Hot Pot wird in China traditionell im Winter gegessen David MG / Shutterstock.com

Hot Pot So gesund und lecker ist der asiatische Hot Pot

Es muss nicht immer nur Raclette oder Käsefondue in der Weihnachtszeit sein. Der asiatische Hot Pot ist ein echter Trend, den du unbedingt mal ausprobieren solltest

Langsam aber sicher beginnt die Jahreszeit, in der es draußen kalt, nass und ungemütlich wird. Dafür wird es drinnen umso gemütlicher und warme Getränke und Speisen helfen uns über den kalten Winter hinweg. Der Hot Pot, auch Feuertopf genannt, ist das perfekte chinesisches Gericht, das dir die trübe Jahreszeit verschärft.

Was ist ein Hot Pot?

Der chinesische Feuertopf wird in China vor allem im Winter zubereitet. Es ist wie ein Fondue mit kräftiger Brühe, das heißt du kannst alles reinschmeißen, was dir schmeckt. Von Fleisch bis hin zu Fisch und jeder Menge Gemüsesorten. Die Lebensmittel werden in der Brühe gekocht und können für den gewissen Kick am Ende noch in würzige Süßen getunkt werden. Dafür stellt man den Topf einfach auf eine transportable Herdplatte in die Mitte des Tischs. Drumherum drapierst du die Zutaten zum Garen. So kann jeder das nehmen, worauf er Appetit hat.

Typischerweise ist ein Hot Pot in der Mitte geteilt, sodass du zwei unterschiedliche Brühen aufsetzen kannst. Während eine Brühe sehr scharf ist, darf die andere gerne eine mildere Brühe sein. So ist für jeden das Passende dabei.

Das Schönste am Hot Pot: Es ist ein sehr geselliges Essen, das vor allem mit mehreren Familienmitgliedern oder Freunden Spaß macht – perfekt fürs Weihnachtsessen oder einen ausgelassenen Silvesterabend.

Was schmeckt zum Feuertopf?

  • Garnelen
  • Surimi
  • Hauchdünn geschnittenes Lammfleisch
  • Rindfleisch, Hühnerfleisch in Scheiben geschnitten
  • Kartoffeln
  • Viele Pilzsorten (Champignons, Shiitake, Kräuterseitlinge, Enoki)
  • Akkawi (halbfester Käse, der vor allem in asiatischen Ländern verwendet wird)
  • Tofu
  • Pak Choi
  • Chinakohl
  • Romana-Salat
  • Lotuswurzel
  • Frühlingszwiebeln
  • Glasnudeln
  • In China beliebt sind zudem Garnelen- und Fischbällchen

Was macht den chinesischen Hot Pot gesund?

Liest du dir die Zutaten oben durch, die klassischerweise für den Feuertopf verwendet werden, wundert es nicht, dass der Hot Pot zu den gesunden Gerichten gehört. Immerhin werden fast nur frische Lebensmittel und ganz viel Gemüse verwendet. Doch auch mageres Fleisch wie Lamm, Huhn und Rind kommen zum Einsatz, das enthält nicht nur viel Eiweiß, sondern auch wichtige Mikronährstoffe wie Eisen und Vitamin B12.

Rezept für die Brühe

Die Zutaten, die in der Brühe gegart werden können, stehen bereits auf deinem Einkaufszettel. Jetzt geht es an die Zubereitung der Brühe, die zwar einige Zutaten benötigt, im Grunde aber ganz fix und einfach fertig ist. Für die scharfe, sowie für die milde Brühe, brauchst du jeweils zirka 750 ml Brühe (am besten Rinderbrühe, es geht aber auch Gemüsebrühe), die du mit weiteren Gewürzen verfeinerst. Die meisten Gewürze findest du in fast allen Supermärkten, bei einigen lohnt sich jedoch ein Blick in spezielle Asia-Läden. Ansonsten gibt es viele Zutaten auch online zu bestellen.

Möchtest du es dir einfacher machen, kannst du auch eine fertige Basis kaufen, die du nur noch mit Wasser vermengen musst – mehr benötigst du nicht für deine Brühe. Die Basis gibt es ebenso in der scharfen und in der milden Variante. Oder du bestellst beide Varianten gleichzeitig.

Rezept für die helle Brühe

Die milde oder auch helle Brühe ist im Handumdrehen fertig. Du benötigst lediglich folgende Zutaten:

Zutaten für die helle Brühe:

  • kleines Stück Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Shiitake-Pilze
  • 2 Datteln
  • zirka 15 Goji-Beeren
  • zirka 750 ml Brühe

Zubereitung der hellen Brühe:

  1. Alle Zutaten in eine Seite des Topfes geben.
  2. Mit zirka 500-750 ml Rinderbrühe aufgießen und zum Kochen bringen. Fertig!

Rezept für die scharfe Brühe

Die Zubereitung der scharfen Brühe ist ein wenig aufwendiger als die der milden Brühe – die Mühe lohnt sich jedoch allemal. Du musst zunächst eine Paste herstellen, die du anschließend mit der Brühe vermischt. So entsteht das intensive, scharfe und würzige Aroma der scharfen Brühe.

Zutaten für die scharfe Brühe:

  • Eine Handvoll getrockneter Chilis (kann je nach Geschmack auch mehr oder weniger sein)
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 kleines Stück Ingwer (zirka 3 Zentimeter)
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 2 Zimtstangen
  • 5 Sternanis
  • 2 Muskatnuss
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1/2 Handvoll Fenchelsamen
  • 5 Gewürznelken
  • zirka 20 Koriandersamen
  • 3 kleine Stücke getrocknete Mandarinenschalen
  • 20 g Zucker
  • eine kleine Schale bunter Pfeffer
  • 3-4 EL Chilibohnenpaste
  • 150 Gramm Schmalz

Zubereitung der scharfen Brühe:

  1. Die Chilis in eine Schüssel geben, mit heißem Wasser aufgießen und zirka 2 Stunde einweichen lassen, so lassen sie sich später leichter zerkleinern. Ingwer schälen und in drei gleich große Stücke schneiden. Frühlingszwiebel halbieren.
  2. Schmalz in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen. Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebel kurz anbraten und wieder rausnehmen.
  3. Chilibohnenpaste mit den Chili zum Schmalz geben und 15 Minuten braten. Die Gewürze (Zimt, Muskatnuss, Lorbeerblätter, Fenchelsamen, Nelken, Koriandersamen, Mandarinenschalen) hinzugeben und weitere 15 Minuten braten.
  4. Pfefferkörner sowie Zucker und chinesischen Kochwein hinzugeben und alles 10 Minuten braten.
  5. Die fertige Paste für die Brühe in den Hot Pot geben, mit zirka 750 ml Brühe aufgießen und aufkochen. Fertig!

Es muss nicht immer nur Gans mit Rotkohl und Klößen oder Kartoffelsalat mit Würstchen sein. Wie wäre es mal mit einem etwas anderen Weihnachts- oder Silvesteressen? Der Hot Pot schmeckt nicht nur würzig lecker, er ist gleichzeitig schnell vorzubereiten und bringt alle deine Freunde und Familie an einen Tisch.

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