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Der Schlaf-Guide
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Zu wenig Schlaf Die 9 gefährlichsten Folgen von Schlafmangel

Du gönnst dir alles im Leben außer genug Schlaf? Achtung: Schlafmangel kann deiner Gesundheit langfristig schaden. Das passiert, wenn du zu wenig schläfst

"Schlafen kann ich immer noch ein anderes Mal" sollte nicht zu deinem Lebensmotto werden. Wer häufig bis tief in die Nacht Partys feiert, Serien schaut oder an der Konsole zockt, muss mit gravierenden gesundheitlichen Folgen rechnen. Chronischer Schlafmangel rächt sich. Wir erklären dir, wie zu kurze nächtliche Ruhepausen nicht nur dein Training, deine Arbeit und sogar dein Sexleben sabotieren, sondern auch deine Gesundheit ernsthaft gefährden.

Wie macht sich Schlafmangel bemerkbar?

Schon ab einer schlaflosen Nacht kann deine Stimmung, Konzentration, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit unter dem Schlafentzug leiden. Besonders wenn deine Arbeit etwas monoton ist, zahlst du den Preis für die schlaflose Nacht: "In monotonen Situationen schweift man mit den Gedanken häufig ab und hat mit Sekundenschlaf zu kämpfen", warnt Dr. Hans-Günter Weeß, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Bist du von Kleinigkeiten schnell genervt, könnte das auch ein Zeichen von Schlafmangel sein.

Schlafmangel schadet langfristig der Gesundheit.
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Schlafmangel schadet der körperlichen und geistigen Leistungfähigkeit.

Wie viel Schlaf ist ideal?

"Wie viel wir schlafen sollten, geben uns die Gene vor", sagt Dr. Weeß, Autor des Buches Schlaf wirkt Wunder. Durchschnittlich reichen aber etwa 7 Stunden für Männer aus. Teste am besten selbst, wie viel Schlaf du benötigst, um dich fit und erholt zu fühlen. 6 Stunden sollten das Minimum sein. Männer brauchen im Schnitt übrigens rund 20 Minuten weniger Schlaf als Frauen.

Ab wann wird Schlafmangel gefährlich?

Auch das ist stark von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Empfehlung des Experten: "Wenn man über 4 Wochen hinweg 3 Mal pro Woche nicht ausreichend geschlafen hat, sollte man sich gegebenenfalls Rat vom Hausarzt suchen". Kurzfristig kann dein Körper Schlafmangel zwar kompensieren, wird es jedoch zum Dauerzustand, steigt das Risiko von schweren langfristigen Folgen enorm an. 

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Wachhalter: Handys können dich beim Einschlafen hindern

Was sind häufige Ursachen von zu wenig Schlaf?

Das Problem liegt laut Dr. Weeß in unserer 24-Stunden-Non-Stop-Gesellschaft: "Wir schätzen den Schlaf nicht", so der Schlafforscher. Der Job, die Hobbys und auch die Chats mit den Kumpels werden einer gesunden Runde Schlaf zu häufig vorgezogen. Smartphones, Monitore und Fernseher können zudem richtige Schlafräuber sein: "Der Blaulicht-Anteil der Bildschirme unterdrückt die Produktion des Schlafbotenstoffs Melatonin", erklärt der Experte. "Hinzu kommt noch die erhöhte Anspannung durch Chatten, Surfen oder Internetspiele, die den Schlaf dann vollständig vertreibt."

Was kann ich gegen Schlafmangel tun?

Beginne damit an, Prioritäten zu setzen: Besonders wenn du ohnehin mit dem Job schon überlastet bist, solltest du auf den Bar-Abend mit den Kumpels verzichten. Gönne dir lieber abends Ruhe und lass vor allem auch dein Handy links liegen. Bei Schlafproblemen solltest du den Ursachen auf den Grund gehen: Manche Medikamente und Krankheiten können deinen Schlaf beeinflussen.

Diese 9 Dinge passieren, wenn du zu wenig schläfst

Schlafmangel ist ein weit verbreitetes Problem: Laut dem Gesundheitsreport 2017 der DAK-Gesundheit haben 80 Prozent der befragten Erwerbstätigen angegeben, Schlafprobleme zu haben – es ist sogar bereits von einer Volkskrankheit die Rede. Fest steht: Zu wenig Schlaf macht krank. Bei diesen 9 gefährlichsten Folgen wirst du deinen Schlaf sicher mehr schätzen:

1. Dein Immunsystem wird geschwächt.

Du bist häufig erkältet? Dann haust du dich wahrscheinlich nicht lange genug aufs Ohr. Es reicht schon, wenn du 14 Tage lang täglich mehr als 2 Stunden weniger Schlaf bekommst: "Studien zeigen, dass so jeder Zweite eine Erkältung entwickelt", sagt Dr. Weeß. Zum Vergleich: Unter den ausgeschlafenen Probanden war es nur jeder Sechste.

2. Du bist weniger leistungsfähig.

Wenn du müde zur Arbeit erscheinst, wird dir das sicher keiner danken. Schlaflose Nächte gehen nicht nur auf Kosten deiner Konzentration, Aufmerksamkeit und Kreativität, es leidet auch dein Gedächtnis. So kannst du auf gar keinen Fall deine Höchstleistung abrufen. In manchen Situationen kann das laut unserem Experten sogar richtig gefährlich werden: "Auf deutschen Straßen sterben doppelt so viele Menschen durch Übermüdung als infolge von Alkohol am Steuer." Schon weniger als 6 Stunden Schlaf kann deine Bewegungsabläufe und Reaktionszeiten beeinträchtigen.

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Übermüdet? Dann solltest du Autofahren meiden und von dir auch keine Bestleistungen im Job erwarten

3. Du entwickeltst schneller Übergewicht.

Eine schwerwiegende Folge: Nächtliche Ruhestörungen bringen deinen Hormonhaushalt ordentlich durcheinander und lassen dich Pfunde zunehmen. Wer häufiger zu wenig schläft, kennt den Drang nach Fressattacken wahrscheinlich nur zu gut. Der Körper produziert dann mehr vom Heißhunger-Hormon Ghrelin und gleichzeitig weniger Leptin, das den Appetit reguliert. Eine Studie der "National Health und Nutrition Examination Survey" macht die Gewichtszunahme deutlich: Bei maximal 4 Stunden Schlaf war die Wahrscheinlichkeit der Studienteilnehmer, an Übergewicht zu leiden, 73 Prozent höher als bei 7 bis 9 Stunden Nachtruhe.

4. Du riskierst einen Herzinfarkt.

Dein Herz wird dir auf Dauer den fehlenden Schlaf nicht verzeihen: "Zahlreiche Studien zeigen, dass gestörter Schlaf mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht", so Schlaf-Experte Weeß. Schlafmangel kann also gefährliche chronische Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und im schlimmsten Fall sogar einen Herzinfarkt verursachen.

5. Stress und Kopfschmerzen nehmen zu.

Schlafmangel erhöht die Ausschüttung von Cortisol. Das Hormon beginnt, für Verwirrung im Körper zu sorgen, bringt den Stoffwechsel dazu, Kohlenhydrate, Proteine und Fette zu zerlegen. Folgen: Stress und Kopfschmerzen. Umgekehrt kann Stress dich auch beim Einschlafen stören – so geräts du schnell in einen richtigen Teufelskreis. Verhindere das, indem du mehr läufst. Studien der Charité in Berlin zeigen, dass Lauftraining die Cortisol-Resistenz erhöht.

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Depressionen können viele Gründe haben - Schlafmangel ist eine Ursache

6. Schlafmangel kann dich psychisch krank machen.

Schlechte Laune ist bei ständiger Übermüdung noch das geringste Problem. Denn: Eine häufige Folge von chronischen Schlafstörungen sind psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände. "Die Schlafstörung ist das erste Symptom, das einer Depression vorausgehen kann, und verschwindet umgekehrt auch bei einer Behandlung als letztes", erklärt Dr. Weeß.

7. Dein Diabetes-Risiko steigt.

Insulin-Spritzen könnten bei chronischen Wenigschläfern bald zum Alltag werden: Die Zuckerkrankheit Diabetes zählt zu den gefährlichsten Folgen von Schlafmangel. Forscher berichteten im Medizinjournal "The Lancet Diabetes Endorinology" von einem Zusammenhang zwischen zu wenig Schlaf und Stoffwechselerkrankungen. Das Resultat: Nach nur wenigen Nächten mit maximal 4 Stunden Schlaf bauten die Probanden ihren Blutzucker eindeutig langsamer ab. Laut Analyse der Wissenschaftler steigt bei starkem Schlafentzug auch das Risiko von Diabetes-Typ-2 an. Aber: Langschläfer (mehr als 8 Stunden Schlaf pro Nacht) sind genauso gefährdet. Zu viel Schlaf ist also auch tabu.

8. Testosteron-Produktion und Muskelaufbau werden gestört.

Wer seinen Muskeln beim Wachsen zusehen möchte, muss abends ausreichend schlummern. Der Körper bildet nach einer schlaflosen Nacht nämlich deutlich weniger von manchen Botenstoffe, so auch von Testosteron. Dr. Weeß: "Sportler sollten sich darauf einstellen, dass sie neben dem Job und dem Workout auch auf genügend Schlaf kommen – denn er ist für den Muskelaufbau unverzichtbar."

Schlafmangel macht langfristig krank.
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Zu wenig Schlaf senkt langfristig die Lebenserwartung.

9. Dein Sterberisiko steigt an.

Männer haben einen großen Nachteil: "Ältere Männer verlieren statistisch gesehen an Tiefschlaf. Daher wird auch diskutiert, ob sie eine geringere Lebenserwartung haben, weil ihnen der erholsame Schlaf fehlt", sagt Dr. Weeß. Gleichzeitig reduzieren aber auch die durch zu wenig Schlaf entstandenen Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck die Lebenserwartung. Aber: "Nicht nur zu wenig, aber auch zu viel Schlaf kann die Lebenserwartung verringern", so der Schlafexperte.

Fazit: Schlaf hat höchste Priorität

Schlaflose Nächte machen dich nicht nur kurzfristig müde, sondern auch langfristig krank. Schlaf sollte ganz oben auf deiner Prioritätenliste stehen. "Am besten sollte man den Wecker aus dem Fenster schmeißen", rät der Experte scherzhaft. Hast du deinen Schlaf in letzter Zeit zu sehr vernachlässigt? Dann ab ins Bett!

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