Wenn du an ästhetische Oberarme denkst, kommt dir vermutlich sofort der Bizeps in den Sinn. Aber wusstest du, dass der Trizeps rund zwei Drittel der Armdicke ausmacht? Genau hier kommt die French Press ins Spiel.
Summary
- Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene bis Profis
- MET-Wert: 3–4
- Hauptregion: Trizeps
- Equipment/Hilfsmittel: SZ-Stange oder Kurzhantel
Was ist French Press und warum ist Stirndrücken so effektiv?
Die French Press Übung ist mehr als nur eine Armübung, sie ist ein strategischer Muskelaufbau-Booster. Die Übung isoliert den Trizeps so präzise wie kaum eine andere. Ob mit SZ-Stange, Langhantel oder Kurzhanteln, sie ist ein absolutes Must-have für alle, die Kraft, Ästhetik und Performance wollen.
Im Gegensatz zu Grundübungen wie Bankdrücken, bei denen mehrere Muskelgruppen arbeiten, zwingt dich das Stirndrücken dazu, den Fokus auf den Trizeps zu legen. Das bedeutet: maximale Spannung, maximale Hypertrophie, maximaler Pump.
Der Trizeps ist nicht nur für die Armdicke entscheidend, sondern auch für deine Druckkraft in allen Push-Übungen. Ob Military Press, Bankdrücken oder Dips, ein starker Trizeps bedeutet mehr Gewicht, bessere Stabilität und geringeres Verletzungsrisiko.
Und noch besser: Die Übung lässt sich in jedes Trainingsprogramm integrieren, egal ob im Fitness-Studio oder zu Hause.
Die Benefits der French Press sind nicht nur optisch sichtbar, sondern wirken sich direkt auf deine Kraftleistung und Körperhaltung aus:
- Massiver Trizeps-Aufbau: Die Übung zielt auf alle 3 Köpfe des Trizeps, was für maximale Entwicklung sorgt.
- Mehr Power beim Drücken: Stärkerer Trizeps bedeutet besser bei Bankdrücken, Dips und Überkopfpressen.
- Symmetrische Armästhetik: Definierte Arme, die in T-Shirts und Hemden auffallen.
- Gelenkschutz: Starker Trizeps stabilisiert den Ellenbogen und schützt vor Überlastung.
Diese Muskeln werden beansprucht

Beanspruchte Muskeln bei der French Press.
Die French Press ist eine Isolationsübung, aber sie aktiviert auch sekundäre Muskeln für Stabilität:
- Trizeps brachii (alle 3 Köpfe): Der Hauptmuskel der Übung, verantwortlich für die Streckung des Ellenbogens.
- Anconeus: Der kleine Unterstützer des Trizeps.
- Core-Muskulatur: Hält den Oberkörper stabil, vor allem bei schweren Gewichten.
- Unterarmmuskulatur: Arbeitet mit, um die Stange oder Hanteln zu fixieren.
Diese gezielte Beanspruchung sorgt dafür, dass die French Press unverzichtbar für den maximalen Armumfang ist.
MET-Wert und Kalorienverbrauch
Die French Press liegt bei einem MET-Wert von etwa 3–4. Das klingt zunächst nicht hoch, aber der Kalorienverbrauch bei Isolationsübungen ist naturgemäß geringer als bei Ganzkörperübungen. Ein 80-kg-Mann verbrennt bei moderatem Tempo etwa 25–40 kcal pro 10 Minuten.
Extra-Tipp: Willst du mehr verbrennen? Kombiniere die French Press in einem Superset mit Liegestützen oder Dips. So erhöhst du den Stoffwechsel und holst mehr raus.
Funktionale Alltagsvorteile: Das bringt dir die Übung für den Trizeps
Warum lohnt sich die French Press auch dann, wenn du nicht auf der Bühne stehst oder ein Selfie im Gym machst? Ganz einfach: Ein starker Trizeps ist ein Schlüsselmuskel für funktionelle Kraft. Ob du eine schwere Kiste in den Schrank drückst oder im Alltag schwere Einkäufe schultern musst, dein Trizeps ist immer dabei.
Doch damit nicht genug: Ein gut trainierter Trizeps ist nicht nur Kraft pur, sondern auch ein Schutzschild für deine Ellenbogen. Gerade Männer, die viel Bankdrücken, Überkopfdrücken oder körperlich arbeiten, profitieren enorm. Warum? Weil der Trizeps das Ellenbogengelenk stabilisiert und Überlastung vorbeugt. Ein starker Trizeps reduziert das Risiko von Schmerzen, Sehnenreizungen oder Verletzungen, die dich wochenlang ausbremsen können.
Kurz gesagt: Die French Press ist keine Eitelkeitsübung, sie ist Performance-Training für Alltag, Job und Sport.
Nachteile und Risiken der French Press
Die French Press ist eine der effektivsten Übungen für den Trizeps, birgt aber ein höheres Verletzungsrisiko, wenn Technik und Beweglichkeit nicht stimmen.
Ein typischer Fehler ist das Absenken der Hantel zu weit hinter den Kopf, was zu übermäßiger Dehnung im Ellenbogengelenk und in der Schulter führen kann. Bei zu hohem Gewicht droht zudem eine Überlastung der Sehnenansätze, insbesondere des Ursprungs der Trizepssehnen.
Auch mangelnde Kontrolle in der Negativbewegung oder ein zu enger Griff führen oft zu Schmerzen im Ellenbogen oder Unterarm. Männer mit empfindlichen Gelenken sollten daher moderat trainieren, auf gleichmäßige Bewegung achten und Schwung vermeiden.
Zusätzlich kann die Überkopfposition bei eingeschränkter Schulterbeweglichkeit problematisch sein. Wer zu Verspannungen im Nacken oder oberen Rücken neigt, sollte auf Alternativen wie Trizepsdrücken am Kabelzug oder Kickbacks ausweichen, um denselben Muskel gezielter und gelenkschonender zu trainieren.
Die richtige Ausführung
Die French Press sieht simpel aus, aber es gibt einige Feinheiten, die den Unterschied zwischen Muskelaufbau und Ellenbogenschmerzen machen.
Wichtig zu beachten
- Senke die Stange langsam Richtung Stirn oder leicht hinter den Kopf. Ellenbogen bleiben eng am Kopf – nicht nach außen klappen lassen!
- Spüre die maximale Dehnung im Trizeps, bevor du explosiv, aber kontrolliert nach oben drückst.
- Einatmen beim Absenken, ausatmen beim Hochdrücken.
Dauer und Wiederholungen:
- Anfänger: 3 Sätze à 12–15 Wdh. mit leichtem Gewicht
- Fortgeschrittene: 4–5 Sätze à 8-12 Wdh. mit moderatem Gewicht
- Profis: Dropsätze oder Supersätze für maximalen Pump
Dos & Don’ts
Dos:
- Enge Ellenbogenführung, um den Trizeps maximal zu treffen
- Volle Dehnung in der unteren Position für maximalen Stretch
- Ruhiger, kontrollierter Bewegungsablauf, kein Schwung
Don’ts:
- Kein Schwung aus den Schultern, sonst geht der Reiz verloren
- Kein zu schweres Gewicht – Überlastung killt den Fortschritt
- Keine halben Wiederholungen, jede Rep zählt nur, wenn sie sauber ist
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Die häufigsten Fehler und deren Lösung
Viele trainieren die French Press, aber nur wenige machen sie wirklich richtig. Typische Fehler sehen wir immer wieder:
Zu schweres Gewicht: Das Ego ist der größte Feind im Gym. Wer zu früh zu viel lädt, opfert die Technik. Das führt zu Überlastung der Ellenbogensehnen und bringt null Fortschritt.
Ellenbogen wandern nach außen: Sobald die Arme nicht mehr eng geführt werden, übernimmt die Schulter. Ergebnis: weniger Trizeps, mehr Risiko.
Keine volle Dehnung: Wenn du nur halbe Wiederholungen machst, verschenkst du den wichtigsten Wachstumsreiz: den Stretch.
Tipp: Trainiere vor einem Spiegel oder filme dich. So erkennst du Technikfehler und kannst sofort nachbessern. Und wenn du Schmerzen spürst? Sofort rausnehmen und Ursachencheck.
Checkliste für Anfänger
Die French Press ist effektiv, aber auch anspruchsvoll. Viele unterschätzen, wie sensibel Ellenbogen und Trizepssehnen reagieren. Damit du sicher und stark startest, halte dich an diese Grundregeln:
- Starte mit leichtem Gewicht. Saubere Technik ist wichtiger als das Ego auf der Langhantel. Gerade am Anfang gilt: Qualität schlägt Quantitä Dein Fokus liegt darauf, die volle Bewegung sauber zu kontrollieren.
- Halte deine Ellenbogen stabil, sie dürfen nicht nach außen kippen, sonst verlierst du Spannung und riskierst Verletzungen. Stell dir vor, du klemmst deine Ellenbogen an die Rippen, auch wenn sie über dem Kopf sind.
- Senke das Gewicht langsam und kontrolliert ab. Der Dehnungsreiz in der unteren Position ist entscheidend für Muskelwachstum. Kein Abfälschen, keinen Schwung aus den Schultern holen.
- Und das Wichtigste: Schmerz ist ein Warnsignal. Wenn du ein Ziehen im Ellenbogen spürst, brich die Übung ab und finde die Ursache. Kein Muskelaufbau der Welt ist eine Sehnenentzündung wert.
French Press Varianten
Die Übung Stirndrücken ist unglaublich vielseitig. Du kannst sie in unterschiedlichen Winkeln, mit verschiedenen Tools und in jeder Trainingsphase einsetzen. Das macht sie perfekt, um den Trizeps aus allen Winkeln zu bearbeiten. Hier die besten Varianten:
- SZ-Stange (der Klassiker): Gelenkschonend, perfekt für schwere Gewichte und progressive Überlastung.
- Kurzhanteln: Mehr Bewegungsfreiheit und natürliche Armführung, ideal für alle, die Handgelenksprobleme vermeiden wollen.
- Kabelzug: Konstante Spannung über den gesamten Bewegungsradius, ideal für einen pumporientierten Satz am Ende des Trainings.
- Einarmige French Press: Top für Symmetrie, Korrektur von Dysbalancen und gezielte Arbeit an Schwachstellen.
- Overhead Extension im Sitzen: Bringt maximalen Stretch in den langen Trizepskopf, perfekt für mehr Volumen.
Kombiniere 2 Varianten in einer Einheit, z. B. schwere SZ-Stange auf der Bank für Kraft und danach ein Pump-orientierter Satz am Kabelzug. So nutzt du mechanische und metabolische Reize optimal.
Progressionsweg mit Tipps
Der Einstieg in die French Press muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist, dass du dich kontinuierlich steigerst, ohne deine Ellenbogen zu ruinieren. Hier ist ein smarter Weg, wie du von solider Technik zu massiver Trizepskraft kommst:
Level 1 – Technik und Gefühl entwickeln
Starte im Sitzen mit Kurzhanteln. So hast du volle Bewegungsfreiheit und kannst die Ellenbogenposition besser kontrollieren. Dein Ziel: 3 Sätze mit 12–15 Wiederholungen, leichtes Gewicht, absolut saubere Ausführung. Konzentriere dich auf die Dehnung in der unteren Position.
Level 2 – Mehr Kontrolle und erste Laststeigerung
Wechsle auf die SZ-Stange auf der Flachbank. Warum? Weil du hier stabiler liegst und mehr Gewicht bewegen kannst. Halte die Ellenbogen eng und senke die Stange hinter den Kopf für maximalen Stretch. Jetzt: 3×10–12 Wdh.
Level 3 – Intensität erhöhen
Du fühlst dich sicher? Dann erhöhe das Gewicht moderat und arbeite mit kontrollierten Wiederholungen. Zusätzlich kannst du einen langsamen Negativteil einbauen (z. B. 3 Sekunden ablassen). So erhöhst du den Hypertrophie-Reiz, ohne die Ellenbogen zu überlasten.
Level 4 – Einarmige Varianten und Supersätze
Jetzt wird’s spannend: Baue einarmige French Press mit Kurzhanteln ein, um Dysbalancen auszugleichen. Oder kombiniere die Übung in Supersätzen mit Dips oder Push-ups für maximalen Pump.
Level 5 – Profi-Modus: Drop-Sätze und Kabel
Wenn du alles gemeistert hast, packst du Drop-Sätze oder Kabelzüge rein. Das bringt konstante Spannung, volle Dehnung und den besten Pump, den du je hattest.
Tipp: Erhöhe das Gewicht nur, wenn du die Technik perfekt beherrschst. Qualität vor Quantität –immer.
FAQ: French Press für Männer
Hauptsächlich den Trizeps, vor allem den langen Kopf. Sekundär sind Unterarme und Core involviert.
1–2 Mal pro Woche reichen, wenn du zusätzlich Grundübungen wie Bankdrücken machst.
Beides top. Die SZ-Stange ist schonender für die Handgelenke, Kurzhanteln geben dir mehr Bewegungsfreiheit.
Ja – Kurzhanteln oder sogar eine Wasserflasche tun es am Anfang.
Nur bei falscher Technik oder zu hohem Gewicht. Saubere Ausführung = sicher.
Etwa 25–40 kcal pro 10 Minuten, der Fokus liegt hier auf Muskelaufbau, nicht auf Fatburn.












