Der schwierigste Teil beim Abnehmen ist selten das Training an sich, sondern damit anzufangen. Der Gedanke an Verzicht, neue Routinen oder die Angst, wieder zu scheitern, lähmt viele schon, bevor sie loslegen. Die gute Nachricht: Du musst nicht perfekt starten. Du musst nur starten.
Mit der richtigen Strategie, realistischen Erwartungen und einem Plan, der zu dir passt, kannst du 2026 zu deinem Jahr machen, und zwar Schritt für Schritt, statt All-in oder Crash-Diät. Und genau dabei hilft dir dieser Guide.
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Motivation und Mindset: Warum willst du wirklich abnehmen?
Bevor du Kalorien zählst oder Sportklamotten kaufst, solltest du eine Frage klären: Warum möchtest du abnehmen? Weil andere etwas erwarten? Oder weil du dich verändern willst? Langanhaltender Erfolg beginnt im Kopf. Du musst selbst an den Punkt kommen, an dem du sagst: "Ich tue das für mich. Für mein Wohlbefinden, meine Gesundheit, meine Energie."
Deine Motivation kann dabei ganz unterschiedlich aussehen – fitter für die Kids werden, besser schlafen, weniger Schmerzen, sich wohler fühlen oder endlich wieder Lieblingsjeans tragen. Wichtig ist nur: Sie muss von dir kommen.
Ziele und Planung: Realistisch bleiben – und trotzdem groß denken
Ein häufiger Fehler: zu schnelle, unrealistische Ziele. Klar, 5 Kilo in einer Woche klingen verlockend – aber das funktioniert nicht nachhaltig.
Realistisch (und gesund) sind:
- 0,5 bis 1 Kilo pro Woche
- mehr in den ersten 1 bis 2 Wochen möglich (Wasserverlust)
- weniger bei niedrigerem Ausgangsgewicht
Erfolg ist nie linear. Es gibt Plateaus, Schwankungen, gute und schlechte Tage. Entscheidend ist, dass du langfristig dranbleibst.
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Ernährung umstellen statt Diätstress
Crash-Diäten funktionieren nie langfristig, denn sie bedeuten zu wenig Kalorien, zu hohen Druck, zu viel Verzicht. Danach folgt der Jo-Jo-Effekt zwangsläufig. Die viel bessere Strategie: eine echte Ernährungsumstellung. Das bedeutet nicht "nie wieder Pizza". Es bedeutet:
- mehr Eiweiß
- mehr Gemüse
- weniger Zucker und Weißmehl
- gute Fette statt fettarm um jeden Preis
- langsame, schrittweise Umstellung statt "alles auf einmal"
So entsteht eine Ernährung, die du wirklich langfristig durchhalten kannst.
Du willst gleich loslegen? Dann wartet hier bereits der effektivste Abnehm-Weg auf dich: ein individueller Ernährungsplan, passend zu deinem Abnehmziel und deiner Ernährungsweise.
Das richtige Kaloriendefizit – aber clever geplant
Abnehmen funktioniert nur mit einem Defizit. ABER: Wie groß dieses Defizit ist, entscheidet über Erfolg oder Frust.
Empfehlung:
- Moderates Defizit: 200–300 kcal/Tag: Ideal für nachhaltigen Fettverlust.
- Maximal: 500 kcal/Tag: Mehr erhöht Risiko für Muskelabbau und Hungerattacken
Wie hoch dein Gesamtkalorienbedarf pro Tag ist, kannst du mit einem Klick auf unserem Kalorienrechner berechnen lassen. Der optimale Kalorienbedarf zum Abnehmen liegt ungefähr in der Mitte zwischen deinem Grundumsatz und deinem Gesamtkalorienbedarf – aber niemals unterhalb deines Grundumsatzes!
Welche Ernährungsweise passt zu dir?

Low Carb, Keto, High Protein, Intervallfasten – alles kann funktionieren. Aber nicht alles passt zu jedem.
Entscheidend ist:
- Kannst du es im Alltag durchhalten?
- Fühlst du dich damit gut?
- Bist du ausreichend versorgt (Protein, Vitamine etc.)?
- Passt es zu deinem Training?
Denk weniger in "Diäten", mehr in Prinzipien:
Viel Eiweiß + Gemüse + komplexe Carbs + gute Fette = ausgewogene Ernährung.
Starte bedacht und nicht mit Vollgas
Der Klassiker beim Abnehmen: Neues Jahr, neue Motivation, und plötzlich soll alles auf einmal anders laufen. Du nimmst dir vor, ab morgen täglich zu trainieren, nur noch frisch zu kochen, drei Liter Wasser zu trinken, keinen Alkohol mehr anzurühren und natürlich auf Zucker zu verzichten. Klingt diszipliniert, ist in der Praxis aber fast immer eine sichere Überforderung.
Viel sinnvoller ist es, deinen Einstieg bewusst klein zu halten. Nimm dir für den Start eine einzige Gewohnheit vor, die realistisch in deinen Alltag passt. Zum Beispiel jeden Tag 30 Minuten spazieren gehen, Softdrinks streichen und durch Wasser oder Schorle ersetzen oder abends statt Lieferservice eine eiweißreiche Mahlzeit kochen. Wenn das nach zwei bis drei Wochen selbstverständlich geworden ist, setzt du den nächsten Baustein obendrauf. So wächst dein neues Verhalten schrittweise und du vermeidest die typische Alles-oder-nichts-Falle.
Kurz gesagt: Starte lieber smart als heroisch. Nicht der perfekte Plan bringt dich ans Ziel, sondern der, den du auch an stressigen Tagen durchziehen kannst.
Schlaf, Stress und Erholung: Nicht nur die Ernährung zählt
Viele konzentrieren sich beim Abnehmen nur auf Kalorien und Training. Sie übersehen dabei, wie stark Schlaf und Stresslevel ihre Ergebnisse sabotieren können. Wenn du dauerhaft zu wenig schläfst, verschiebt sich dein Hormonhaushalt: Hungerhormone wie Ghrelin steigen, Sättigungshormone wie Leptin sinken. Die Folgen sind mehr Heißhunger, mehr Lust auf Süßes und Fettiges, weniger Kontrolle. Gleichzeitig ist dein Körper unter Schlafmangel stärker gestresst, der Cortisolspiegel steigt und das macht das Abnehmen zusätzlich schwerer.
Mindestens genauso wichtig: Erholung. Wenn du versuchst, ein Kaloriendefizit, viel Training, schlechten Schlaf und hohen Jobstress gleichzeitig zu managen, fährst du langfristig gegen die Wand. Plane bewusst Pausen ein: trainingsfreie Tage, abendliche Handy-Auszeiten, kurze Spaziergänge ohne Podcast, einfach mal durchatmen. Auch aktive Regeneration – lockeres Mobility-Training, Dehnen, Sauna oder eine entspannte Runde Radfahren – hilft deinem Körper, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Wenn Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement einigermaßen im Lot sind, musst du dich deutlich weniger "zusammenreißen", um abzunehmen. Dein Körper arbeitet dann mit dir, nicht gegen dich.
Wie du deinen Fortschritt richtig misst
Die Waage zeigt nur einen kleinen Teil deiner tatsächlichen Veränderung. Muskeln, Wasser, Verdauung oder viel Salz können dein Gewicht um mehrere hundert Gramm bis mehrere Kilo schwanken lassen. Deshalb solltest du mehrere Messmethoden kombinieren, um ein echtes Bild deines Fortschritts zu bekommen.
Fotos
Mach alle zwei Wochen Fotos bei gleicher Beleuchtung, gleichem Abstand und ähnlicher Kleidung. Der Vorteil: Du erkennst Veränderungen bei Haltung, Muskulatur, Bauchumfang und Definition viel früher als auf der Waage.
Maßband
Miss Taille, Hüfte, Brust, eventuell Oberschenkel und Oberarme. Gerade das Taillenmaß ist ein sehr verlässlicher Indikator für Fettverlust. Schon 1–2 cm machen optisch viel aus, auch wenn die Waage stillsteht.
Körperfettwaage
Sie misst nicht perfekt, aber Trends sind wertvoll. Wenn Körperfett langsam sinkt, Muskelmasse stabil bleibt (oder steigt), bist du auf dem richtigen Weg – unabhängig vom Gewicht. Und denk daran: Muskelaufbau kann zu Gewichtszunahme führen, obwohl du Fett verlierst. Das ist ein Erfolg, kein Rückschritt!
Energielevel
Fühlst du dich fitter? Wachst du leichter auf? Weniger Heißhunger? Das sind erste, wichtige Zeichen, dass dein Stoffwechsel und deine Ernährungsroutine wirken.
Fitness-Fortschritte
Wirst du beim Joggen schneller oder hältst du länger durch? Steigen deine Kraftwerte im Gym? Diese Fortschritte zeigen, dass dein Körper effizienter arbeitet, und zwar oft Wochen, bevor die Waage sich bewegt.
Kleidung
Passt die Jeans besser? Sitzt das Hemd bequemer? Kleidung ist ein absolut ehrlicher Messwert, weil sie keine Tagesform kennt.
Tipp: Mit einer Körperfettwaage wie dem Bestseller von RENPHO, die neben dem Gewicht auch deinen Körperfettanteil, Muskelmasse und viele andere Parameter misst, bekommst du ein besseres Gefühl für deine Fortschritte.
Umgang mit Rückschlägen: Wie du dranbleibst
Jeder hat Ausrutscher. Wirklich. Entscheidend ist nicht der Burger – sondern, was du danach tust: kein Drama. Kein "Jetzt ist eh alles egal".
Stattdessen solltest du deinen Ausrutscher akzeptieren, verstehen, dass Rückschläge normal sind, und einfach weitermachen. Je weniger du dich dafür verurteilst, desto leichter wird der Weg. Trotzdem kannst du dich fragen, ob es einen bestimmten Auslöser für den Ausrutscher gab. Leidest du vielleicht unter Schlafmangel oder Stress und hast deshalb Heißhunger?
FAQ: Deine wichtigsten Fragen zum Abnehmstart
Ein Tempo von 0,5–1 Kilo pro Woche gilt als gesund und nachhaltig. In den ersten ein bis zwei Wochen kann es etwas mehr sein, weil der Körper Wasser verliert. Danach zählt vor allem die langfristige Tendenz – nicht jeder einzelne Wiegetag.
Kalorienzählen kann sehr hilfreich sein, vor allem am Anfang, um Portionsgrößen und versteckte Kalorienbomben besser einschätzen zu können. Aber: Du musst nicht tracken, um abzunehmen. Viele kommen mit groben Leitlinien (viel Eiweiß, viel Gemüse, wenig Zucker/Verarbeitetes) genauso gut oder besser zurecht.
Für den Gewichtsverlust spielt die Ernährung die deutlich größere Rolle – etwa 70–80 % des Erfolgs hängen daran.
Für Körperform, Stoffwechsel, Haltung und langfristige Gesundheit ist die Kombination aus Krafttraining und moderatem Defizit unschlagbar. Beides zusammen wirkt am effektivsten.
Ja, wenn du deine Fortschritte breiter misst. Nutze Fotos, Maßband, Fitnesswerte und dein Energielevel. Viele Veränderungen passieren, bevor sie auf der Waage sichtbar werden. Außerdem hilft es, sich wöchentlich statt täglich zu wiegen, um Schwankungen nicht überzubewerten.
Ja, solange du sie bewusst einplanst und sie nicht zum Dauerzustand werden. Einzelne Ausnahmen zerstören keinen Fortschritt. Entscheidend ist deine Woche, nicht deine Mahlzeit. Wenn du lernst, flexibel zu essen, ohne komplett aus dem Plan zu fallen, kannst du langfristig erfolgreich abnehmen.





