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Deine persönlichen Daten Mit diesen Tipps schützt du deine Privatsphäre im Netz

Im Internet muss jeder selbst dafür sorgen, dass Daten und die Privatsphäre geschützt sind. Welche Maßnahmen du für mehr Sicherheit im Netz ergreifen kannst, zeigen wir dir in diesem Artikel

Nicht selten geraten Geschichten an die Öffentlichkeit, die von gehackten Accounts und Datenmissbrauch berichten. Oftmals findet ein solcher Missbrauch im kleinen Rahmen statt: Bilder, Videos oder Nachrichten, die ungefragt veröffentlicht oder weitergeleitet werden. Wer tatsächlich mitliest, wissen wir nicht – den meisten Leuten vertrauen wir beim Chatten und machen uns keine Sorgen. Und gänzlich verhindern lässt sich ein Einbrechen in die digitale Privatsphäre von Nutzern nicht – du kannst es jedoch Hackern und anderen deutlich erschweren, an deine Daten zu kommen. Diese Möglichkeiten erhöhen die Sicherheit im Netz.

Wie schütze ich meine Daten und meine Privatsphäre im Internet?

Social Media

Im Grunde kannst du auf jeder Social-Media-Plattform die Einstellungen rund um Datenschutz und Privatsphären verwalten. Beispielsweise kannst du bei Instagram einstellen, dass dein Account privat ist, du jemanden als Follower akzeptieren kannst, bevor derjenige deine Beiträge sehen kann – bei Facebook kannst du präzise einstellen, wer welche Informationen über dich sehen darf. Eine unbekannteres Setting befasst sich mit dem Teilen von Beiträgen und Stories: Nach wenigen Klicks können Nutzer keine Informationen mehr von dir mit ihren Abonnenten innerhalb Instagrams teilen. Gegen Screenshots gleichwohl bleibst du weiterhin machtlos. Falls du wissen möchtest, welche Drittanbieter mit deinem Account verbunden sind - und das ist immer gut zu wissen als mündiger Internet-Nutzer - solltest du dies in den Einstellungen überprüfen und gegebenenfalls handeln.

Starkes Passwort

Falls du dich vor einem unautorisierten Zugriff auf einen deiner vielen Accounts schützen möchtest, sind sichere Passwörter der erste Schritt für mehr Sicherheit – und nein, du musst schon unterschiedliche Passwörter nutzen. Die am häufigsten genutzten Sicherheitscodes sind seit Jahren ein running gag. Solltest du dennoch "123456" oder "Passwort" verwenden, hast du dringenden Optimierungsbedarf: Im besten Fall verwendest du einen langen Code, eine Kombination aus Zahlen, Zeichen und Groß- sowie Kleinbuchstaben oder - wer ein schwaches Gedächtnis hat - Sätze wie "Abends esse ich 100 Gramm Spaghetti Bolognese mit Echt-Fleisch!". Alles einmal gut durchmischen und dein Account ist ein gutes Stück sicherer geworden.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Besser als ein Code sind zwei Codes. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung musst zur erfolgreichen Anmeldung einerseits dein neues, starkes Passwort eingeben; andererseits bekommst du von der Website oder Plattform, auf der du dich einloggst, einen weiteren Code an deine Handynummer oder E-Mail-Adresse gesendet. Erst dann bekommst du Zugriff auf dein Profil – viel mehr kannst du in Sachen "Passwortsicherheit" erstmal nicht tun. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ungefragt auf deine Daten zugreift, sinkt aber mit diesen Schritten bereits deutlich.

Daten sicher verwahren

Verstaue deine Daten – insbesondere die persönlichsten – am besten auf einer externen oder zumindest auf der Festplatte deines Computers. Sogenannte Clouds bieten schier unendlichen Speicherplatz, doch du musst darauf achten, wer auf diesen Speicher Zugriff hat. Dienste und Anwendungen, auf die mehrere Personen zugreifen können, wie Google-Docs oder Dropbox, sind als Speicherplatz privater Daten eher ungeeignet.

Ortungsdienste

Achte auf deine Einstellungen der Ortungsdienste: Auf allen gängigen mobilen Geräten lassen sich diese explizit für Anwendungen ein- und ausschalten. Schau mal nach, welche App oder Anwendung Zugriff auf dein GPS-Signal hat – es muss ja nicht jeder wissen, wo du gerade zum Mittagessen warst, nach der Arbeit deinem Abend verbringst oder deine Urlaubsreise hingeht.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Messenger mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bieten eine sichere Grundlage für persönliche Konversationen. Whatsapp (gehört zu Facebook), Threema (unabhängiges Schweizer Unternehmen mit Servern in der Schweiz), Signal (Empfohlen von Edward Snowden), Telegram (via privater Chats) und Facebook-Messenger beispielsweise bieten diese Einstellung an; Snapchat hingegen verschlüsselt nicht auf diese Art, wodurch deine privaten Nachrichten dort weniger geschützt sind.

Neue Website, neuer Datenschutz

Sicherlich nicht einfach, aber effektiv ist es, wenn du die Datenschutzbestimmungen, die dir beim Öffnen und Herunterladen von Websites und Apps entgegen springen überfliegst. Oftmals kannst du bereits hier Settings vornehmen, die deine Privatsphäre und Daten schützen. Der einfach Weg "alle akzeptieren" ist leider nicht der beste Weg.

Browser absichern

Auf vielen Browsern wie Google Chrome, Firefox oder Safari gibt es einen Modus, mit dem du weitestgehend anonym surfen kannst. Sobald du deine Session beendet und das Fenster geschlossen hast, werden die Daten gelöscht – abgesehen von jenen, die du aktiv angefordert hast wie Downloads und Lesezeichen. Der Suchverlauf und Cookies, also Textinformationen, die Informationen speichern und diese bei erneutem Öffnen von Internetseiten aufrufen, werden nirgendwo bei dir hinterlegt. Den beschriebenen Modus findest du meist, wenn von einem "neuen privaten Fenster" oder einem „neuen Inkognito-Fenster“ die Rede ist. Unter "Sicherheit" in den Einstellungen kannst du oftmals auch fündig werde – und wenn nicht: Vielleicht überrascht es dich, welche alternativen Settings sich dort für deine Internet-Sicherheit vornehmen lassen.

Apps aufräumen

Wie wäre es, wenn du einfach mal all jene Apps löschst, für die du keine Verwendung mehr hast: Das Smartphone aufzuräumen, führt dazu, dass Anwendungen, die nicht mehr auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer installiert sind, auch keine Daten mehr über dich sammeln.

Push-Benachrichtigungen

Wenn du nicht willst, dass jemand in der Öffentlichkeit deine Nachrichten mitliest: Schalte einfach deine Benachrichtigungen aus oder sorge in den Einstellungen dafür, dass keine konkreten Nachrichten auf deinem Sperrbildschirm angezeigt werden. Somit erhältst du lediglich den Hinweis, dass du eine Nachricht in einer bestimmten App bekommen hast. Ohne deinen Code kommt an die Inhalte niemand ran.

Fazit: Gib Spionen keine Chance, sei ein mündiger Internet-Nutzer

Die Einstellungen zu Datenschutz und Privatsphäre bieten eine gute Grundlage für die persönliche Sicherheit im Netz. Du musst dich allerdings mit den einzelnen Anwendungen auseinandersetzen, um Erfolge zu erzielen. Einmal eingestellt kannst du dich dann sicherer im Internet bewegen.

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