Wer in der Rückenschläfer-Position schläft, gilt als selbstbewusst und aufgeschlossen. Lizardflms / Shutterstock.com

Die beste Schlafposition

Schlafposition Das verrät deine Lage im Bett über dich und deine Gesundheit

Welche Auswirkung welche Schlafposition auf deine Gesundheit hat, woran du die für dich optimale erkennst und was deine Lage im Bett über deinen Charakter aussagt

Auf dem Rücken, seitlich, oder doch zusammengerollt wie ein Baby? Über deine Schlafposition machst du dir wahrscheinlich kaum Gedanken. Denn meist spüren wir ganz automatisch, welche Lage sich im Bett einfach richtig anfühlt. Doch die meisten Menschen haben eine ganz bestimmte Lieblings-Schlafposition – und sie ist kein Zufall: Deine bevorzugte Haltung beim Schlummern sagt einiges über deinen Gesundheitszustand und angeblich auch über deinen Charakter aus.

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Was sagt die Schlafposition über meine Gesundheit aus?

Wenn du schon seit Jahren immer wieder die gleiche Schlafposition einnimmst, wirst du mit hoher Wahrscheinlich auch für den Rest deines Lebens immer wieder in dieser Lage schlummern wollen. Doch leider ist nicht jede Haltung im Bett auch gut für dich – egal wie gemütlich sie auch sein mag. Studien legen nahe, dass einige Schlafpositionen deine Gesundheit negativ beeinflussen können (das sind die gefährlichsten Folgen von Schlafmangel) – oder umgekehrt auch auf bestehende Gesundheitsprobleme hinweisen.

    • Seitenschläfer schlafen links gesünder als rechts. Wenn du gerne auf der Seite schläfst, solltest du vielleicht mal darauf achten, ob du dich eher nach links oder rechts drehst. Denn einer im Journal of Clinical Gastroenterology veröffentlichten Studie zufolge könntest du an Magenproblemen leiden, wenn du auf der rechten Seite schläfst. Denn dabei kann Magensäure besonders leicht in die Speiseröhre zurückfließen – und der Magen drückt gleichzeitig auf die Bauchspeicheldrüse und erschwert ihr somit die Arbeit. Die Folgen: Rechtsschläfer leiden doppelt so häufig an Sodbrennen und Verdauungsproblemen wie Linksschläfer. Deshalb lohnt sich ein Wechsel auf die linke Seite für eine gesunde, geregelte Verdauung. Die Forscher betonen zudem in der Studie, dass Linksschläfer seltener Herzprobleme haben. Denn: Deine Hauptschlagader ist in dieser Lage nach links gebogen, wodurch dein Blut besser nach oben gepumpt werden kann.
    • Fötuslage belastet die Bandscheibe und Atmung. Während die Seitenlage auf der linken Seite gesund ist, gilt die Fötuslage nicht als optimale Position. Deine Wirbelsäule ist dabei recht stark gekrümmt, was wiederum die Regeneration der Bandscheiben erschwert, informiert die Krankenkasse IKK. Je weiter du außerdem die Knie anziehst, desto mehr wird dein Brustkorb eingeengt. Dadurch ist die Zwerchfellatmung nur eingeschränkt möglich ist.
    • Rückenlage begünstigt Atemaussetzer. Der Rückenlage wird nachgesagt, dass sie besonders schonend für Rücken, Schultern und Kopf ist. Doch diese Schlafposition ist nicht die ideale Wahl für deine Gesundheit, weil sie oft zu Atemaussetzern führt – und dein Körper somit sekundenlang nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann, informiert die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in ihrer Zeitschrift "Neue Apotheken Illustrierte". Die sogenannte Schlafapnoe erhöht wiederum das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle. Außerdem könntest du deinen Partner an manchen Nächten ziemlich verärgern: Denn in der Rückenlage schnarchen viele Menschen. Darum sollten Paare in getrennten Betten schlafen. Als Rückenschläfer solltest du auch auf Symptome einer Schlafapnoe achten: Wachst du regelmäßig mit Kopfschmerzen und einem trocknen Rachen auf und bist nach dem Aufstehen noch längere Zeit schläfrig, könnte das auf nächtliche Atemaussetzer hinweisen.
    • Bauchlage kann auf Rückenprobleme hindeuten. Auf dem Bauch werden die Bandscheiben entlastet und die natürliche Krümmung der Wirbelsäule unterstützt. Wenn du Rückenprobleme hast, könntest du dich also ganz unbewusst für diese Haltung entschieden haben, um Schmerzen beim Schlafen zu vermeiden. Das sind die besten Übungen bei Rückenschmerzen. Hast du allerdings Schmerzen im Halswirbelbereich, ist die Bauchlage keine gute Wahl für dich. Denn dabei verdrehst du laut der Techniker Krankenkasse deinen Kopf so stark, dass deine Halswirbelsäule strapaziert wird.

Was ist die optimale Schlafposition?

Natürlich kommt es beim Schlafen auch und vor allem auf Komfort an – und wenn du dich in eine bestimmte Schlafposition zwingen musst, ist das eher kontraproduktiv. Doch beim Schlafen ist es so wie beim Sitzen: Nicht alles, was sich gut anfühlt, ist auch gut für dich. Wer Probleme mit der Halswirbelsäule hat, sollte etwa auf die Bauchlage verzichten. Und wenn du dich über die Jahre zum chronischen Schnarcher entwickelt hast, solltest du besser mal von der Rückenlage abweichen und eine andere Position ausprobieren. Die Seitenlage ist hingegen für die meisten Menschen ideal – zumindest, wenn man sich nach links dreht.

Doch die Schlafposition zu wechseln, ist gar nicht so leicht. Einerseits gelingt es vielen nicht so gut, plötzlich in einer fremden Position einzuschlafen. Und andererseits können wir die Lage auch nur bedingt beeinflussen. Denn wir bewegen uns im Schlaf ganz unbewusst um die 25-mal und wechseln dabei die Position. Das ist jedoch auch gut so: Schlafforschern zufolge ist es am gesündesten, wenn man im Schlaf häufig die Position wechselt. Einer dänischen Studie zufolge machen wir das im Schnitt ohnehin1,6-mal pro Stunde.

Welche Kissen helfen in welcher Schlafposition?

Egal, ob du auf der Seite, dem Bauch oder Rücken liegst: Bei jeder Schlafposition kannst du etwas nachhelfen, damit du morgens frisch und ohne Beschwerden aufwachen kannst.

  • Du bevorzugst die Seitenlage? Dann eignet sich ein schmales, etwa 40 Zentimeter langes und 80 Zentimeter breites Seitenschläfer-Kopfkissen.
  • Bauchschläfer sollten auf ein noch schmaleres Bauchschläfer-Kissen setzen von ungefähr 6 Zentimeter Höhe setzen.
  • In der Rückenlage eignen sich Nackenstützkissen: Sie stabilisieren den Nacken und der Kopf liegt so, dass die Wirbelsäule nicht überstreckt wird. Wenn du Verletzungen oder Beschwerden im Schulter-, Nacken- oder Rückenbereich hast, solltest du Rücksprache mit einem Orthopäden halten. Er wird dir spezielle Kissen empfehlen, die es verhindern, dass du dich im Schlaf auf eine bestimmte Seite drehst, die Schmerzen verursacht oder den Heilungsprozess aufhält.

Was verrät meine Schlafposition über meinen Charakter?

Charaktereigenschaften allein von der Lieblingsposition beim Schlafen abzulesen, klingt vielleicht erst mal etwas weithergeholt. Doch der US-amerikanische Psychologe und Autor Samuel Dunkell hat sich diesem Thema intensiv gewidmet und ein Buch darüber geschrieben. In "Körpersprache im Schlaf: Schlafhaltungen und ihre Bedeutung" hat Dunkell schon vor vielen Jahren erkannt, dass die meisten Menschen im Alter von sieben Jahren zu einer bestimmten Schlafposition tendieren – und sie für den Rest ihres Lebens behalten. An vier Basis-Schlafpositionen kannst du demnach gewisse Charakterzüge ablesen:

  1. Seitenlage steht für Spontanität und Spaß. Die beliebteste Schlafposition soll auf eine spontane, flexible Persönlichkeit schließen lassen. Dunkell ordnet diese Lage vor allem ausgeglichenen Menschen zu. Zudem sind Seitenschläfer oft offen für Neues – und probieren vieles im Leben aus. Wer auf der Seite schläft, ist außerdem für so gut wie jeden Spaß zu haben. Die Schlafposition steht auch für einen gesunden Menschenverstand und guten Selbstschutz.
  2. Fötuslage: Nach außen hin taff, aber insgeheim schüchtern. Diese seitliche Schlafposition erinnert an die Haltung eines Embryos im Mutterleib: Die Knie sind angezogen, die Arme verschränkt (oder um ein Kissen geklammert), der Kopf gesenkt und der Rücken eingekugelt. Dunkell zufolge ist die Lage ist ein Hinweis darauf, dass der Mensch besonders zurückhaltend oder schüchtern ist – sich das aber gerade nicht anmerken lassen möchte. Daher wirkt er auf andere taff, um seine eigentliche Verletzlichkeit zu überschatten. Wer diese Schlafhaltung bevorzugt, gilt außerdem als kreativ und emotional. Zudem schlafen viele Familienmenschen in der Fötuslage – denn sie brauchen Halt in ihrem Leben, den sie häufig in ihrer Familie finden.
  3. Selbstbewusste Menschen schlafen häufig in der Rückenlage. Nicht umsonst wird diese Haltung auch "königliche Rückenlage" genannt: Wer gerne in dieser Position schläft, ist laut Dunkell tendenziell selbstbewusst und aufgeschlossen. Sie fühlen sich zudem oft unangreifbar – sind aber gleichzeitig nicht selten auch egoistischer als andere Menschen. Die Rückenlage ist oft auch ein Indiz dafür, dass es sich um ein Einzelkind oder Nesthäkchen handelt.
  4. Bauchlage von Perfektionisten bevorzugt. Dunkell schreibt Bauschläfern perfektionistische Charaktereigenschaften zu: Sie sind häufig ordentlich, ehrgeizig, pünktlich und gar leicht pedantisch. Außerdem zeichnen sie sich oft durch eine gewisse Dominanz aus: Wer auf dem Bauch schläft, gibt anderen gerne den Takt vor und mag es nicht, wenn andere sich in ihre Angelegenheiten einmischen.

Fazit: Deine Schlafposition sagt mehr über dich aus als du denkst

Wahrscheinlich hast du dich noch nicht (häufig) gefragt, was deine Lieblings-Schlafposition zu bedeuten hat. Doch wie sich herausstellt, ist die Lage im Schlaf keine Zufallswahl – sondern möglicherweise abhängig von gewissen Charakterzügen oder gesundheitlichen Problemen. Auch wenn du deine Lieblingsposition schon längst gefunden hast und nur ungern auf sie verzichten möchtest, solltest du mal genauer überprüfen, ob sie dir auch guttut. Je nach deiner bevorzugten Haltung lohnt es sich außerdem, in ein Kissen zu investieren, das für deine Schlafposition geeignet ist.

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