An heißen Sommertagen läuft dein Körper auf Hochtouren. Er versucht ständig, überschüssige Wärme über die Haut abzugeben und verbraucht dabei viel Flüssigkeit und Mineralstoffe. Deshalb spielt nicht nur ausreichend Trinken eine wichtige Rolle – auch die Wahl der richtigen Lebensmittel kann dazu beitragen, dass du dich trotz Hitze wohler fühlst und dein Kreislauf stabil bleibt.
Darum spielt die Ernährung bei Hitze eine größere Rolle, als viele denken
Schwere, fettige Mahlzeiten verlangen deinem Körper einiges an Verdauungsarbeit ab und können das Hitzegefühl zusätzlich verstärken. Leichte, wasserreiche Lebensmittel belasten den Organismus dagegen deutlich weniger und helfen dabei, den Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen. Gleichzeitig liefern sie wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Elektrolyte, die du durch das Schwitzen vermehrt verlierst.
Infobox: Sind eiskalte Getränke bei Hitze wirklich sinnvoll?Es scheint zwar plausibel, dass kalte Getränke den Körper runterkühlen – es ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Dein Körper hat eine Normaltemperatur zwischen 36,3 bis 37,4 Grad Celsius. Nimmst du ein kaltes Getränk zu dir, muss dein Körper die Flüssigkeit zunächst auf Körpertemperatur bringen, bevor sie ins Blut gelangt. Das bedeutet jedoch jede Menge Arbeit für deinen Körper. Dein Körper produziert eigene Wärme und gelangt dadurch noch mehr ins Schwitzen. Lauwarme Getränke sind hingegen am einfachsten zu verdauen, wodurch keine zusätzliche Wärme entsteht.
Übrigens: Kalt duschen heizt den Körper genauso auf. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, wodurch weniger Wärme über die Haut abgegeben wird. Die Hitze bleibt somit im Körper. Besser ist ein lauwarmes Abduschen – die Gefäße weiten sich und die Wärme kann besser entweichen.
Diese 6 Lebensmittel tun deinem Körper an heißen Tagen besonders gut
Bei Sommerhitze lohnt es sich, auf Lebensmittel zu setzen, die viel Wasser enthalten, leicht verdaulich sind und gleichzeitig wichtige Nährstoffe liefern. Sie ersetzen zwar kein ausreichendes Trinken, können deinen Körper aber optimal unterstützen.
1. Gurke erfrischt und versorgt dich mit Wasser
Gurke kühlt nicht nur, sie enthält gleichzeitig kaum Energie, lediglich 12 Kalorien pro 100 Gramm. Da eine Gurke zudem zu 95 Prozent aus Wasser besteht, füllt sie deinen Wasserspeicher zusätzlich auf. Und gerade im Sommer ist dein Flüssigkeitsbedarf an Wasser besonders hoch.
Wie wäre es zum Beispiel mit einem leckeren Gurken-Salat mit etwas Zwiebel, Essig, Öl, Salz Pfeffer und etwas Dill? Der Salat ist im Handumdrehen fertig und eignet sich perfekt als Vorspeise oder als Snack zwischendurch.
2. Zitrusfrüchte sorgen für Frische
Zitrone verwendest du nur während der Erkältungszeit? Höchste Zeit, das zu ändern. Zitrusfrüchte enthalten nicht nur viel Wasser, sie wirken gleichzeitig erfrischend und belebend. Du kannst sie pressen und mit Wasser mischen, oder – falls dir das zu sauer ist – in Scheiben schneiden und in einen großen Wasserkrug hinzugeben. Das Wasser ist dadurch weniger sauer, sorgt aber trotzdem für einen Frische-Effekt.
3. Ananas liefert Bromelain und viele Vitamine

Ananas kühlt nicht nur, sie fördert sogar die Fettverbrennung
Ananas kühlt, ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und hilft durch das enthaltene Enzym Bromelain gleichzeitig auch noch der Fettverbrennung auf die Sprünge. Außerdem verbessert Bromelain die Aufnahme von Eiweiß.
4. Joghurt und andere fermentierte Milchprodukte
Gesäuerte Milchprodukte wie Joghurt, aber auch Quark, Buttermilch und Kefir wirken an heißen Sommertagen wie Medizin. In Indien wird zur Abkühlung der Lassi getrunken, ein Getränk aus Joghurt mit Mineralwasser oder Milch. Kein Wunder, denn Milchprodukte wirken kühlend.
5. Tomaten liefern Wasser und Antioxidantien

Tomaten bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und versorgen den Körper an heißen Tagen mit Flüssigkeit und Antioxidantien.
Nicht nur die kühlenden Eigenschaften machen Tomaten zum perfekten Sommer-Snack, das Fruchtgemüse enthält gleichzeitig viel Wasser. Außerdem liefern sie eine Menge Antioxidantien, die deine Zellen vor schädlichen Einflüssen schützen, auch vor gefährlichen UV-Strahlen – auf die Sonnencreme solltest du dennoch nicht verzichten. Tomaten passen gut in einen Salat, lassen sich aber auch pur snacken.
6. Wassermelone ist eine kalorienarme Erfrischung
Wassermelone sollte im Sommer regelmäßig auf deinem Speiseplan stehen. Sie enthält mit 38 Kalorien pro 100 Gramm nicht nur wenig Energie, sie kühlt zudem besonders gut von innen heraus und kann so Schweißausbrüche verhindern. Du musst sie übrigens nicht zwangsweise pur essen – Melone lässt sich auch ganz schnell und einfach in einen gesunden und proteinreichen Salat verwandeln. Alles, was du dafür brauchst, ist klein geschnittene Melone und Feta, grüne Oliven, sowie hochwertiges Olivenöl und Salz und Pfeffer. Alles vermengen, schon ist deine Abkühlung verzehrfertig.
So kommst du an heißen Tagen noch besser durch den Sommer
Neben der richtigen Ernährung helfen auch einige einfache Gewohnheiten dabei, hohe Temperaturen besser zu verkraften. Iss lieber mehrere kleine Mahlzeiten statt großer Portionen, trinke regelmäßig über den Tag verteilt und bevorzuge leicht verdauliche Speisen. Alkohol und sehr zuckerreiche Getränke belasten den Kreislauf zusätzlich. Wenn möglich, solltest du körperlich anstrengende Aktivitäten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
FAQ: Häufige Fragen zur Ernährung bei Hitze
Sehr fettige, stark gewürzte oder besonders schwere Mahlzeiten können den Körper zusätzlich belasten und das Hitzegefühl verstärken.
Wasser, Mineralwasser, ungesüßte Kräutertees oder mit Obst aromatisiertes Wasser sind ideal, um den Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten.
In vielen warmen Ländern gehören scharfe Gerichte zur traditionellen Küche. Schärfe regt das Schwitzen an, wodurch der Körper anschließend Wärme über die Haut abgeben kann. Ob das angenehm ist, ist allerdings individuell unterschiedlich.
Nein. Gurken, Melonen oder Tomaten unterstützen zwar die Flüssigkeitsaufnahme, ersetzen aber nicht das regelmäßige Trinken.
Als Orientierung gelten etwa 1,5 bis 2 Liter täglich. Bei großer Hitze oder sportlicher Aktivität kann der Bedarf jedoch deutlich höher liegen.





