Bei einem der berühmtesten Köche der Welt könntest du leicht annehmen, dass Gordon Ramsays tägliche Ernährung wesentlich aufwändiger ist als deine. Die Realität ist jedoch überraschend unkompliziert. Im Gespräch mit Men's Health verriet der Koch seine einfache Ernährungsroutine, mit der er sich für sein Training stärkt – und diese unterscheidet sich erheblich von dem Essen, das ihn in seinen frühen Jahren in professionellen Küchen am Leben hielt.
Damals bedeuteten lange Schichten, dass er sich von allem ernähren musste, was ihn auf die Beine hielt. "Lucozade und Mars-Riegel gaben mir die Energie, die langen 16- oder 17-Stunden-Schichten hinter der Kochzeile durchzustehen", erzählte er Men’s Health. Heutzutage sieht sein Ansatz ganz anders aus.
Das Wichtigste zuerst: Ramsays Ernährung ist kein kompletter TagesplanGordon Ramsay nannte im Interview zwar zentrale Bausteine seiner Ernährung, aber keine Portionsgrößen und auch nicht, ob das wirklich alles ist, was er an einem Tag isst. Dadurch sind exakte Angaben zu Kalorien oder Makronährstoffen nicht möglich.
Sein Ernährungsplan sollte deshalb eher als grobe Skizze seiner Ernährungsroutine eingeordnet werden. Wer daraus eigene Ziele ableiten will, sollte den Kontext berücksichtigen: Job, Aktivitätslevel, Trainingsumfang und individuelle Bedürfnisse unterscheiden sich massiv.
Was Gordon Ramsay an einem Tag isst
Ramsay beginnt seinen Morgen mit einem Proteinshake, gefolgt von Rührei zum Mittagessen und Hähnchen oder Fisch zum Abendessen. Auch bei der Zubereitung seiner Proteinquellen hält er sich an eine Kochregel und betont, dass pochiert immer besser ist als gekocht. "Wenn man es kocht, bekommt es eine Konsistenz wie Gandhis verdammte Flip-Flops", sagt er.
Es überrascht nicht, dass dieses Menü eine ordentliche Menge an Protein enthält. Unklar bleibt allerdings, welche Beilagen (Gemüse, Reis, Kartoffeln etc.), Snacks, Getränke oder Fette (Öl, Butter) dazukommen. Ebenfalls nicht enthalten ist alles, was Ramsay im Laufe des Tages probiert – und das dürfte bei Ramsay nicht unerheblich sein.
Protein grob geschätzt: So könnten 100 Gramm pro Tag zusammenkommen
Obwohl genaue Mengen fehlen, lässt sich aus typischen Portionsgrößen eine grobe Einschätzung ableiten:
Auf dieser Basis lägen diese Bausteine grob bei 650–700 kcal und relativ wenig Kohlenhydraten. Wichtig: Das ist ausdrücklich nicht Ramsays gesamte Kalorienzufuhr – nicht eingerechnet sind Portionsabweichungen, Beilagen, Snacks, Kochfette, Getränke und Kostproben.
Warum Gordon Ramsay kleinere Mahlzeiten zu sich nimmt
Anstatt sich zu großen Mahlzeiten hinzusetzen, sagt er, dass er den ganzen Tag über kleinere Portionen bevorzugt. "Man ist doch träge, nachdem man gegessen hat, oder? Man muss auf Zack bleiben. Es ist wie bei einer Ballerina – winzige Bissen, winzige Kostproben", sagt er.
Auch wenn sich Ramsays gesamte Ernährung nicht genau in Kalorien oder Makronährstoffen beziffern lässt, ist der allgemeine Ansatz klar: regelmäßige Proteinquellen, relativ einfache Mahlzeiten und kleinere Portionen, die zu einem Tagesablauf passen, bei dem man selten lange stillsitzt.
Für einen Mann, der es versteht, Essen außerordentlich kompliziert zu gestalten, klingt sein eigenes Tagesmenü ziemlich einfach und wiederholbar – fast sogar langweilig. Und genau das trägt dazu bei, dass es funktioniert.
FAQ: Häufige Fragen zu Gordon Ramsays Ernährungsroutine
Das hängt von Körpergewicht, Trainingsziel und Gesamtenergiebedarf ab. Ramsays grob geschätzte 100 Gramm beziehen sich nur auf die genannten Basislebensmittel, nicht auf seinen ganzen Tag. Für Krafttraining werden in der Praxis häufig proteinreichere Zielbereiche (ca. 1,4 bis 2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag) genutzt- Der eigene Proteinbedarf sollte hier individuell eringeordnet werden.
Ein Shake kann eine einfache Möglichkeit sein, Proteine schnell aufzunehmen – besonders, wenn morgens wenig Zeit ist. Er ersetzt aber nicht automatisch eine ausgewogene Ernährung. Entscheidend ist die Gesamtproteinmenge über den Tag und die Gesamtkalorienbilanz.
Nicht grundsätzlich. Manche Menschen kommen mit drei größeren Mahlzeiten besser zurecht, andere mit mehreren kleinen. Ramsays Argument ist vor allem alltagspraktisch: weniger "Food-Koma", besserer Fokus im stressigen Job.
Ja. Rührei passt bereits, und Hähnchen/Fisch lassen sich durch Tofu, Tempeh, Seitan, Hülsenfrüchte oder vegetarische Proteinquellen ersetzen. Dann sollte man gezielt auf ausreichende Proteinmengen achten.





