Nicht Testosteron, nicht Koffein: Der wahre Energiefaktor für Männer

Mehr Energie durch Grundfitness
Nicht Testosteron, nicht Koffein: Der wichtigste Energiefaktor für Männer

ArtikeldatumVeröffentlicht am 04.09.2026
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Mann trägt sein Mountain Bike auf einer Wanderung durch eine Berglandschaft
Foto: AzmanJaka, Getty Images

Kaum ein Thema beschäftigt Männer derzeit so sehr wie die Frage, wie sie an mehr Energie kommen. Und damit sind ausnahmsweise mal nicht Sprit- und Strompreise gemeint, sondern die eigene, körperliche Energieversorgung.

In Podcasts, auf Social Media und in Fitness-Studios geht es permanent um Koffein, Testosteron, NAD+, Supplements oder den nächsten Performance-Hack. Die Hoffnung ist immer dieselbe: Mehr Leistung, möglichst sofort. Dahinter steckt ein Denkfehler, denn der wichtigste Energiefaktor lässt sich weder trinken noch schlucken.

Warum Männer an der falschen Stelle suchen

Die meisten gängigen Energiebooster werden überschätzt. Koffein kann kurzfristig die Aufmerksamkeit steigern. Auch einige Nahrungsergänzungsmittel können – je nach Inhaltsstoff und individueller Situation – bestimmte Aspekte der Leistungsfähigkeit unterstützen. Dagegen spricht nichts.

Was dabei oft vergessen wird: Keiner dieser Helfer verbessert die körperliche Grundlage, auf der Energie überhaupt entsteht. Du kannst deinem Körper kurzfristig einen Schub geben. An deiner Grundfitness ändert sich dadurch aber nichts.

Der Energiefaktor, über den kaum jemand spricht

Sportmediziner sprechen von der kardiorespiratorischen Fitness. Gemeint ist die Fähigkeit von Herz, Lunge und Muskulatur, deinen Körper auch unter Belastung effizient mit Sauerstoff zu versorgen. Je besser dieses System arbeitet, desto leichter kann dein Körper alltägliche und sportliche Anstrengungen bewältigen, weil dieselbe Belastung einen geringeren Anteil deiner maximalen Leistungsfähigkeit beansprucht.

Beispiele für eine gute Grundfitness: Du gehst mehrere Stockwerke, ohne außer Atem zu geraten. Du trägst Getränkekisten entspannter ins Haus. Nach einem langen Arbeitstag bleibt noch Energie für das Training oder du spielst mit deinen Kindern Fußball, ohne nach 10 Minuten schlappzumachen.

Die American Heart Association plädiert sogar dafür, die kardiorespiratorische Fitness als klinisches Vitalzeichen zu betrachten. Sie steht in engem Zusammenhang mit körperlicher Leistungsfähigkeit und Gesundheit.

Gemessen wird sie häufig über die sogenannte VO₂max, also die maximale Sauerstoffaufnahme. Auf die Zahl auf deinem Leistungstest kommt es dabei jedoch nicht an. Wichtig ist, dass regelmäßige Bewegung dieses System trainiert und damit deine körperliche Belastbarkeit langfristig verbessert.

Mann macht mit seinem Hund im Wald eine Trinkpause
Oscar Wong, Getty Images

Energie kommt nicht aus der Kaffeetasse

Der Unterschied zwischen einem Booster und Grundfitness ist erstaunlich einfach. Ein Booster verändert kurzfristig, wie wach du dich fühlst. Eine bessere Grundfitness verändert langfristig, wie dein Körper arbeitet. Herz und Kreislauf werden leistungsfähiger.

Die Muskulatur wird besser mit Sauerstoff versorgt. Dieselbe Belastung beansprucht einen kleineren Teil deiner maximalen Leistungsfähigkeit und kann sich dadurch weniger anstrengend anfühlen.

Eine bessere Grundfitness kann dafür sorgen, dass dich dieselbe körperliche Belastung weniger fordert. Treppensteigen, Radfahren oder eine Trainingseinheit beanspruchen dann einen kleineren Teil deiner maximalen Leistungsfähigkeit. Und dafür musst du keinen Marathon laufen. Schon regelmäßige Bewegung macht einen Unterschied. Zum Beispiel:

  • Zügig spazieren gehen
  • Kurze Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen
  • 2–3-mal pro Woche locker joggen
  • Treppen statt Aufzug nutzen
  • Jeden Tag ein bisschen mehr Bewegung in den Alltag einplanen

Dabei ist Regelmäßigkeit wichtiger als Perfektion. Denn jede Trainingseinheit ist ein kleiner Reiz, auf den sich dein Körper anpasst. Daraus entsteht Schritt für Schritt die Grundfitness, die kein Kaffee und kein Booster ersetzen können.

FAQ: Die wichtigsten Fragen zur Grundfitness

Fazit