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8 einfache Tipps für ein nachhaltigeres Leben

Nachhaltig leben 8 kleine Tipps mit großer Wirkung auf die Umwelt

Nachhaltigkeit im Alltag ist kein Hexenwerk. Oft reichen nur kleine Änderungen für große Effekte. So machst du dein Leben grüner

Die Gesellschaft ist im Wandel, und in den letzten Jahren ist ein deutlicher Trend hin zu einem nachhaltigeren und bewussteren Leben zu verzeichnen. Ob Fridays for Future, #veganlifestyle oder plastikfrei. Es tut sich was!

Doch der grüne Lebensstil kann überfordern! Denn: zu vieles läuft falsch und zu vieles muss verändert werden. Das frustriert und verleitet schnell dazu, wegzusehen und gar nichts zu tun. Dabei geht es nicht darum sofort jedes Problem zu lösen und alles perfekt zu machen!

Wie kann ich nachhaltiger leben? 8 Tipps

Komplett nachhaltig leben geht nicht einfach so von heute auf morgen. Zu komplex und zu vielschichtig sind viele Probleme, die auch noch miteinander verstrickt sind. Aber es lohnt sich anzufangen und dranzubleiben. Bereits kleine Schritte in die richtige Richtung können viel bewirken.

Also: nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, wenn du mal wieder deinen To-Go-Becher zu Hause vergessen hast. Der Wille zählt und es ist völlig okay, wenn du dich erst einmal auf ein paar wenige und kleine Dinge konzentrierst. Wir haben 8 Tipps, die du ganz einfach umsetzen kannst.

1. Trinke mehr Leitungswasser

So einfach? Ja – bringt aber trotzdem etwas! Die Herstellung der Trinkflaschen, die übermäßige Verwendung von Einmal-Plastikflaschen, die weiten Transportwege und letztlich die Entsorgung bzw. Reinigung der Flaschen belasten die Umwelt viel stärker als Leitungswasser, das ganz unverpackt zu dir nachhause fließt.

Leitungswasser ist besser für die Umwelt
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Leitungswasser trinken schont die Umwelt und den Geldbeutel

Übrigens: Deutsches Trinkwasser unterliegt strengen Qualitätskontrollen und gehört weltweit zu den besten. Ohne Bedenken trinkbar ist es also auf jeden Fall. Wer sicher gehen will, kann beim Gesundheitsamt sogar Tests beantragen, die genaue Daten über Qualität und Schadstoffbelastung liefern.

2. Koche energieeffizient

Auf jeden Topf seinen Deckel. Und der sollte perfekt passen, denn was in der Liebe stimmt, ist auch für den Stromverbrauch wichtig. Sonst verbraucht man die doppelte bis dreifache Menge an Energie. Koche Gemüse und Kartoffeln nicht im Wasserbad, sondern bedecke nur den Topfboden mit Wasser, dann gart das Gemüse im Dampf. Das spart Strom und ist gesünder, weil mehr Vitamine bleiben.

Und nicht vergessen: Elektroherde heizen lange nach. Nutze unbedingt die Wärme, die deine Kochplatte auch nach dem Abschalten liefert.

3. Werde (Teilzeit-)Vegetarier*in

  • Laut der Naturschutzorganisation WWF (World Wide Fund For Nature) hat sich die weltweite Fleischproduktion seit 1961 mehr als vervierfacht (von 70 Mio. auf 300 Mio. Tonnen).
  • Ein Burger mit Pommes und Salat braucht für den Anbau seiner Rohstoffe etwa 3,61 Quadratmeter an Fläche, Spaghetti mit Tomatensauce gerade mal 0,46 Quadratmeter.
  • Ein Erwachsener in Deutschland isst im Durchschnitt 166 Gramm Fleisch pro Tag - die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt etwa die Hälfte dieser Menge, nämlich 86 g pro Tag.

Genug Argumente? Dann probiere, bewusst fleischfreie Tage einzubauen. Es ist gesünder für dich – und den Rest der Welt.

Konsumiere Mode nachhaltig
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Kaufe mehr Gemüse und weniger Fleisch

4. Wasche wasser- (und wäsche-) schonend

Ganz einfach, indem du genau darauf achtest, das Waschmittel passend zur Wäschemenge und Wasserhärte zu dosieren. Daniel Bethäuser Produktmanager beim Waschmaschinenhersteller Bosch sagt: "Wer zu viel Waschmittel verwendet, erzielt kein besseres Waschergebnis, sondern belastet Haushaltsbudget und Umwelt. Denn bei modernen Waschmaschinen, die den Überschuss an Waschmittel erkennen und durch zusätzliche Spülgänge ausgleichen, dauert das Waschen mit zu viel Waschmittel länger und verbraucht mehr Wasser und Energie". Und insgesamt gelangt einfach nur mehr Waschmittel als nötig in die Umwelt.

5. Iss ökologisch korrekten Fisch

Weiter geht’s mit tierischen Lebensmitteln. Welchen Flossenfreund kann man nun mit gutem Gewissen genießen? Laut WWF Hering aus dem nordöstlichen Atlantik, Kabeljau und Dorsch aus der Ostsee und Karpfen. Dann noch Lachs aus dem Ostpazifik, Nordatlantische Makrele, Tilapia aus Honduras, Indonesien, Europa und den USA... Das ist dir zu kompliziert? Dann achte an der Fischtheke auf das Label des MSC (Marine Stewardship Council) der Mindeststandards einhält. Greife bei Zuchtfischen zu Bio-Labels wie Bioland oder Naturland. Hier gibt's 40 leckere Lachs-Rezepte.

6. Wenn Öko-Strom, dann bitte richtigen

Zertifizierter Öko-Strom ist gut. Aber es geht noch viel besser – denn leider ist nicht jeder grüne Strom eine echte Investition in die Zukunft unserer Erde. Der Grund: Für das Öko-Label genügt es auch, wenn die Energie aus einem Jahrzehnte alten Laufwasserkraftwerk stammt. Wertvoller Öko-Strom sollte jedoch dazu beitragen, dass der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien am gesamten Strom-Mix wächst.

7. Kaufe faire Mode

Wenn du dich dafür entscheidest, faire Mode zu kaufen, entscheidest du dich gleichzeitig gegen umweltschädliche Chemikalien, gegen Kinderarbeit, gegen Zwangsarbeit, gegen Diskriminierung – aber keinesfalls gegen gutes Aussehen. Wer sich nachhaltig kleidet, sieht heute nämlich längst nicht mehr aus, als hätte er sich aus einem Jutesack einen Pulli genäht. Die stylishten Fair-Fashion-Labels stellen wir hier vor.

Du musst jetzt aber bitte nicht von heute auf morgen deinen Kleiderschrank umorganisieren und alle Fast Fashion aus deinem Leben verbannen. Weitertragen statt wegwerfen ist auch Umweltschutz! Versuche zukünftig bewusster zu kaufen, dich zu fragen, ob du das Teil wirklich benötigst und wenn ja, ob es dafür vielleicht eine nachhaltige Alternative gibt.

8. Verwende weniger Mikroplastik

In vielen Produkten findet sich schädliches Mikroplastik. Die Kunststoffe (auch in flüssiger Form) dienen als Peeling, Bindemittel, Filmbildner und Füllmittel in Duschgelen, Shampoos und Cremes, so der Bund für Umwelt und Naturschutz e.V.

Das Problem: Die kleinen Partikel gelangen über das Abwasser ins Meer, da Kläranlagen die Kunststoffe nicht zu 100 Prozent filtern können. Über den Wasserkreislauf landet das Mikroplastik dann letztlich in unserem Körper. Wir nehmen die kleinen Partikel über belastete Nahrung oder die Luft auf. Die gesundheitlichen Schäden sind zwar noch ungeklärt, aber allein, weil das Plastik biologisch nicht abgebaut werden kann, sind präventive Maßnahmen ein Muss! Kaufe also Kosmetik, die als "frei von Mikroplastik" deklariert ist oder nutze zertifizierte Naturkosmetik. Darin stecken nur natürliche Inhaltsstoffe und garantiert kein Kunststoff. Die besten nachhaltigen Pflege-Produkte findest du hier.

Es kann einfach sein, die Welt grüner zu gestalten. Jeder Punkt, den du für dich auf dieser Liste abhaken kannst, hilft der Umwelt und letztlich dir. Und ehrlich gesagt: Das Leben wird dadurch nicht einen Deut weniger schön!

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