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Mit dieser Ernährung können Männer Darmkrebs vorbeugen

Darmkrebs vorbeugen Mit dieser Ernährung senkst du dein Darmkrebsrisiko

Laut einer neuen Studie können Männer ihr Risiko an Darmkrebs zu erkanken um 22 Prozent senken – wenn sie sich richtig ernähren. Was du unbedingt essen solltest (und was nicht)

Für Männer ist das Risiko an Darmkrebs zu erkranken um ein Vielfaches höher als für Frauen. Laut Statistiken des Robert Koch Instituts liegt Darmkrebs auf Platz 3 der am häufigsten auftretenden Krebserkrankungen. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass man etwas tun kann, um dieses Risiko effektiv zu senken. Wie? Ganz einfach: durch die richtige Ernährung.

Studie: Darmkrebs mit pflanzlicher Ernährung vorbeugen

Es ist längst bekannt, dass zu viel Fett, rotes Fleisch, zu wenig Ballaststoffe aus Obst und Gemüse Darmkrebs fördern können. Eine ungesunde Ernährung ist neben Rauchen einer der wichtigsten Risikofaktoren der Krebserkrankung. Doch das lässt sich mittels Ernährungsumstellung ändern. Eine pflanzliche Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten soll das Erkrankungsrisiko senken. Wie groß dieser Zusammenhang wirklich ist, untersuchte Ende 2022 eine Studie der Kyung Hee University in Südkorea.

So lief die Studie ab

Die Studie untersuchte nicht nur Männer, sondern befasste sich auch mit ethischen Unterschiedenen in Bezug auf Krebserkrankungen. Dafür nahmen 79.952 Männer und 93.475 Frauen an der Untersuchung teil, die über 19 Jahre Ernährungsweisen und auftretende Darmkrebserkrankungen erhob. Um einen Zusammenhang festzustellen, wurde die Häufigkeit an Darmkrebsfällen verschiedenen Ernährungsweisen gegenüber gestellt. Dabei wurde die pflanzliche Ernährung in drei Unterkategorien geteilt: allgemein, gesund und ungesund.

Grundlegend für die Erhebung der Ernährungsweise war die Unterteilung in eine gesunde und ungesunde pflanzliche Ernährung. Denn nur weil man auf tierische Produkte verzichtet, bedeutet das nicht, dass man sich plötzlich gesund ernährt. Um das zu unterscheiden, teilten die Forscher pflanzliche Lebensmittel in Kategorien, die auf den enthaltenen Nährstoffen basierte.

  • Zu einer ungesunden pflanzlichen Ernährung zählten Produkte aus Weißmehl, raffinierter Zucker und alle Lebensmittel, in denen dieser zugesetzt wurde, Fruchtsäfte, aber auch Kartoffeln.
  • Als gesunde pflanzliche Ernährung wurden Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Nüsse und hochwertige Öle sowie Kaffee und Tee definiert.

Ergebnisse: Männer können ihr Darmkrebsrisiko um 22 Prozent senken

Während bei Frauen kein Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Auftreten von Darmkrebs festgestellt werden konnte, sah das beim männlichen Geschlecht anders aus. Hier scheint die Ernährung ein bedeutender Einflussfaktor sein – auch weil das Risiko an Darmkrebs zu erkranken bei Männern deutlich höher ist als bei Frauen. Laut Studie gehören vor allem Vollkorn, viel Gemüse, Obst, Nüsse und ballaststoffreiche Lebensmittel auf den Teller. Fleisch und Wurstwaren nicht. Männer, die sich genauso ernährten und damit einer gesunden, pflanzlichen Ernährung folgten, hatten ein 22 Prozent geringeres Risiko an Darmkrebs zu erkranken.

Bei einer genaueren Analyse der Lebensmittel wurden vor allem Vollkornprodukte und Gemüse mit einem geringeren Darmkrebsrisiko assoziiert, während ein hoher Verzehr an raffiniertem Zucker zu einem höheren Risiko führte. Die Ernährung sollte also nicht nur pflanzlich, sondern gesund sein. Bedeutet genauer: Vollkorn- statt Weißmehl, weniger Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel und ausreichend Gemüse.

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Gesunde Carbs und Proteinquellen – gibt es auch rein pflanzlich

Dass Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und hochwertige Fette gesund sind, ist kein Geheimnis. Es sind nicht nur die Vitamine, die zählen, sondern vor allem die enthaltenen Ballaststoffe und Antioxidantien, wie Polyphenolen und Carotinoiden. Das vermutet zumindest Jihye Kim, einer der Autoren der Studie. Diesen Nahrungsbestandteilen werden eine Menge an gesundheitsfördernden Wirkungen nachgesagt, die sich positiv auf die Darmgesundheit wirken und damit das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, senken können:

  • Sie wirken antioxidativ und entzündungshemmend.
  • Sie können chronische Entzündungen, die Darmkrebs verursachen können, unterdrücken.
  • Sie wirken positiv auf das Darmmikrobiom und stärken so das Immunsystem.

Kann man der Studie trauen?

Einen großen Pluspunkt gibt es für die Dauer der Studie. Mit über 19 Jahren deckt sie einen extrem langen Zeitraum ab. Auch die hohe Anzahl an Studienteilnehmern ist bemerkenswert und damit sehr aussagekräftig.

Das größte Manko der Studie ist, dass die Wirkung von tierischen Lebensmittel gar nicht berücksichtigt beziehungsweise differenziert wurde. Es könnte doch durchaus sein, dass sich bestimmte Milchprodukte, spezielle Fleischsorten oder Fisch zusätzlich positiv auf das Darmkrebsrisiko auswirken. Das wurde jedoch nicht erhoben.

Fazit: So kannst du Darmkrebs vorbeugen

Die Ernährung kann viel verändern – und zwar nicht nur, was deine sportlichen Ziele angeht. In Sachen Gesundheit und Krebsvorsorge kann sie zum entscheidenden Faktor werden. Eine pflanzliche Ernährung, mit ausreichend Gemüse, Vollkornprodukten, Obst und gesunden Fettlieferanten ist in jedem Fall eine gute Wahl. Selbst wenn du nicht komplett auf Fleisch oder Fisch verzichten möchtest, ist das eine perfekte Basis, um deine Gesundheit und dein Wohlbefinden zu unterstützen. Versuch es doch mal "flexitarisch" (Wortneuschöpfung aus "flexibel" und "vegetarisch") und reduziere deinen Fleischkonsum, indem du immer öfter Veggie-Tage in der Woche einführst.

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