Krafttraining schützt vor Herzinfarkt und metabolischem Syndrom Flamingo Images / Shutterstock.com

Gesundes Krafttraining So schützt Krafttraining vor einem Herzinfarkt

Nicht nur Ausdauertraining, auch Krafttraining steigert deine Gesundheit enorm. Wie du mit Hanteln dein Herzinfarktrisiko um bis zu 70 Prozent senken kannst

Dass Krafttraining dank der Ausschüttung von Endorphinen Glücksgefühle auslösen kann, wusstest du bereits. Und dass das Eisenstemmen deinen Körper optisch in Bestform bringt, natürlich auch. Was du womöglich noch nicht wusstest, ist, dass nicht nur Ausdauertraining, sondern auch Hanteltraining die Gesundheit deines Herzens enorm verbessern kann. Das fand jetzt eine an der Iowa State University durchgeführte Studie heraus.

Die Wissenschaftler scannten dafür die Daten von 13.000 Erwachsenen auf Herzkreislaufprobleme, Herzprobleme, Herzinfarkte und Schlaganfälle. Und fanden heraus, dass Krafttraining die Wahrscheinlichkeit eines die Menschen, ernsthafte Herzprobleme zu entwickeln, möglicherweise daran zu sterben oder sogar überhaupt früh zu sterben, enorm reduziert – selbst wenn man keine weitere Sportart betreibt.

Wieviel Krafttraining braucht es, um das Herzinfarktrisiko zu senken?

Erstaunlich wenig. Laut der Studie reichen weniger als eine Stunde Krafttraining pro Woche aus, um dein Herzinfarktrisiko um zwischen 40 bis 70 Prozent zu senken. Und zwar unabhängig davon, ob du zudem Ausdauersport treibst.

Um den Effekt zu erzielen, muss man noch nicht mal täglich stundenlang zu den Hanteln zu greifen: "Zwei Sätze Bankdrücken reichen völlig aus, dafür braucht man in der Regel nicht mal 5 Minuten", sagt Professor Duck-chul Lee, Experte für Kinesinologie, einem ganzheitlichen Verfahren, das mit Muskel-Tests Störungen im gesamten Organismus diagnostiziert. Auch diese Übungen mit dem eigenen Körpergewicht lassen deine Muskeln wachsen.

Welche weiteren gesundheitlichen Vorteile hat Krafttraining?

Einige! Professor Lee und sein Team gingen noch einen Schritt weiter und untersuchte den Zusammenhang zwischen Gewichtheben, hohe Cholesterinwerte und Diabetes, wieder unabhängig von anderen Arten von körperlichen Aktivitäten. Das Ergebnis: Es konnte ein Zusammenhang hergestellt werden zwischen weniger als 60 Minuten Krafttraining und einem 29 Prozent geringerem Risiko, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Risikofaktoren wie Übergewicht und erhöhten Blutzuckerwerten, die zu Herzproblemen, Schlaganfall und Diabetes führen können (Wie du Diabetes zudem vorbeugst, liest du hier). Auch das Risiko, zu hohe Cholesterinwerte zu entwickeln, sank um 32 Prozent.

"Muskeln sind Kraftwerke, die Kalorien verbrennen", erklärt Studienleiter Lee, "Muskelaufbau ist deshalb nicht nur gut für die Gelenke und Knochen, sondern hat auch viele Stoffwechsel-Vorteile. Je mehr Muskelmasse man hat, umso mehr Energie wird verbraucht, ganz unabhängig von Ausdauersport-Aktivitäten. Das wurde bisher viel zu wenig gewürdigt."

Also, auch wenn du eher der Ausdauersport-Typ bist, schaff dir einen Satz Hanteln an oder trainiere mit deinem eigenen Körpergewicht. Denk daran: Nicht nur deine Figur, vor allem auch dein Herz und deine gesamte Gesundheit profitieren davon!

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