Mit natürlichen Schlafmitteln schläfst du besser LightField Studios / Shutterstock.com

5 natürliche Schlafmittel

Natürliche Schlafmittel So schläfst du endlich besser, ganz ohne Tabletten

Diese 5 pflanzlichen Einschlafhilfen sorgen für entspanntes Ein- und Durchschlafen. Plus: die besten Tipps, mit denen du eine ideale Schlafatmosphäre schaffst

Leicht einschlafen und entspannt durchschlafen, um stark in den Tag zu starten, wer wünscht sich das nicht. Bei Schlafproblemen können Schlaftabletten dazu verhelfen. Doch nur kurze Zeit. Denn schnell reduziert der Gewöhnungseffekt die Wirkung, und es drohen Nebenwirkungen und Abhängigkeit von chemischen Schlafmitteln. Zudem schläft man mit synthetischen Schlafmitteln weniger tief, die Tiefschlafphasen sind kürzer und seltener.

Diese 5 natürlichen Schlafmittel dagegen sorgen für genügend gesunden Tiefschlaf, schonen deinen Körper und verlieren ihre beruhigend-entspannende Wirkung selbst dann nicht, auch wenn du sie über einen längeren Zeitraum anwendest.

1. Melatonin harmonisiert den Schlaf-Wach-Rhythmus

Melatonin ist ein Hormon, das in der Zirbeldrüse deines Gehirns hergestellt wird, und deinen Schlaf-Wach-Rhythmus wesentlich beeinflusst. Wie viel Melatonin dein Körper bildet, wird wesentlich vom Licht gesteuert. Je dunkler deine Umgebung, umso mehr Melatonin bildet der Körper. Auf diese Weise versetzt es deinen Körper in einen Ruhe-Modus. Um gut einschlafen zu können, senkt das Melatonin in der Folge deinen Blutdruck, deinen Energieverbrauch und deine Körpertemperatur ab. Eine Schlafmaske ist deshalb für Menschen mit Einschlafschwierigkeiten immer eine gute erste Maßnahme.

Du kannst deinem Körper Melatonin aber auch zuführen. Als Medikament wird Melatonin in Deutschland zwar erst Menschen ab 55 Jahren verschrieben, in abgeschwächter, aber immer noch wirksamer Form gibt es Melatonin jedoch zum Beispiel auch als frei verkäufliche Sprays oder Kapseln.

Am besten, du integrierst bei Schlafproblemen bereits den Tag über Melatonin-reiche Lebensmittel in deinen Speisplan, zum Beispiel Nüsse, Tomaten, Bananen, Weintrauben, Kirschen, Haferflocken, Reis und Mais. Reduziere zudem schon etwa 2 Stunden vor dem Schlafengehen die Lichtintensität deiner Umgebung – sprich: Licht dimmen, Computer und Handy aus! Du wirst, sehen, dann schläfst du bald besser.

2. Magnesium entspannt Muskeln und Gehirn

Magnesium ist ein Mineralstoff, der den menschlichen Biorhythmus nachweislich positiv beeinflusst und eine entspannende Wirkung auf Körper und Geist hat. Damit erzeugt es genau das, was du brauchst, um leichter einzuschlafen. Dahinter steckt unter anderem die Fähigkeit des Magnesiums, den Gamma-Aminobuttersäure (GABA)-Spiegel im Körper zu erhöhen. GABA ist ein Botenstoff, der beruhigend auf das Gehirn einwirkt. Um diesen GABA-Spiegel vor dem Einschlafen zu erhöhen, kannst du GABA übrigens auch als Nahrungsergänzungsmittel, in Wasser gelöst, einnehmen. Aber Vorsicht: Achte auf die Dosierungsanweisung und nimm niemals gleichzeitig chemische Beruhigungs- oder Schlaftabletten, sonst droht erhöhte Suchtgefahr. Das sind die 9 gefährlichsten Folgen von Schlafmangel.

Besser, du kontrollierst deine Magnesium-Zufuhr. Männer sollten zwischen 350 und 400 mg Magnesium täglich zu sich nehmen. Wer substituieren will: Magnesium gibt es in Tabletten- und Pulver-Form. Achte darauf, pro Tag nicht mehr als 250 mg als Nahrungsergänzung zu dir zu nehmen, sonst drohen Durchfall, bei sehr starker Überdosierung womöglich auch Herzrhythmus-Beschwerden. Am besten ist es, du achtest bei Schlafstörungen auf eine magnesiumreiche Ernährung: Sonnenblumenkerne, Mandeln, Walnüsse, Haferflocken, Naturreis und dunkel Schokolade sind besonders magnesiumhaltig.

3. Baldrian wirkt beruhigend auf das Zentral-Nervensystem

Ätherische Öl der Baldrianwurzel wirken wie auch das Magnesium auf den GABA-Spiegel im Gehirn und können so das Ein- und Durchschlafen verbessern. Baldrian-Präparate werden häufig mit anderen schlaffördernden Heilkräutern wie Beispiel Melisse, Passionsblume oder Hopfen kombiniert. Nach der Einnahme von Baldrian-Tabletten solltest du übrigens nicht mehr Autofahren oder mit der Bohrmaschine hantieren.

Natürlich kannst du Baldrian auch als Tee trinken, wenn auch der Geschmack nicht jedermanns Sache ist. Aber die gute Wirkung auf deinen Schlaf ist einen Versuch wert: Übergieße dafür einen Teelöffel Baldrianblätter mit 150 ml heißem Wasser und lass es 15 Minuten ziehen. 2-3 Tassen solltest du täglich davon trinken. Und egal ob als Tee oder Kapsel: Seine volle Wirkung entfaltet die Heilpflanze erst nach bis zu 2 Wochen, in der du sie regelmäßig zu dir nimmst.

4. Hopfen hat eine entspannend-beruhigende Wirkung

Dass Bier entspannt, weiß jeder Bier-Liebhaber. Leider liegt das beim Bier nicht in erster Linie an dem enthaltenen Hopfen, sondern am Alkohol. Und der lässt einen zwar schneller einschlafen, doch leider nicht für lange. Wer abends Alkohol trinkt, schläft unruhiger und weniger tief, das ist wissenschaftlich bewiesen.

Wer den Hopfen jedoch ohne Alkohol zu sich nimmt, oder seine ätherischen Öle einatmet, schläft schneller ein und kommt ruhiger durch die Nacht. Hopfen gibt es in Einschlaf-Tees, häufig in Verbindung zum Beispiel mit Melisse, die ebenfalls eine schlaffördernde Wirkung hat. Oder du trinkts Hopfenzapfen pur eine Stunde vor dem Schlafen: Übergieße dafür 1 Teelöffel Holzzapfen mit 250 ml heißem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb abseihen.

Alternative: Kräuterkissen. Keine Sorge, inzwischen gibt es solche Kissen auch in cooler Optik und in vielen verschiedenen Duft-Kombinationen. Ideal für einen guten Schlaf sind welche, die mit Hopfen und weiteren entspannend-beruhigenden Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Lavendel gefüllt sind. Einfach im Bett neben das Kopfkissen legen.

5. Eukalyptus sorgt für die optimale Schlaftemperatur

Entscheidend für die Qualität des Schlafes ist unsere Körpertemperatur: Sie sollte um etwa 1 Grad sinken, damit du müde genug wirst. Der Biorhythmus des Körpers erkennt dann, dass du zu Ruhe kommen musst. Ist dir im Laufe der Nacht zu warm oder zu kalt, schläfst du womöglich unruhig.

"Um einen wirklich erholsamen Schlaf genießen zu können, ist es wichtig, dass wir während der gesamten Nacht die ideale Schlaftemperatur beibehalten", betont auch Sportmediziner Dr. Lutz Graumann, "Wenn wir nicht in der idealen Klima-Komfortzone bleiben, leidet vor allem unser Tiefschlaf und wir wachen müde auf."

Für die ideale Schlaftemperatur lässt sich an mehreren Stellschrauben drehen: An der Zimmertemperatur (15 bis 18 Grad gelten als Goldstandart), am Material deiner Bettdecke (atmungsaktiv und Naturfasern sind empfehlenswert), aber auch an deinem Pyjama. Achte auf natürliche, atmungsaktive Materialien wie Baumwolle, die für einen guten Feuchtigkeitsaustausch und Temperaturregulierung sorgen. Tipp: Schweizer Textil-Ingenieure entwickelten mit Schlaf- und Materialwissenschaftlern zusammen unter der Marke dagsmejan Sleepwear besonders leichte, temperaturregulierende Natur-Faser-Pyjamas aus Eukalyptus, Buche und Merinowolle, die nachts die Köpertemperatur optimal regulieren können.

Ein No-go dagegen sind Schlafanzüge mit Kunststoffanteilen, in denen man schnell schwitzt, was nächtliche Unruhe vorprogrammiert. Darum solltest du auch mal nackt schlafen.

Es gibt viele natürliche Wege und Mittel, die für einen guten nächtlichen Schlaf sorgen. Wer die Abkürzung über eine Schlaftablette nimmt, wird nur kurzfristig Erfolg haben. Probiere unsere Vorschläge aus, du wirst sehen, bald gehören deine Schlafprobleme der Vergangenheit an.

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Behandlung
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Vorsorge
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Behandlung
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