Wenn die Temperaturen steigen, läuft dein Körper auf Hochtouren. Schon bei lockeren Läufen oder einer Radtour im Sommer verlierst du deutlich mehr Flüssigkeit als an kühlen Tagen. Kein Wunder also, dass bunte Iso-Drinks gerade jetzt Hochsaison haben. Die Werbeversprechen klingen verlockend: mehr Energie, bessere Leistung und schnellere Regeneration. Aber braucht dein Körper diese Getränke wirklich oder reicht Wasser oft völlig aus?
Darum greifen viele Sportler zu isotonischen Getränken
Wer schwitzt, verliert nicht nur Wasser, sondern gleichzeitig Elektrolyte wie Natrium sowie kleine Mengen weiterer Mineralstoffe. Vor allem bei längeren Ausdauerbelastungen können diese Verluste die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Isotonische Getränke sollen genau hier ansetzen: Sie versorgen den Körper gleichzeitig mit Flüssigkeit, Kohlenhydraten und Elektrolyten und können so helfen, den Flüssigkeits- und Energiehaushalt schneller wieder aufzufüllen. Gerade im Sommer oder bei längeren Trainingseinheiten im Freien steigt der Bedarf deutlich stärker an als im Winter oder bei kurzen Workouts im Gym.
Was sind isotonische Getränke eigentlich? Isotonische Getränke sind Sportgetränke, deren Konzentration an gelösten Teilchen ungefähr der des menschlichen Blutes entspricht. Dadurch kann dein Körper Flüssigkeit, Kohlenhydrate und Elektrolyte besonders schnell aufnehmen. Genau deshalb werden Iso-Drinks vor allem bei längeren oder schweißtreibenden Belastungen eingesetzt – etwa beim Laufen, Radfahren oder Training bei Hitze.
Woraus bestehen isotonische Getränke?
Ein klassischer Iso-Drink enthält mehrere Bestandteile, die den Körper während oder nach längeren Belastungen unterstützen sollen:
Wie wirken isotonische Getränke?
Isotonische Getränke verdanken ihre Wirkung der Osmose. Kleiner Ausflug in den Biologie-Unterricht: Osmose ist die Diffusion durch eine semipermeable Membran. Hört sich kompliziert an, bedeutet jedoch nur, dass das Wasser immer dorthin gezogen wird, wo die Konzentration eines bestimmten Stoffs am höchsten ist. So werden Konzentrationsunterschiede ausgeglichen.
Trinkst du ein isotonisches Getränk, kann dein Körper das Getränk direkt aufnehmen und verwerten. Getränke, die jedoch zu viele Nährstoffe enthalten (hypertonische Getränke), beispielsweise Softdrinks, müssen von deinem Körper erst im Magen verdünnt werden, bevor sie in die Zellen gelangen. Das entzieht deinen Zellen zunächst Wasser und ist anstrengend für den Körper.
Iso-Drinks versorgen dich also besonders schnell mit Wasser, Energie, sowie Mineralstoffen, sodass du deinen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt fix wieder auffüllen kannst.

Treibst du nur ab und zu Sport, kannst du auch Wasser oder eine Saftschorle trinken.
Wann sind isotonische Getränke sinnvoll?
Es scheint als wären isotonische Getränke das perfekte Getränk für deinen Körper. Du solltest jedoch beachten, dass sie durch den enthaltenen Zucker kleine Kalorienbomben sind. Trinkst du zu viele Iso-Drinks, nimmst du sehr viele Kalorien auf, was vor allem beim Abnehmen nachteilig ist. Dieser Tee hingegen kann dir beim Abnehmen helfen.
Zudem darfst du nicht vergessen, dass du die Nährstoffe, die in den Getränken enthalten sind, auch mit der Nahrung aufnimmst. In der Regel ist dein Körper ausreichend mit Wasser, Kohlenhydraten, Salz und Mineralstoffen wie Magnesium versorgt. So benötigen selbst Hobby-Sportler keine isotonischen Getränke. Einfaches Mineralwasser reicht völlig aus, um dich mit Flüssigkeit zu versorgen. Lediglich für Hochleistungssportler, die mehrere Stunden trainieren und schwitzen, sind isotonische Getränke eine sehr gute Energiequelle.
Iso-Drink selber machen statt Fertigprodukt kaufen
Selbst wenn du eine fordernde und intensive Sporteinheit absolvierst, musst du nicht zu fertigen Drinks greifen. Die sind oft nicht nur überteuert, sondern enthalten zudem Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe, auf die du ganz einfach verzichten kannst.
Um dein eigenes isotonisches Getränk herzustellen, brauchst du nur Fruchtsaft, beispielsweise Apfelsaft, Mineralwasser und eventuell etwas Salz. Mische ein Glas Saft mit drei oder vier Gläsern Mineralwasser. Achte darauf, dass das Wasser mindestens 50 Milligramm Natrium pro Liter, sowie Magnesium und Calcium enthält. Hast du nur Leitungswasser zur Hand, solltest du zusätzlich eine Messerspitze Kochsalz hinzugeben, da Leitungswasser in der Regel sehr natriumarm ist. Der Fruchtsaft versorgt dich zusätzlich mit Energie und Vitaminen und wirkt zudem erfrischend.
Übrigens: Auch alkoholfreies Bier ist ein gutes isotonisches Getränk. Da die Kohlensäure jedoch auf den Magen schlagen kann, solltest du es dir für nach dem Sport aufheben.
FAQ: Häufige Fragen zu isotonischen Getränken
Meist nicht. Bei normalen Einheiten reicht Wasser völlig aus.
Nur bedingt. Viele Fertigprodukte enthalten Zucker und liefern zusätzliche Kalorien. Wer Gewicht verlieren möchte, sollte sie nur bei langen oder sehr intensiven Belastungen einsetzen.
Isotonische Getränke werden besonders schnell aufgenommen. Hypertonische Getränke wie Cola enthalten deutlich mehr Zucker und belasten den Magen stärker.
Bis etwa eine Stunde Trainingsdauer genügt Wasser meist vollkommen. Erst bei längeren Einheiten oder großer Hitze können Iso-Drinks Vorteile bringen.
Nein. Außerhalb längerer sportlicher Belastungen liefern sie meist unnötig Zucker und Kalorien.





