Gut durch die Corona-Krise kommen
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Noch fürchten viele Deutsche die möglichen Nebenwirkungen eine Imfpung gegen Coronaviren. arda savasciogullari / Shutterstock.com

Impfung gegen Corona: Vor- und Nachteile

Corona-Impfung Das musst du über die Impfung gegen Covid-19 wissen

Gesund durch die Corona-Krise Die Corona-Impfungen haben begonnen. Welche Risiken und Chancen eine Impfung für dich birgt, und ob du geimpft bald wieder Party machen kannst, erfährst du hier

(Dieser Artikel wurde am 19.03.2021 akutalisiert.)

Normalerweise dauert es Jahre, bis ein Impfstoff entwickelt und zugelassen wird. Mit Impfstoffen gegen Covid-19 begannen Forscher jedoch erst im Februar 2020 – und am 21.12.2020 bereits wurde der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer in Deutschland zugelassen, ein zweiter von dem US-Unternehmen Moderna am 6. Januar 2021 und ein dritter, der des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca, am 29. Januar diesen Jahres. Am 27. Dezember 2020 starteten die ersten Massenimpfungen. Und jetzt, am 11. März 2021, wurde auch ein Impfstoff von Johnson & Johnson in Europa zugelassen.

In England hatte der Impfstoff von Biontech sogar bereits vor uns das Go. Da gesellen sich zu der Hoffnung, dass die Corona-Pandemie bald ein Ende haben könnte, die Fragen, wie sicher die Impfstoffe sind, wann man selbst geimpft werden kann und ob man danach mit anderen Geimpften endlich wieder Party machen darf. Wir haben die Antworten.

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Warum hatten die Briten früher als wir eine Impfstoff-Zulassung?

Per Notfallgenehmigung haben die Engländer den Impfstoff von Biontech gegen Corona bereits Mitte Dezember zugelassen. Eine solche Eilzulassung ist in den EU-Staaten rechtlich nicht möglich, da laut der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA (European Medicines Agency) keine der drei für eine Zulassung notwendigen Prüfphasen übersprungen werden darf. Da Großbritannien nicht mehr zur EU gehört, konnte dort ein Sonderweg beschritten werden.

Ist ein so schnell entwickelter Corona-Impfstoff sicher?

Nicht wenige Deutsche fürchten, dass ein so schnell entwickelter und zugelassener Impfstoff starke Nebenwirkungen bedeute und womöglich Krankheiten bis hin zu Genmutationen auslösen könne. Dazu stellt die Bundesregierung auf ihrer Website klar, dass bei den Corona-Impfstoffen die gleichen Qualitätsstandards gelten wie bei anderen Impfstoffentwicklungen.

Dass es bei Corona-Impfstoffen so schnell zur Zulassung gekommen ist, liegt daran, dass viel Geld investiert wurde, man bereits auf einiges Know-How zurückgreifen konnte und die Studien ohne Zeitverzögerungen zum Teil parallel und im großen Stil durchgeführt wurden, erklärt Prof. Dr. Marylyn Addo, Leiterin der Infektologie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das in Deutschland die Prozesse der Prüfung und Bewertung von Impfstoffen überwacht, bestätigt in einer Stellungnahme, dass nur Impfstoffe eine Zulassung erhalten, deren Nutzen eindeutig die Risiken überwiegen. Zudem werde jeder Impfstoff auch nach der Zulassung weiter streng kontrolliert und bewertet, um seltene Nebenwirkungen zu erfassen. So sind bei den Impfungen in England bei zwei hochgradigen Allergikern starke Nebenwirkungen beobachtet worden, deshalb wird Menschen mit starken Allergien erst einmal von einer Impfung abgeraten. Darum ist Laufen in der Corona-Krise so wichtig.

Welche Prüfphasen müssen die Impfstoff-Kandidaten durchlaufen?

Zunächst wird ein Impfstoff an Tieren erprobt, danach wird er an freiwilligen Probanden in drei Phasen getestet:

  • Phase I: Dabei wird der Impfstoff an maximal 100 gesunden Menschen auf seine Dosis, Verträglichkeit und Immunabwehrreaktion erprobt.
  • Phase II: Dosis, Verträglichkeit und Immunabwehrreaktion werden an einer größeren Anzahl von Freiwilligen getestet.
  • Phase III: Jetzt erproben mehrere tausend bis mehrere zehntausend Menschen den Impfstoff. Im Alltag soll sich zeigen, ob der Impfstoff wirklich vor einer Infektion schützt, sprich: eine Immunreaktion ausbildet, sicher ist und welche seltenen Nebenwirkungen möglich sind.

Im Falle der Impfstoff-Kandidaten gegen Coronaviren wurden die klinischen Ergebnisse jeder Phase von Anfang an gleich an die EMA in Amsterdam übermittelt und dort sofort bearbeitet. Normalerweise müssen dafür erst alle für einen Zulassungsantrag notwendigen Daten vorhanden sein. "Rolling-Review" wird dieses parallele Verfahren genannt. Es hat viel Zeit gespart und dazu beigetragen, dass eine schnellstmögliche "bedingte Zulassung" erfolgen konnte.

Was bedeutet "bedingte Zulassung"?

Natürlich sind bei einer so schnellen Zulassung Aussagen über mögliche Langzeitfolgen kaum möglich. Deshalb hat die EMA die Möglichkeit, eine "bedingte" Zulassung für zunächst ein Jahr zu erteilen, wenn der Nutzen einer sofortigen Verfügbarkeit das Risiko, das von weniger als normalerweise erforderlichen Daten ausgeht, überwiegt. So gefährlich kann eine Infektion mit Corona-Viren auch für junge Menschen werden.

Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?

Ausschließen kann man Nebenwirkungen, wie auch bei anderen Impfungen, nicht, so die Informationen der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts (RKI). Zu erwarten sind leichte Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle. Seltener sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, die aber kein Grund zur Beunruhigung sein sollten. Im Gegenteil: Diese Nebenwirkungen zeigen an, dass sich dein Körper mit dem Impfstoff aktiv auseinandersetzt und einen wirksamen Schutz gegen den Erreger aufbaut, so Medizinerin Addo.

Über 70.000 Probanden haben an den klinischen Vergleichsstudien der beiden Impfstoffkandidaten von Biontech und Moderna teilgenommen. Sprecher des Mainzer Unternehmens Biontech meldeten, dass etwa 3,8 % ihrer Probanden über Müdigkeit und 2 % Kopfschmerzen berichteten, die allerdings schnell wieder verschwunden seien. Laut dem US-Impfstoffhersteller Moderna klagten die Probanden über Abgeschlagenheit (9,7 %), Muskelschmerzen (8,9 %), Gelenkschmerzen (5,2 %) und Kopfweh (4,5%).

Mit AstraZeneca-Vakzinen Geimpfte berichteten von ähnlichen Nebenwirkungen, vom allem Kopfschmerzen wurden häufiger genannt. Da es zu einer auffälligen Häufung von Thrombosefällen (Gefäßverschluss) im Zusammenhang mit dem Impfstoff von AstraZeneca gekommen ist, haben einige Länder und auch Deutschland die Impfungen mit diesem Impfstoff vorübergehend ausgesetzt. Die erneute Überprüfung durch die EMA ergab jedoch, dass der Nutzen der Impfung weit größer ist als das Risiko (Stand 19.3.2021)

Aber wie bei jeder Impfung und jedem medizinischen Eingriff gilt auch hier: 100-prozentige Sicherheit gibt es nie. Ein Restriskio bleibt immer, als einer unter Hunderttausenden eine schwere Nebenwirkung zu entwickeln.

Und wie sieht es mit Langzeit-Impfschäden aus?

Natürlich sind die noch nicht 100-Prozent absehbar. Verunsicherung bereitet vielen Menschen, dass die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna auf mRNA-Basis arbeiten, das Verfahren gilt als noch recht neu. Aber so ganz neu sind sie auch nicht. Seit 2013 wird mit dem Impfstoff experimentiert und er bereits an Menschen getestet, zum Beispiel im Kampf gegen Grippe, das Zika-Fieber oder Tollwut. Diese gefährlichen Langzeitfolgen kann eine Corona-Infektion haben.

Wie funktioniert ein mRNA-Impfstoff?

mRNA steht für "messenger (dt. Boten) Ribonukleinsäuren". RNA ist, vereinfacht gesagt, ein Moleküle, das in den Zellen genetische Informationen in Proteine umsetzt. Es gibt verschiedene RNA-Typen, die spezielle Boten-RNA fungiert in deinem Körper als Informationsüberträger.

Bei der Impfung mit einem künstlich hergestellten mRNA-Molekül wird der Bauplan für die Oberflächenproteine von SARS CoV2 in abgeschwächter Form in den Muskel und damit in Körperzellen eingeschleust. Dort wird der Bauplan des Coronavirus "gelesen". Auf diese Weise wird der Körper mit dem neuen Protein in einer abgeschwächten Version vertraut gemacht. Da unser Immunsystem es jedoch als fremd erkennt, entwickelt es eine Immunantwort in Form von Antikörpern und T-Zellen, die für das immunologische Gedächtnis zuständig sind. Diese schützen uns, wenn wir später mit dem echten Erreger in Kontakt kommen.

Wie funktioniert der Vector-Impfstoff?

Bei den Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson handelt es sich dagegen um Vektor-Impfstoffe. Das sind Impfstoffe, die mit Hilfe eines Trägervirus funktionieren. Der Impfstoff besteht also aus einem harmlosen Virus, im Fall von AstraZeneca einem für Menschen harmlosen Erkältungsvirus von Schimpansen, bei dem von Johnson & Johnson um das humane Adenovirus 26.

Dort hinein wird ein kleiner Teil des Erbguts (DNA), der Bauplan für die Eiweiße auf der Oberfläche des Coronavirus, eingebaut und so in den Körper transportiert. Die Körperzellen nehmen die Vektoren auf, lösen eine Reihe von Prozessen aus und stellen für eine kurze Zeit Spike-Proteine des Coronavirus her, die sich an der Oberfläche des Coronavirus befinden. Wichtig: Das sind keine Coronaviren. Das Immunsystem wird so angeregt, Antikörper und T-Zellen gegen das Corona-Protein zu bilden. Kommen geimpfte Personen zu einem späteren Zeitpunkt mit Coronaviren in Kontakt, sind diese dem Immunsystem bereits bekannt. Die trainierten Abwehrkräfte können sie schnell erkennen und zügig gezielt bekämpfen.

Wie bei den Impfstoffen von Biontech und Moderna sind bei AstraZeneca 2 Impfungen zur vollständigen Immunisierung notwendig, bei dem Vakzin von Johnson & Johnson reicht eine Spritze aus.

Warum war der AstraZeneca-Impfstoff so umstritten?

Eine Problem bei dem Impfstoff von AstraZeneca anfangs war, dass in den Studien nicht ausreichend Menschen über 65 Jahren einbezogen worden waren. Deshalb wurde er in Deutschland erst nur für unter 65-Jährige zugelassen. Inzwischen haben Studien nachgewiesen, dass er sehr gut für ältere Menschen verträglich ist. Auch in Großbritannien, wo der AstraZeneca-Impfstoff seit Dezember 2020 genauso für alte wie für junge Menschen eingesetzt wird, wurden keine vermehrten Nebenwirkungen bei den älteren Geimpften verzeichnet.

Das zweite Problem war ein statistisches. In den Zulassungen wurde bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna ein 95prozentigen Schutz vor Covid-19 angegeben, beim AstraZeneca-Impfstoff "nur" ein Wert von 60 bis 70 Prozent. Das Missverständnis: 60 Prozent Wirksamkeit bedeutet nicht, dass 40 Prozent krank werden. Sondern, davon ausgehend, dass in einer Gruppe von 100 ungeimpften Menschen 10 erkranken würden, mit Impfung nur noch 4 erkranken, also 60 Prozent von zehn. Im Vergleich dazu würden in einer Gruppe mit Biontech-Geimpften nur noch 0,5 erkranken.

Was noch wichtiger ist: Selbst wenn man trotz Impfung erkranken sollte, so können, klinischen Studien nach, bei allen drei Impfstoffen gleichwertig schwere Covid-19-Erkrankungen verhindert werden, so die Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) in einer Stellungnahme.

Akutell ist das AstraZeneca-Vakzin in die Schlagzeilen geraten, nachdem in Dänemark Anfang März ein Todesfall durch Gefäßverschluss (Thrombose) nach einer Impfung gemeldet worden war. Nachdem Länder wie Dänemark, Österreich und Norwegen die Impfungen ausgestzt haben, verimpfte auch Deutschland AstraZeneca vorrübergehend nicht mehr. Deutsche Experten bezweifeln einen Zusammenhang. RKi-Chef Lothar Wieler betont in einer Pressekonferenz vom 12. März, dass der Impfstoff vorab gut untersucht worden sei und nicht nur eine Notfall- , sondern eine reguläre Zulassung hat.

Wie gefährlich kann der Impfstoff für mich werden?

Die meisten, die dem mRNA-Impfstoff skeptisch gegenüber stehen, fürchten, dass künstliche mRNA könne das Erbgut verändern. Dem widerspricht PEI-Präsident Klaus Cichutek: Es gebe eine klare Datenlage zu RNA-Impfstoffen, nach der diese das Erbgut von Menschen nicht verändern könnten. Das sei schon deshalb nicht möglich, da die bei der Impfung applizierten Bestandteile des Coronavirus aufgrund der unterschiedlichen chemischen Strukturen von RNA und dem Erbgut (DNA) eine Integration unmöglich mache.

Da die mRNA-Moleküle instabil sind und schnell abgebaut werden, wird zudem die Wahrscheinlichkeit als gering eingeschätzt, dass fehlgeleitete Moleküle anderswo im Körper Schaden anrichten könnten. Die kurze Haltbarkeit der mRNA-Moleküle ist übrigens auch der Grund, warum die Impfung mit dem Biontech-Impfstoff nach etwa 3 Wochen wiederholt werden muss.

Muss ich mich impfen lassen?

Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Gesundheitsminister Jens Spahn haben versichert, dass es keine allgemeine Impfpflicht geben wird.

Wann werde ich gegen Covid-19 geimpft?

Wenn du jung und gesund bist, und nicht in einem medizinischen oder pädagogischen Beruf arbeitest, wirst du dich gedulden müssen. "Die Zulassung eines Impfstoffs heißt noch nicht, dass dieser sofort für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen wird", schreibt die Bundesregierung auf ihrer Homepage, "Er muss noch in ausreichender Menge produziert und verteilt werden. Daher muss anfangs priorisiert werden, welche Gruppen sich zuerst impfen lassen können."

Die Bundesregierung veröffentlichte am eine detaillierte Priorisierung der Impffolge. Danach werden zuerst geimpft:

  • die über 80-Jährigen
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere und pfegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Ansteckungsrisiko
  • Beschäftige in medizinischen Einrichtungen, die Kontakt zu Menschen mit hohem Risiko haben

Auch danach werden vor allem erst einmal Ältere, Kranke und Menschen in systemrelevanten Berufen geimpft. Die akutelle, genaue Priorisierungen findest du hier. So schützt du dich vor dem Corona-Virus

Wo kann ich geimpft werden?

Deutschlandweit wurden Impfzentren eingerichtet, z.B. in Messehallen, genauere Informationen für dein Bundesland findest du hier. Zudem wird es mobile Impfteams für zum Beispiel stationäre Einrichtungen geben. Es ist geplant, dass bald auch in Apotheken und bei Hausärzten geimpft werden kann.

Wie kann ich mich oder Angehörige selbst zur Impfung anmelden?

Dabei herrscht noch einige Unklarheit und auch Uneinheitlichkeit von Bundesland zu Bundesland. Am einfachsten ist es für Heimbewohner und ihr Pflegepersonal, sie werden von mobilen Impfteams ohne Eigeninitative besucht. Wenn du dich oder Angehörige, die in der Prioritätliste ganz oben stehen, anmelden möchtest, kannst du das unter der Telefonnummer 116117 oder unter www.impfterminservice.de tun, allerdings steht der Service noch nicht für alle Bundesländer zur Verfügung und auch bei der Hotline musst du dich auf lange Wartezeiten einrichten. Auch sollen Impfberechtigte angeschrieben werden.

Wer trägt die Kosten der Impfung?

Du wirst nichts zahlen müssen. Die Kosten für die Coronaimpfung trägt der Bund, die Kosten für den Betrieb der Impfzentren übernehmen die Länder gemeinsam mit den Krankenkassen.

Werde ich nach der Corona-Impfung wieder Party machen können?

Nein, bis dahin wird es wohl mindestens Herbst 2021 werden. Denn es soll keine 2-Klassengesellschaft geben: Die Geimpften mit einem Freifahrtschein für Massenveranstaltungen und die Nichtgeimpften nicht. Erst wenn von einer allgemeinen Herdenimmunität ausgegangen werden kann, sollen Maßnahmen wie z.B. auch die Maskenpflicht für alle gelockert werden. Dieser Erfahrungsbericht zeigt, welche Folgen Covid-19 für Sportler haben kann.

Beendet die Zulassung von Impfstoffen die Corona-Pandemie?

Sicher ist das nicht, und ganz sicher nicht so bald. Erst einmal muss genügend Impfstoff produziert werden – das wird bis mindestes Ende 2021, wahrscheinlich sogar länger dauern. Es wird also noch viel Zeit vergehen, bis genügend Menschen geimpft sind, so dass eine so genannte Herdenimmunität entsteht. Dafür müssten mindestens 67 Prozent der Bevölkerung mit einem 100 Prozent wirksamen Impfschutz geimpft worden sein. Die aktuellen Impfstoff-Kandidaten beziffern ihre erwartbare Impf-Erfolgsbilanz mit etwa 95 bzw. 70 Prozent. Und dann müssen sich überhaupt genug Menschen impfen lassen: Die Bereitschaft dazu liegt in Deutschland schwankt bei um die 50 Prozent.

Zudem ist die Lagerung der Impfstoffe nicht einfach. So müssen die meisten Impfstoffe sehr kühl gelagert werden, einige bei bis zu minus 80 Grad. Das stellt die Logistik und auch die Impfzentren vor große Herausforderungen.

Auch ist noch nicht klar, wie lange die Immunität anhält, und ob Geimpfte noch Coronaviren verbreiten können, auch wenn sie selber nicht erkranken.

Ob der Impfstoff auch gegen die neuesten Mutationen des Coronavirus' wirkt, wird zwar bisher angenommen, muss sich aber erst noch in der Realtiät beweise. So schützt du dich vor den Corona-Mutationen.

Wir dürfen mit dem Start der Impfungen also nicht erwarten, dass die Pandemie und die damit verbundenen Schutzvorkehrungen schnell vorbei sind. Eine Corona-Impfung ist noch kein Allheilmittel. Dennoch: Wenn erst mal mehr Menschen als nur die Risikogruppen und das medizinische Personal geimpft sind, ist ein großer Schritt getan, um schwere Krankheitsverläufe zu minimieren, die Verbreitung einzudämmen und den Alltag hoffentlich langsam wieder in die alte Normalität zu führen.

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