupt gelbe Zähne?

Von Natur aus hat fast keiner weiße Zähne. Häufiger sind Töne zwischen Eierschale, Beige oder Hellgelb. Wenn das bei dir so ist, tröste dich: Eine dunklere Zahnfarbe ist ein Zeichen für einen dickeren und dadurch robusteren Zahnschmelz. Deine Zähne sind also weniger anfällig für Karies. 

Auch die Hautfarbe entscheidet darüber, wie hell die Zähne wirken. Je dunkler der Teint, desto stärker der Kontrast zum Lächeln. Dadurch wirken die Zähne im Sommer, wenn du gebräunt bist, etwas heller. Aber die Gene und fehlende Sonnenstunden sind nicht an allem schuld. Wer mit einem weißen Lächeln punkten will, sollte in Zukunft weniger oder am besten gar keinen Rotwein, Kaffee und Tee konsumieren. Diese Getränke sorgen für unschöne Verfärbungen.

Ein weiterer Übeltäter: Zigaretten. Das in den Glimmstängeln enthaltene Nikotin beschert hässliche Flecken und begünstigt die Wirkung von Rotwein und Co. noch zusätzlich.

Gesunde Zähne sind Voraussetzung für ein Bleaching
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Gesunde Zähne sind Vorausetzung für ein Bleaching

Was muss ich vor dem Aufhellen der Zähne wissen?

Grundvorrausetzung für ein Bleaching sind gesunde Zähne. Du darfst keine Karies haben, ansonsten dringt das Bleichmittel in die betroffenen Zähne ein und verursacht Schäden. Zahnfüllungen wie Kronen können sich nicht bleichen lassen. Sie behalten also den alten Farbton und müssen im Anschluss gegebenenfalls ausgetauscht werden, wenn sie im sichtbaren Bereich liegen. Ein guter Zahnarzt wird dich darauf auf jeden Fall hinweisen.

Wichtig ist zudem ein gesundes Zahnfleisch. "Egal, ob man selber mit frei verkäuflichen Materialien bleichen oder sich ein professionelles Bleaching gönnen möchte – es ist auf jeden Fall erforderlich, dass der Zahnarzt vorab den Zustand des Gebisses und des Zahnfleisches kontrolliert und gegebenenfalls in Ordnung bringt", sagt Wolfgang Boer, Zahnarzt und Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnmedizin (DGÄZ).

Wie funktioniert eigentlich ein Bleaching?

Zuallererst befreit der Arzt die Zahnoberflächen mithilfe einer professionellen Reinigung (PZR) von Ablagerungen und Verfärbungen. Dann kommt ein geschmacksneutrales, farbloses Gel drauf: Karbamidperoxid. Dieses enthält Karbamid, die Trägersubstanz, und Wasserstoffperoxid (H2O2).

Der Wirkstoff dringt in den Zahnschmelz ein und setzt Sauerstoffradikale frei, welche die Farbstoffe durch Reduktion chemisch verändern. Die farbgebende Wirkung wird damit aufgehoben, und die Zähne werden heller. Das willst du haben? Dann stehen dir zwei professionelle Aufhell-Methoden zur Wahl:

1. Bleaching-Schienen vom Zahnarzt für die Heimanwendung

Zunächst macht der Arzt einen Abdruck von deinem Gebiss. Auf Basis dessen werden dünne Kunststoffschienen angefertigt, die perfekt an die individuelle Zahnstellung angepasst sind. Vor jeder Anwendung befüllst du diese Schienen mit dem vom Zahnarzt bereit gestellten Karbamidperoxid-Gel. Dann setzt du die Schienen ein, je nach Anweisung deines Arztes abends für einige Stunden oder über Nacht. Nach rund zwei Wochen hast du die gewünschte Zahnaufhellung in der Regel erreicht. In dieser Zeit kontrolliert der Zahnarzt regelmäßig, wie stark die Zähne bereits aufgehellt sind und ob Nebenwirkungen aufgetreten sind. "Das Home Bleaching ist die bewährteste und sicherste Bleaching-Methode. Sie wurde weltweit millionenfach erfolgreich praktiziert und hat keine Nebenwirkungen", erklärt Wolfgang Boer.

Kosten: 350 € - 600 €
Vorteile
: schonend, da geringe Wirkstoffkonzentration, keine Nebenwirkungen
Nachteile:
 dauert im Vergleich zum In-Office- oder Power-Bleaching länger

2. In-Office-Bleaching in der Praxis

Das In-Office-Bleaching (auch: "Power Bleaching", "Soft Bleaching" oder "Zoom") erfolgt direkt vor Ort in der Zahnarztpraxis. Schon 2-3 Sitzungen reichen in der Regel aus, um die gewünschte Aufhellung herzustellen. Dafür verwendet der Zahnarzt ein 3-mal so hoch dosiertes Karbamidperoxid-Gel wie beim Home Bleaching. Dieses wird zudem von speziellen Lampen erwärmt. Die Temperaturerhöhung sorgt dafür, dass das Bleaching der Zähne wesentlich schneller erfolgt. Das Zahnfleisch muss zu seinem Schutz vor der hohen Konzentration des Mittels zuvor abgedeckt werden. "Gerade für Berufstätige mit wenig Zeit ist das In-Office-Bleaching geeignet, da es sehr schnell geht", erklärt Boer.

Kosten: 450 € - 700€
Vorteile:
 schneller als das Home Bleaching, geeignet für Berufstätige mit wenig Zeit
Nachteile:
 aggressiver, Kälte-/Wärmeempfindlichkeit steigt

Lieber Zahnaufhellungsschienen oder In-Office-Bleaching?

Das Power Bleaching verspricht, so wird es vermarktet, eine intensivere Bleichwirkung. Eine Studie der Universitätsmedizin Göttingen (siehe "Quintessenz", Jhg. 67, S. 921-925) stellt allerdings heraus, dass im Vergleich zum Home Bleaching keine verbesserte Bleichwirkung erkennbar sei.

Viel stärker sei bei den Methoden des In-Office-Bleaching dahingegen das Risiko von Hypersensibilitäten. "Durch die hohe Karbamidperoxid-Konzentration steigt auch die Kälte- und Wärmeempfindlichkeit. Nach 2-3 Tagen ist dieser Effekt zwar verschwunden, kann aber auch sehr schmerzhaft sein."

Also: Gedulde dich lieber und bleiche mit Schienen vom Zahnarzt zu Hause. Das dauert zwar länger, spart aber Geld und Schmerzen.

Whitening-Zahncremes können schaden
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Whitening-Zahncremes schaden bei falscher Anwendung

Kann ich meine Zähne auch zu Hause aufhellen?

Schienen, Stripes oder Gel: In Drogerien und Apotheken werden allerhand Mittel angeboten, mit denen du deine Zähne ganz leicht zuhause stufenweise aufhellen können sollst. Aber Achtung: Keine der vorgestellten Methoden ist mit dem professionellen Bleaching vergleichbar! Sie sorgen lediglich für eine leichte Aufhellung. Und: Experten warnen vor Zahnfleischreizungen. Außerdem kann die Empfindlichkeit der Zähne erhöht werden, wenn die Aufhellungsprodukte auf freiliegende Zahnhälse aufgetragen werden. 

Was bringt Whitening-Zahncreme?

Wer seine Zähne schneeweiß putzen möchte, wird enttäuscht. "Um die Zähne deutlich sichtbar aufzuhellen, reichen Zahncremes nicht aus", sagt uns Dr. Ralf Rößler, Prophylaxeexperte und Lehrbeauftragter an der Steinbeis-Hochschule in Berlin. Aber etwas hellere Zähne gibt es tatsächlich auch aus der Tube. Eine Studie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zeigt, dass so genannte "Whitening-Zahncremes" zwar nicht die natürliche Zahnfarbe verändern, aber Verfärbungen wie die von Niktoin, Kaffee, Tee oder Rotwein lösen und so die Zähne um zwei bis drei Stufen aufhellen können. Diese Produkte haben wir getestet und können sie dir empfehlen:

Kann Weiß-Zahncreme den Zähnen schaden?

Lies genau die Hersteller-Empfehlungen, da sonst schnell zu viel Zahnschmelz abgeschliffen wird und die Zähne immer rauer werden. Manche Aufhell-Zahncremes dürfen täglich, andere nur 1-2 Mal pro Woche verwendet werden. Halte dich lieber streng an die Packungsbeilage zur Anwendung, damit dir das Lächeln nicht vergeht.

Kann eine Zahnreinigung das Bleaching ersetzen?

Als Ergänzung zur täglichen Mundhygiene ist es sinnvoll, sich 1-2 Mal im Jahr die Zähne professionell reinigen zu lassen. Eine professionelle Zahnreinigung hat einige Vorteile: Sie schützt vor Zahnerkrankungen wie Karies, Gingivitis oder Parodontitis – und entfernt eben auch Verfärbungen und Farbrückstände. Die professionelle Zahnreinigung führen heutzutage oft speziell ausgebildete Dentalhygieniker*Innen aus. Mit verschiedenen Werkzeugen werden Unreinheiten vorsichtig von den Zähnen abgetragen.

Zwar werden deine Zähne durch die Zahnreinigung selbst nicht weißer, wirken im Nachhinein allerdings so, da sie frei von Zahnstein und Verfärbungen sind. Die Kosten werden nicht unbedingt oder auch nur teilweise von der Krankenkasse übernommen. Du kannst allerdings bestimmte "Zusatzangebote" dazu buchen, die die Behandlungskosten abdecken, wenn man regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung geht.

Kosten: etwa 50-150 €, je nach Reinigungsbedarf (wie stark müssen die Zähne gereinigt werden?)
Vorteile: Schützt vor Zahnerkrankungen wie Karies, Gingivitis oder Parodontitis
Nachteile: Kann die natürliche Zahnfarbe nicht aufhellen

Was bringen Hausmittel für weiße Zähne?

Sauer macht lustig - aber keine schönen Zähne
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Vorsicht: Hausmittel für weiße Zähne – wie Zitronensaft – greifen den Zahnschmelz an

Wo auch immer du den Tipp herhaben solltest, dass man mit Hausmittelchen wie Backpulver, Zitronensaft und Salz seine Zähne ganz einfach zu Hause aufhellen kann, glaub bloß nicht daran. Wer mit diesen Hausmitteln die Zähne putzt, trägt nämlich durch den Schmirgeleffekt den Zahnschmelz ab. Die Hausmittel schädigen die Zähne aber nicht nur, sie sorgen durch den Zahnschmelzabbau auch dafür, dass das darunter liegende gelblich-braune Dentin sichtbar wird, erklärt Dr. Ralf Rößler.

Kann man sich die Zähne weiß essen?

Verschiedene Lebensmittel wirken wie eine Art Selbstreiniger für die Zähne. Natürliche Kost mit viel Vitamin C (zum Beispiel in Sellerie, Karotten, Äpfeln) unterstützt die Zahngesundheit, wirkt Zahnfleischentzündungen entgegen und fördert die Speichelproduktion im Mund. Speichel wirkt in unserem Mund wie ein natürlicher Zahnreiniger. Milchprodukte wie Quark und Joghurt enthalten viel Kalzium, das Zähne stärkt. Starke und gesunde Zähne sind wiederum die beste Voraussetzung für weiße Zähne.

Macht gründlicheres Putzen weißere Zähne?

Eine gute Mundhygiene ist die Grundvoraussetzung für schöne weiße Zähne. Putze jeweils morgens und abends. Aber mit der Zahnbürste allein schaffst du es leider nicht, alle schädlichen Fremdkörper zu beseitigen, die sich in den  Zahnzwischenräumen breitmachen und dort nicht nur  Mundgeruch, sondern auch Verfärbungen verursachen.

Wer regelmäßig Zahnseide benutzt, kann nicht nur neuen Verfärbungen vorbeugen. Auch bereits vorhandene Flecken können, wenn auch nicht ganz beseitigt, zumindest abgemildert werden, verrät Dr. Rößler.

Für alle, die lieber auf Nummer sicher gehen möchten, ist das Bleaching beim Zahnarzt wahrscheinlich die effektivste und schonendste Methode. Einziger Haken: die Kosten.

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