Leg Press richtig machen: Kraft und Definition für Beine & Po

Beinpresse
Leg Press richtig machen: Kraft und Definition für Beine und Po

Übungen von A–Z
ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.01.2026
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Beinpresse - Übung
Foto: gettyimages/Sjale

Die Leg Press Übung bietet eine sichere Alternative zur Kniebeuge und lässt sich perfekt an jedes Fitnesslevel anpassen.

Summary

  • Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Profis
  • MET-Wert: 4–6
  • Hauptregion: Beine
  • Equipment: Maschine

Was ist Leg Press und warum ist die Beinpresse so effektiv?

Die Beinpresse – im Fitness-Studio meist als Leg Press bezeichnet – ist eine geführte Beinübung an der Maschine, bei der du mit den Beinen ein Gewicht nach vorne oder oben drückst. Anders als bei freien Kniebeugen gibt dir die Beinpresse durch die Rückenlehne und den stabilen Bewegungsablauf mehr Sicherheit und schont die Wirbelsäule.

Sie gilt als eine der besten Übungen für kräftige Beine und einen straffen Po, weil du hohe Gewichte an der Beinpresse bewegen kannst, ohne die Balance zu verlieren. Das macht sie perfekt, um gezielt Muskelmasse in den Oberschenkeln, im Gesäß und in den Waden aufzubauen.

Ein weiterer Vorteil: Die Beinpresse-Fußstellung lässt sich variieren. Breiter Stand, enger Stand oder höher auf der Platte, jede Position setzt einen anderen Trainingsreiz. So kannst du gezielt den Po, die Oberschenkelvorderseite (Quadrizeps) oder die Rückseite (Hamstrings) betonen.

Warum ist die Beinpresse so effektiv?

  • Du kannst hohe Lasten sicher bewegen und so den Muskelaufbau maximieren.
  • Die geführte Bewegung reduziert das Verletzungsrisiko im Vergleich zu freien Kniebeugen.
  • Die Beinpresse ist perfekt für Progressive Overload, weil sich das Gewicht leicht steigern lässt.
  • Sie eignet sich auch für einbeinige Beinpresse-Varianten, um Dysbalancen auszugleichen.

Mit der Beinpresse kannst du in kurzer Zeit beeindruckende Ergebnisse erzielen. Sie ist nicht nur ein Klassiker für den Muskelaufbau, sondern auch ideal, wenn du deine Beine gezielt formen oder deine Grundkraft steigern möchtest. Durch die geführte Bewegung ist die Verletzungsgefahr gering, was sie besonders für Einsteiger attraktiv macht. Gleichzeitig bietet sie durch hohes Zusatzgewicht auch für Profis echte Herausforderungen.

Diese Muskeln werden bei der Beinpresse beansprucht

Gymvisual

Die Beinpresse aktiviert gleich mehrere große Muskelgruppen. Hauptakteure sind die Oberschenkelmuskeln, doch auch der Po und die Waden leisten wichtige Arbeit.

  • Quadrizeps (Oberschenkelvorderseite): Hauptzielmuskel, verantwortlich für das Strecken des Beins.
  • Gluteus (Gesäßmuskulatur): Besonders bei hoher oder breiter Fußstellung aktiv.
  • Hamstrings (Oberschenkelrückseite): Unterstützen die Bewegung, wenn die Füße hoch positioniert sind.
  • Waden (Gastrocnemius und Soleus): Stabilisieren die Beinbewegung und arbeiten bei jeder Wiederholung mit.
  • Adduktoren: Werden bei breitem Stand stärker beansprucht.

MET-Wert und Kalorienverbrauch

Die Beinpresse ist eine kraftbetonte Übung mit moderatem Kalorienverbrauch. Der MET-Wert liegt bei 4–6, je nach Intensität und Gewicht.

  • Moderate Belastung (leichtes Gewicht): 50–70 kcal pro 10 Minuten
  • Hohe Belastung (schweres Gewicht, kurze Pausen): bis zu 100 kcal pro 10 Minuten

Dank der großen Muskelgruppen profitierst du zudem von einem Nachbrenneffekt, der den Energieverbrauch nach dem Training erhöht.

Funktionale Vorteile der Beinpresse im Alltag

Diese Übung bringt dir jede Menge Vorteile für den Alltag. Starke Beine erleichtern dir das Treppensteigen, das Heben schwerer Lasten und geben dir mehr Stabilität in allen Bewegungen. Ob du Einkäufe trägst, lange gehst oder sportliche Aktivitäten ausübst – kräftige Oberschenkel und ein aktiver Po sorgen für mehr Power und weniger Verletzungsrisiko.

Durch die bewusste Ausführung an der Beinpresse wird deine Beinmuskulatur gleichmäßig gestärkt. Gleichzeitig unterstützt ein stabiler Core, der bei der Übung mitarbeitet, deine Haltung und entlastet den Rücken.

Besonders praktisch: Du kannst mit gezielter Fußstellung nicht nur Kraft aufbauen, sondern auch die Muskelbalance verbessern, was dich im Alltag beweglicher und sicherer macht.

  • Gezielter Muskelaufbau: Hohe Lasten sorgen für sichtbare Fortschritte in Oberschenkeln und Po.
  • Sichere Ausführung: Stabilität durch Rückenlehne und Führungsschienen.
  • Variable Intensität: Von leichtem Warm-up bis hin zum schweren Krafttraining ist alles mö
  • Vielfältige Fußstellungen: Je nach Position trainierst du gezielt Vorder- oder Rückseite der Beine.
  • Option für einseitiges Training: Die einbeinige Beinpresse gleicht Dysbalancen aus.

Nachteile der Beinpresse

Die Beinpresse ist zwar sicherer als freie Kniebeugen, birgt aber bei falscher Technik erhebliche Risiken.

Häufige Fehler sind ein zu enger oder zu weiter Fußstand, was Knie und Hüftgelenke übermäßig belastet.

Wird das Gewicht zu tief abgesenkt, rundet sich der Rücken, wodurch ein hoher Druck auf die Lendenwirbelsäule entsteht.

Auch das komplette Durchdrücken der Knie am Bewegungsende kann zu Gelenküberlastungen führen.

Menschen mit Rücken- oder Knieproblemen sollten die Bewegung nur in einem kontrollierten, schmerzfreien Bewegungsradius ausführen und die Position der Sitzlehne sorgfältig anpassen.

Beinpresse: Die richtige Ausführung

Eine saubere Technik ist bei der Beinpresse entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden und den vollen Trainingseffekt zu erzielen.

Wichtig zu beachten

  • Stelle sicher, dass dein Rücken und Po fest an der Lehne anliegen.
  • Starte mit einem Gewicht, das du kontrolliert bewegen kannst. Technik geht immer vor hohen Gewichten.
  • Drücke die Plattform langsam nach oben, bis deine Beine fast gestreckt sind, ohne die Knie komplett durchzudrücken.
  • Achte darauf, dass dein unterer Rücken nicht von der Lehne abhebt, um die Lendenwirbelsäule zu schützen. Halte den Bewegungsablauf fließend, ohne Schwung.
  • Atme beim Herablassen ein und beim Hochdrücken aus.

Dos und Don’ts

Bevor du mit schweren Beinpresse-Gewichten startest, lies dir diese Punkte durch:

Die häufigsten Fehler und deren Lösung

Einer der größten Fehler ist das komplette Durchstrecken der Knie, was die Gelenke überlasten kann. Ebenso kritisch: der Rücken löst sich von der Lehne, was zu einer starken Belastung der Lendenwirbelsäule führt.

Auch eine falsche Fußstellung kann den Effekt mindern oder die Knie belasten. Wenn die Füße zu tief stehen, erhöht sich der Druck auf die Knie. Bei zu hoher Position wird der Bewegungsradius kleiner und der Trainingseffekt reduziert. Ein weiteres Problem ist das Verwenden von zu viel Gewicht, bevor die Technik sitzt. Viele lassen sich von hohen Zahlen beeindrucken und riskieren damit ihre Form und Gesundheit.

Wer diese Fehler vermeidet, holt das Maximum aus der Beinpresse raus, sicher und effektiv.

Checkliste für Anfänger

Damit du die Beinpresse richtig machst und Verletzungen vermeidest, solltest du auf folgende Punkte achten:

  • Rücken und Gesäß liegen fest an der Lehne, kein Hohlkreuz.
  • Füße flach auf der Plattform, Fersen bleiben immer am Gerät.
  • Knie nie komplett durchstrecken, um Gelenke zu schützen.
  • Bewegung langsam und bewusst, kein Abfedern.
  • Atmung beachten: Ausatmen beim Hochdrücken, Einatmen beim Absenken.
  • Gewicht an dein Level anpassen, lieber leichter starten und steigern.

Varianten der Leg Press für Muskelaufbau

Das Training an der Beinpresse bietet dir viele Möglichkeiten, unterschiedliche Muskeln in den Beinen gezielt zu aktivieren. Durch Variationen in der Fußstellung oder die Ausführung als einbeinige Beinpresse kannst du den Trainingsfokus verändern und dein Workout noch effektiver machen:

  • Klassische Beinpresse: Füße schulterbreit, gleichmäßige Belastung auf Quadrizeps, Po und Beinbeuger.
  • Hohe Fußstellung: Schiebt den Fokus stärker auf den Po und die hintere Oberschenkelmuskulatur.
  • Tiefe Fußstellung: Beansprucht vor allem den Quadrizeps und sorgt für straffe Vorderseiten der Oberschenkel.
  • Breite Fußstellung: Mehr Belastung auf die Adduktoren (Innenschenkel).
  • Schmale Fußstellung: Trainiert vor allem den äußeren Quadrizeps und stabilisiert die Knie.
  • Einbeinige Beinpresse: Perfekt für mehr Gleichgewicht, Ausgleich von Muskelungleichheiten und zusätzliche Core-Aktivierung.
  • Beinpresse mit hohem Gewicht: Für maximalen Muskelaufbau, allerdings nur für Fortgeschrittene und mit perfekter Ausführung.

Tipp: Variiere regelmäßig deine Fußstellung an der Beinpresse, um alle Muskelgruppen gleichmäßig zu trainieren und Plateaus zu vermeiden.

Übungen für zu Hause

Du hast keine Beinpresse-Maschine zur Verfügung? Mit ein paar cleveren Alternativen kannst du die wichtigsten Beinpresse-Muskelgruppen auch ohne Gerät trainieren. Hier ein paar effektive Varianten:

  • Bulgarian Split Squats: Stelle ein Bein auf eine Erhöhung und beuge das vordere Knie – beansprucht Quadrizeps und Po ähnlich wie die Beinpresse.
  • Step-ups: Mit Kurzhanteln oder Körpergewicht auf eine Bank steigen, ideal für Quadrizeps, Po und Core.
  • Wall Sit (Wandsitzen): Perfekt für isometrische Spannung wie bei der Beinpresse. Einfach an die Wand lehnen und Beine im 90-Grad-Winkel halten.
  • Einbeinige Hip Thrusts: Für einen starken Po und Core, besonders als Alternative zu hohen Fußstellungen bei der Beinpresse.

Progressionsweg für die Beinpresse

Beinpressen-Training lässt sich perfekt an dein Fitnesslevel anpassen. Egal, ob du gerade erst anfängst oder schon schwere Beinpresse-Gewichte bewältigst: Mit diesem Progressionsweg steigerst du dich kontrolliert:

Level 1 Beginner (Technik und Kontrolle)Starte mit leichtem Gewicht und perfektioniere die Ausführung. Achte auf einen stabilen Rücken, gleichmäßige Bewegung und saubere Atmung. Erst wenn du 3 Sätze à 12–15 Wiederholungen problemlos schaffst, geh zum nächsten Level.

Level 2 Intermediate (Muskelaufbau und Variation)Erhöhe das Gewicht moderat und integriere Variationen wie hohe Fußstellung für mehr Po-Belastung oder schmale Fußstellung, um den äußeren Quadrizeps zu betonen. Führe 8–12 Wiederholungen pro Satz aus und achte weiterhin auf perfekte Form.

Level 3 Advanced (Maximalkraft und Intensität)Jetzt geht es um hohe Gewichte und progressive Überlastung. Führe die Beinpresse einbeinig aus, um die Stabilität zu verbessern, oder arbeite mit Drop-Sets für maximale Intensität. Weniger Wiederholungen (6–8), dafür hohes Gewicht – nur wenn die Technik 100 Prozent sitzt!

FAQ: Häufige Fragen zur Beinpresse

Fazit