Ob Rücken, Brust oder Intimbereich – Körperhaare sind für viele Männer ein Thema. Während einige auf natürliche Behaarung setzen, wünschen sich andere eine glatte, gepflegte Haut. Zum Glück gibt es heute zahlreiche Methoden, um Haare schnell, effektiv und sogar dauerhaft zu entfernen. Entscheidend ist nur, die richtige für dich zu finden.
Warum dein Körper Haare wachsen lässt
Wie stark dein Körper behaart ist, wird in erster Linie durch deine Hormone gesteuert – genauer gesagt durch Androgene, also männliche Sexualhormone. Sie beeinflussen, an welchen Stellen Haare wachsen und wie dicht dieser Haarwuchs ausfällt. Vereinfacht gesagt: Je aktiver deine Androgene, desto ausgeprägter die Körperbehaarung – gleichzeitig kann das auch dazu führen, dass das Haar auf dem Kopf mit der Zeit dünner wird.
Neben den Hormonen spielt vor allem deine genetische Veranlagung eine entscheidende Rolle. Deshalb unterscheiden sich Männer hier so stark: Während manche kaum Körperhaare haben, müssen andere regelmäßig nachhelfen, um unerwünschten Haarwuchs in den Griff zu bekommen.
Warum immer mehr Männer Haare entfernen
Körperhaarentfernung ist längst keine reine Geschmackssache mehr. Viele Männer entscheiden sich bewusst für glatte Haut – aus ästhetischen, hygienischen oder praktischen Gründen
Die häufigsten Gründe, laut der Enthaarungskette Senzera, sind folgende:
- Hygiene: Körperhaare sind schwerer zu reinigen als Haut, sie bieten geruchsbildenden Bakterien einen idealen Lebensraum.
- Attraktivität: Männer ohne Körperbehaarung am Oberkörper werden von Frauen als attraktiver empfunden. Muskeln, etwa die Bauchmuskeln, kommen besser zur Geltung.
- Sexualität: Frauen empfinden männliche Intimbehaarung beim Sex häufig als störend.
- Sport: Verletzungen heilen ohne Behaarung schneller und besser. Und Haarentfernung verbessert die Aqua-Dynamik bei Schwimmern.
Schnelle Haarentfernung für zu Hause
Wenn du möglichst schnell glatte Haut willst und keine Lust auf aufwendige Treatments hast, sind diese Methoden ideal. Sie entfernen die Haare direkt an der Hautoberfläche – das geht unkompliziert, muss aber regelmäßig wiederholt werden.
1. Störende Haare einfach und schmerzlos rasieren
Die Rasur ist und bleibt die beliebteste Methode zur Haarentfernung bei Männern. Mit einem guten Rasierer, Rasierschaum oder -gel und etwas Zeit unter der Dusche bist du in wenigen Minuten fertig. Warmes Wasser öffnet die Poren und macht die Haare weicher – so gleitet die Klinge besser und die Haut wird weniger gereizt.
Vorteile: Die Rasur ist schnell, günstig und bei richtiger Anwendung komplett schmerzfrei. Du kannst sie jederzeit zu Hause durchführen und hast sofort ein glattes Ergebnis. Moderne Rasierer mit mehreren Klingen und beweglichen Köpfen sorgen zudem für eine gründliche und relativ hautschonende Entfernung.
Nachteile: Das Ergebnis hält nicht lange. Je nach Haarwuchs spürst du bereits nach ein bis drei Tagen wieder Stoppeln. Außerdem kann es bei empfindlicher Haut zu Rasurbrand, kleinen Schnitten oder eingewachsenen Haaren kommen – vor allem, wenn du gegen die Wuchsrichtung rasierst oder stumpfe Klingen verwendest.
Unsere Empfehlung: Gillette ProGlide Power Nassrasierer
2. Körperhaare mit Enthaarungscreme entfernen
Enthaarungscremes lösen die Haarstruktur mithilfe chemischer Wirkstoffe auf. Du trägst die Creme auf, lässt sie einige Minuten einwirken und entfernst sie anschließend zusammen mit den Haaren.
Vorteile: Die Anwendung ist einfach und sicher – Schnitte sind ausgeschlossen. Das Ergebnis ist meist etwas glatter als bei der Rasur, da die Haare leicht unterhalb der Hautoberfläche entfernt werden. Besonders für größere Flächen wie Rücken oder Brust kann das eine praktische Lösung sein.
Nachteile: Der größte Kritikpunkt ist die Hautverträglichkeit. Die enthaltenen Chemikalien können gerade bei sensibler Haut zu Reizungen führen. Außerdem ist der typische Geruch vieler Produkte gewöhnungsbedürftig – trotz zugesetzter Duftstoffe. Wichtig: Für den Intimbereich solltest du nur speziell dafür entwickelte Produkte verwenden.
Unsere Empfehlung: Enthaarungscreme für Beine und Oberkörper von VEET
Länger glatte Haut durch Entfernen der Haarwurzel
Wenn du keine Lust hast, alle paar Tage nachzurasieren, lohnt sich ein Blick auf Methoden, die die Haare samt Wurzel entfernen. Dadurch wächst das Haar langsamer nach – und deine Haut bleibt mehrere Wochen glatt.
1. Waxing für glatte Haut über Wochen
Beim Waxing wird Warm- oder Kaltwachs auf die zu enthaarenden Stellen aufgetragen. Durch das ruckartige, schnelle Abziehen des Wachses werden die Haare mitsamt ihrer Wurzel entfernt. Kaltwachsstreifen oder Warmwachs speziell für Männer findest du in jedem Drogeriemarkt. Wer sich diese Haarentfernung selbst nicht zutraut, kann sich in Kosmetikstudios professionell wachsen lassen.
Vorteile: Das Ergebnis hält deutlich länger als bei der Rasur – oft bis zu drei oder vier Wochen. Mit der Zeit wachsen die Haare feiner und weniger dicht nach. Für größere Flächen wie Rücken oder Brust ist Waxing besonders effektiv.
Nachteile: Der Schmerz ist nicht zu unterschätzen – vor allem beim ersten Mal. Außerdem müssen die Haare eine gewisse Länge haben, damit das Wachs sie greifen kann. Für schwer erreichbare Stellen wie den Rücken ist oft Hilfe nötig oder ein Besuch im Studio sinnvoll.
Unsere Empfehlung: Kaltwachsstreifen für alle Hauttypen von NAD'S FOR MEN
2. Körperhaare epilieren für lange glatte Haut
Epilierer funktionieren mit kleinen, rotierenden Pinzetten, die die Haare einzeln greifen und herausziehen.
Vorteile: Ähnlich wie beim Waxing bleibt deine Haut mehrere Wochen glatt. Moderne Geräte arbeiten inzwischen deutlich effizienter und können auch kürzere Haare erfassen.
Nachteile: Auch hier gilt: Ohne Schmerz geht es nicht. Gerade bei dichter Körperbehaarung kann die Anwendung unangenehm sein. Zudem dauert die Behandlung etwas länger als eine Rasur.
Unsere Empfehlung: Kabelloser Nass- und Trockenepilierer von PHILIPS
3. Körperhaare lang anhaltend mit Zuckerpaste entfernen
Beim Sugaring wird eine Zuckerpaste verwendet, die die Haare ebenfalls an der Wurzel entfernt – allerdings in Wuchsrichtung.
Vorteile: Viele empfinden diese Methode als hautschonender und etwas weniger schmerzhaft als Waxing. Zudem besteht die Paste aus natürlichen Inhaltsstoffen, was sie besonders für empfindliche Haut interessant macht.
Nachteile: Die Anwendung erfordert etwas Übung und ist zeitintensiver. Für schwer erreichbare Stellen wie den Rücken ist auch hier Unterstützung notwendig.
Unsere Empfehlung: Zuckerpaste mit Holzspatel und Stoffstreifen von VEET
Dauerhafte Haarentfernung – lohnt sich das?
Mithilfe moderner Verfahren kannst du dauerhaft die Haare entfernen lassen. Die Wege zur dauerhaften Haarentfernung sind zwar um einiges teuer als herkömmliche Methoden, bieten dafür aber anhaltende Ruhe vor dem unerwünschten Haarwuchs, rechnen sich also auf Dauer.
1. Körperhaare per Laser jahrelang loswerden
Bei der Lasermethode leiten die Haare die Wärme des Lasers bis in die Haarwurzel weiter, diese wird erhitzt und der Haarfollikel (längliche Einstülpung der Oberhaut) verödet. Die Laser zur Haarentfernung dürfen ausschließlich von Experten (zugelassenen Ärzten) verwendet werden.
Vorteile: Wird die Lasertechnologie korrekt durchgeführt, verläuft sie meist schmerzfrei, es kann lediglich ein wenig brennen und die Hautpartie erröten.
Nachteile: Bei Männern mit hellen Haaren (Hellblond, Rot, Weiß) funktioniert die Lasermethode leider nicht. Ihren Haaren fehlt es am Pigment Melanin, das notwendig ist, die Lichtstrahlen zum Follikel weiterzuleiten. Zusätzlich solltest du den behandelnden Arzt sorgsam nach seinen Qualifikationen auswählen, denn bei falscher Durchführung kann es sowohl zu Verbrennungen als auch zu Narbenbildungen kommen. Zwar wird die Lasertechnik als "Dauerhafte Haarentfernungsmethode" beschrieben, dennoch ist auch hier die Haarentfernung nicht für immer und muss nach ein paar Jahren wiederholt werden.

2. Haarwurzeln mit Lichtimpulsen lang anhaltend lahmlegen
Die Methode IPL (Intense Pulsed Light) ist eine schmerzarme Lichttechnik, bei der Lichtimpulse den Haar-Schaft aufheizen und die Haarwurzel zerstören – ähnlich wie beim Lasern. Die Haut und das umgebende Gewebe werden dabei nicht beschädigt. Auf dem Markt gibt es immer mehr IPL-Geräte, die privat zu Hause angewendet werden können.
Vorteile: Die IPL-Haarentfernung ist eine Weiterentwicklung der Laser-Haarentfernung. Während bei der Laser-Technik jedes Haar einzeln verödet wird, können bei der IPL-Methode direkt mehrere Haare gleichzeitig entfernt werden. Dadurch ist die Behandlung angenehmer und schneller.
Nachteile: Auch diese Methode ist für Männer mit hellen Haaren nicht geeignet. Bei den IPL-Geräten für zu Hause ist zusätzlich Geduld gefragt, denn bis tatsächlich keine Haare mehr wachsen, muss das Gerät mehrmals in immer größer werdenden Zeitabständen angewandt werden. Genau wie bei der Lasertechnik gilt auch hier: Dauerhaft ist nicht gleich für immer – auch bei dieser Lichttechnik muss der Enthaarungsprozess nach ein paar Jahren wiederholt werden.
3. Dank Elektronadelepilation für immer glatte Haut
Bei der Elektro- oder auch Nadelepilation kommt eine dünne, sterile Nadel zum Einsatz. Eine feine Sonde wird in den Haarkanal eingeführt und tötet über elektrischen Strom die Haarwurzel ab.
Vorteile: Die Elektroepilation ist laut "Stiftung Warentest" und "Ökotest" die einzige Methode, die wirklich eine dauerhafte Haarentfernung garantiert. Wer also die Nadelepilation zur Haarentfernung wählt, erlangt ein endgültiges Ergebnis, das nicht erneuert werden muss. Zusätzlich stellt die Elektroepilation die einzige Therapie zur Haarentfernung dar, die unabhängig von Haut- und Haarfarbe sowie Hauttyp, bei allen ein beharrliches Ergebnis garantiert.
Nachteile: So schmerzlich wie sich das Wort "Nadelepilation" anhört, ist es leider auch. Der Einsatz der Nadel wird als sehr schmerzhaft und zeitintensiv empfunden. Zusätzlich erfordert das Verfahren ein hohes Geschick des Personals. Da es in Deutschland derzeit keine vorgeschriebene Ausbildung zur Elektroepilation gibt, kann jeder, der die passende Ausstattung besitzt, diese Methode zur Haarentfernung anbieten und durchführen. Eine geeignete Fachkraft sollte daher sorgsam ausgewählt werden. Wird die Methode falsch durchgeführt, kann es bei der Elektroepilation zu Entzündungen und bleibenden Narben kommen.
Experteneinschätzung zur Haarentfernung
Immer mehr Männer und Frauen entscheiden sich für die dauerhafte Haarentfernung. Die Gründe: Viele sind vom ständigen Rasieren, Waxen genervt. Am häufigsten wird hierfür die Methode des Laserns eingesetzt.
"Rasieren ist zwar einfach und kostengünstig – mit dem Nachteil, dass durch das ständige Wiederholungen die Haut strapaziert wird. Wachsen und Epilieren versprechen zwar ein längerfristiges Ergebnis, sind aber äußerst schmerzhaft. Gerade bei der Epilation entstehen häufig Entzündungen aufgrund von eingewachsenen Haaren und es bilden sich Pickelchen. Ich empfehle den Laser, und zwar für alle Körperzonen."
– Dr. med. Ingrid Schmoeckel, Dermatologikum Hamburg
Gesundheitliche Risiken durch Haarentfernung
Der menschliche Körper ist von Natur aus behaart – und das nicht ganz grundlos: Haare unterstützen an schweißdrüsenreichen Körperstellen (wie Achseln) die Temperaturregelung, indem sie die Oberfläche vergrößern und der Schweiß leichter abgegeben werden kann. Zusätzlich schützt die Behaarung die Haut vor Sonne, aber auch vor blutsaugenden Ektoparasiten wie Zecken, Stechmücken oder Bettwanzen. Dennoch nimmt der Trend eines enthaarten Körpers auch bei Männern immer mehr zu. Beim Klick auf den Link findest du die Antwort auf die Frage: Sollten Männer ihre Achseln rasieren?
Expertin Ingrid Schmoeckel vom Dermatologikum Hamburg: "In Sachen Körperenthaarung hat die Zahl der Männer definitiv zugenommen, insbesondere bei Jüngeren. Am häufigsten möchten Männer die Haare auf Brust und Rücken loswerden." Keine Haare im Intimbereich zu tragen, ist ein reiner Modetrend, an anderen Körperstellen kann die Enthaarung jedoch auch gesundheitliche Vorteile mit sich bringen: "In den Achselhaaren bleibt oft Schweiß hängen, wodurch sich leichter geruchsbildende Bakterien bilden können, schlimmstenfalls kommt es zu einem Pilzbefall", sagt Schmoeckel, ergänzt aber, dass man bei einer ausreichenden Hygiene und regelmäßigen Duschen auch mit Behaarung keinen Pilzbefall zu befürchten hat.
Auch die Enthaarung in der Pofalte kommt bei Männern recht häufig vor und auch das hat medizinische Gründe: "Wenn Männer viel sitzen oder viel Sport treiben, können sich durch den Schweiß Bakterien im Analbereich bilden, was zu einer Follikulitis (Entzündung des oberen Anteils eines Haarbalgs) führen kann. Dann zahlt die Behandlung sogar die Krankenkasse, jedenfalls die private."
In Hinblick auf Lichtschutzfaktorfunktion durch Haare beteuert sie, dass auch diese nur einen geringen Schutz bieten und bei einem Sonnenbad ohnehin ein UV-Schutz in Form von Sonnencreme aufgetragen werden sollte. Die wichtigsten Funktionen besitzen ohnehin die Haare, die wir auf dem Kopf und im Gesicht tragen - und Kopfhaare, Wimpern und Augenbrauen werden wohl nicht so schnell aus der Mode geraten.
Welche Methode passt zu dir?
Die beste Haarentfernungsmethode hängt vor allem davon ab, was du willst: schnell glatte Haut, möglichst wenig Aufwand oder ein dauerhaftes Ergebnis. Dieser Überblick hilft dir dabei, die passende Option für deine Bedürfnisse und deinen Alltag zu finden.
FAQ: Haarentfernung bei Männern
Im Intimbereich ist die Haut besonders empfindlich. Deshalb ist hier eine vorsichtige Rasur mit einem scharfen, sauberen Rasierer und viel Rasierschaum oder -gel meist die beste Wahl. Alternativ kannst du spezielle Enthaarungscremes für den Intimbereich verwenden – normale Produkte sind hier zu aggressiv. Methoden wie Waxing oder Epilieren sind zwar möglich, aber oft sehr schmerzhaft und eher etwas für erfahrene Nutzer oder den Profi.
Das hängt stark von deinem Haarwuchs und der Methode ab.
- Rasur: alle 2–5 Tage
- Enthaarungscreme: etwa alle 1–2 Wochen
- Waxing/Epilieren: alle 3–4 Wochen
- Laser/IPL: in mehreren Sitzungen, danach nur noch gelegentliche Auffrischung
Wichtig ist, deiner Haut zwischen den Anwendungen genug Zeit zur Regeneration zu geben.
Nein – das ist ein Mythos. Haare wachsen nicht schneller oder dichter nach. Sie fühlen sich nur härter an, weil sie beim Rasieren stumpf abgeschnitten werden und nicht wie natürlich gewachsen weich auslaufen.
Für große Flächen wie Rücken und Brust eignen sich besonders Enthaarungscremes, Waxing oder langfristig Laser/IPL. Die Rasur ist hier zwar möglich, aber oft umständlich – vor allem am Rücken. Für schwer erreichbare Stellen lohnt sich entweder Hilfe oder direkt eine professionelle Behandlung.
Laser und IPL reduzieren den Haarwuchs langfristig sehr stark, aber "für immer" bedeutet es nicht. Nach mehreren Sitzungen wachsen deutlich weniger und feinere Haare nach, allerdings sind nach einigen Jahren meist Auffrischungen nötig. Die einzige Methode, die als wirklich dauerhaft gilt, ist die Nadelepilation.
Hier kommt es vor allem auf die richtige Vorbereitung und Pflege an:
- Haut vorher mit warmem Wasser vorbereiten
- immer eine scharfe Klinge verwenden
- in Wuchsrichtung rasieren
- danach beruhigende Pflege (z. B. Aftershave-Balsam) nutzen
Regelmäßiges Peeling kann zusätzlich helfen, eingewachsene Haare zu vermeiden.





