Low-UPF: So viel fitter und gesünder bist du ohne Fertig- und Fast-Foods

Ultra-processed Foods
Low-UPF: So viel fitter und gesünder bist du ohne Fertig- und Fast-Foods

ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.02.2026
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Blick aus dem Kühlschrank: Ein Mann greift nach Lebensmitteln und hält zwei Gläser in der Hand.
Foto: zeljkosantrac, Getty Images

Protein-Shake zum Frühstück, Müsliriegel zwischendurch, abends Tiefkühlpizza. Du denkst, du ernährst dich ganz okay. Doch was, wenn genau diese Alltagsentscheidungen darüber bestimmen, wie gesund du mit 70 bist?

Eine 30-jährige Harvard-Studie mit 105.000 Teilnehmenden zeigt: Nicht nur wie viel du isst, sondern wie stark verarbeitet deine Nahrung ist, entscheidet über deine Gesundheit im Alter. Je mehr Industrie-Food du zu dir nimmst, desto weniger rosig die Zukunft.

Was die Wissenschaft zu ultra-verarbeiteten Lebensmitteln sagt

Die Forschenden analysierten, wer mit 70 ohne chronische Krankheiten fit und geistig gesund blieb. Ergebnis: Nur 9,3 Prozent schafften das.

Der entscheidende Unterschied? Die Ernährung.

Wer viele "ultra-processed foods" (UPF, deutsch: ultra-verarbeitete Lebensmittel) wie Fleischprodukte, Softdrinks und Fast Food zu sich nahm, alterte schlechter. Wer auf ausgewogene Ernährung und Vollwertkost setzte, hatte 86 Prozent höhere Chancen auf gesundes Altern.

Der UPF-Effekt: jede Menge Kalorien, aber wenig Nährwert

Ultra-verarbeitete Lebensmittel sind kalorienreich und/oder nährstoffarm. Sie enthalten hohe Mengen an Zucker und Salz, chemische Zusatzstoffe, Transfette, aber kaum Ballaststoffe.

Erschreckend: Fast 60 Prozent der Kalorien stammen in den USA und in Deutschland aus Fertiggerichten, Softdrinks und Snacks. Also, direkt aus den ultra-verarbeiteten Lebensmitteln.

Gesundheitsbewusste setzen auf Energie und Nährstoffqualität

Du willst Energie, Power im Fitness-Studio, mentale Schärfe und das ohne Kalorienzählerei? Die Studie zeigte: Vollwertkost bedeutet weniger Krankheiten und länger erhaltene Leistungsfähigkeit. So geht es im Alltag:

Praxis-Checkliste zum Loslegen

1. Die 5-Zutaten-Regel

Mehr als 5 Zutaten oder unaussprechbare Inhaltsstoffe? Weg damit. Statt Fertig-Müsli wähle Rezepte mit Haferflocken, Nüssen und Obst.

2. Supermarkt-Rand statt Mittelgänge

Achte mal drauf, wie Discounter angelegt sind: Frischware außen, UPF werden meist innen positioniert. Tipp: Statt Fertigsalat greife zu Salatkopf, Tomaten, Gurken und Olivenöl.

3. Meal Prep am Sonntag

Zeitnot führt zu UPF. Eine Lösung ist, sonntags 2 Stunden vorzukochen. Statt Imbiss nimm selbst gemachte Bowl mit Quinoa, Gemüse, Kichererbsen mit ins Büro.

4. Mindestens 2 Gemüseportionen pro Mahlzeit

Die Harvard-Formel: 5 Portionen Gemüse täglich sind machbar mit 2 Portionen pro Mahlzeit. Ein Beispiel: Frühstück: Vollkornbrot mit Avocado, Tomaten und Rührei. Abends: Vollkornnudeln mit frischer Tomatensoße. Trick: Tiefkühlgemüse spart Zeit.

5. Snack-Tausch

Statt Chips greife zu Nüssen. Statt Schokoriegel nimm dunkle Schokolade (70 Prozent Kakao) und Beeren oder Energy Balls aus Datteln und Haferflocken. Diese sind in 5 Minuten fertig zubereitet.

Die häufigsten Fragen über ultra-verarbeitete Lebensmitteln (UPF)

Fazit