Turkish Get-up: Die eine Übung, die fast alles fordert

TGU: Kettlebell-Übung
Turkish Get-up: Die eine Übung, die fast alles fordert

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.05.2026
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Turkish Get‑Up – Die ein Übung, die fast den ganzen Körper fordert
Foto: gettyimages/SDI Productions

Viele Trainingspläne sind fragmentiert: Brust, Rücken, Beine – alles sauber getrennt. Was dabei oft fehlt, ist Bewegungskompetenz unter Last. Der Turkish Get-Up zwingt deinen Körper, Kraft, Stabilität und Mobilität in einer kontrollierten Abfolge zu verbinden. Jede Phase zählt.

Der Turkish Get-Up macht dich funktionell stärker

Der Turkish Get-up ist keine isolierte Kraftübung. Er fordert mehrere Systeme gleichzeitig – nicht additiv, sondern integriert. Genau darin liegt sein Mehrwert:

  • Core-Stabilität: Der Rumpf hält permanent Spannung, um das Gewicht über Kopf zu kontrollieren.
  • Schulter- und Schultergürtelkontrolle: Die Schulter arbeitet isometrisch, während sich der Körper darunter bewegt.
  • Mobilität: Hüften, Wirbelsäule und Schultergelenke müssen beweglich bleiben, ohne Stabilität zu verlieren.
  • Koordination: Jede Phase baut logisch auf der vorherigen auf – Fehler lassen sich nicht kompensieren.

Der TGU trainiert damit nicht nur Kraft, sondern die Fähigkeit, Kraft unter wechselnden Positionen und Belastungen sicher einzusetzen – eine Voraussetzung für athletische Leistung, Verletzungsprävention und einen belastbaren Alltag.

Was Studien zum Turkish Get-up zeigen

In einer kontrollierten Interventionsstudie "Comparison of the Effects of Turkish Get-Up Exercise and Stabilization Exercises on Muscular Activation, Core Stability and Upper Extremity Performance in Healthy Individuals" verglichen Forschende den Turkish Get-up mit klassischen Stabilisationsübungen bei gesunden, körperlich aktiven Erwachsenen ohne leistungsorientiertes Krafttraining im Vorfeld. Analysiert wurden Muskelaktivierung im Rumpf und Schultergürtel, Core-Stabilität sowie die Bewegungskontrolle von Schulter und Arm.

Das Ergebnis: Die Turkish-Get-up-Gruppe zeigte eine stärkere Aktivierung der tiefen Rumpf- und Schulterstabilisatoren sowie bessere Werte bei Tests zur kontrollierten Arm- und Schulterbewegung.

Die Einordnung der Forschenden: Der Turkish Get-up trainiert Stabilität nicht statisch, sondern unter Bewegung und Last – ein entscheidender Unterschied zu isolierten Stabilisationsübungen.

So integrierst du den TGU sinnvoll ins Training

Der Turkish Get-up lebt von Präzision, nicht von Ermüdung. Am effektivsten ist er dort, wo Qualität Vorrang hat:

  • 1-mal pro Woche als Stabilitäts- oder Technikfokus
  • Im Warm-up, um Schulter und Core zu aktivieren
  • Im Hauptteil, mit moderatem Gewicht und voller Konzentration

Praxis-Checkliste

  • Technik zunächst ohne Gewicht üben: liegend – Ellenbogenstütz – Hüftstreckung – Stand
  • Mit Gewicht: 3 Sätze à 5 bis 6 Wiederholungen pro Seite
  • Gewicht nur steigern, wenn jede Phase kontrolliert bleibt

Ziel ist nicht maximale Last, sondern saubere Bewegung.

Warum diese Übung besonders gut zu Männern passt

Gerade für Männer, die leistungsorientiert und häufig isoliert trainieren, schließt der Turkish Get-up eine typische Lücke. ↓

Er verbindet Kraft, Mobilität und Stabilität in einer Bewegung – Fähigkeiten, die mit zunehmendem Trainingsalter wichtiger werden als reine Muskelmasse.

FAQ: Turkish Get-Up – Das solltest du wissen

Fazit