Leg Press und Balance: Ohne starke Beine fehlt dein Fundament

Unterkörper als Leistungsbasis
Leg Press und Balance: Ohne starke Beine fehlt dein Fundament

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.02.2026
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Leg Press und Unterkörper-Balance
Foto: gettyimages/Aleksandr Zamuruev / 500 px

Ein trainierter Oberkörper sieht stark aus. Doch Leistung, Balance und Belastbarkeit entstehen von unten. Beine und Rumpf tragen dein Training – im Gym wie im Alltag. Wer sie vernachlässigt, limitiert langfristig seine Leistungsfähigkeit.


Wenn der Oberkörper dominiert, verliert der Körper Balance

Viele Trainingspläne folgen einem klaren Muster: Bankdrücken, Schulterdrücken, Arme. Der Unterkörper kommt – wenn überhaupt – am Rand vor. Das Problem: Kraft ist kein Schaufensterwert. Sie ist ein Zusammenspiel aus Beinen, Rumpf und Oberkörper.

Eine im Springer-Fachjournal Sports Orthopaedics and Traumatology veröffentlichte Studie untersuchte die Rumpfkraft von Männern mit unterschiedlichem Trainingshintergrund und fand deutliche Unterschiede in der sogenannten Trunk Muscle Strength. Diese Rumpfkraft gilt als zentral für Kraftübertragung, Stabilität und Verletzungsprävention – im Sport wie im Alltag.

Kurz gesagt: Ein schwacher Unterkörper limitiert langfristig das gesamte System.

Warum Rumpf- und Beintraining zusammengehören

Der Rumpf ist kein "Extra". Er verbindet Unter- und Oberkörper. Jede Beinpresse, jede Kniebeuge, jeder Sprint nutzt ihn als Kraftbrücke. Eine Übersichtsarbeit im MDPI-Journal Sports zeigt, dass gezielte Core-Stabilitätsübungen Muskelkraft und funktionelle Stabilität messbar verbessern können.

Das bedeutet für dein Training: Starke Beine ohne stabilen Rumpf verpuffen. Und Core-Training ohne Unterkörper bleibt isoliert.

Die Beinpresse richtig nutzen – mehr als nur Gewicht bewegen

Die Beinpresse ist kein Ersatz für funktionelles Training – aber ein starkes Werkzeug, wenn du sie sauber einsetzt.

Darauf kommt es an:

  • Fußstellung: Füße schulterbreit, leicht nach außen rotiert.
  • Knie: Bewegen sich kontrolliert über die Fußspitzen, nicht nach innen.
  • Bewegungsumfang: Tief gehen, ohne das Becken abzuheben.
  • Tempo: Absenken kontrolliert, hochdrücken explosiv, aber sauber.

Variationen erhöhen den Nutzen deutlich:

  • Einbeinige Beinpresse: Fördert Seitenstabilität und Kraftbalance.
  • Tiefe Position: Mehr Gesäß- und Rumpfaktivierung.

Unterkörper plus Rumpf – so wird dein Training komplett

Um die Schieflage auszugleichen, braucht es keine radikale Umstellung. Kleine, gezielte Ergänzungen reichen.

Praxis-Checkliste für die Woche

  • 1 Beinübung ergänzen: Bulgarian Split Squat oder Ausfallschritte.
  • 1 Rumpfübung integrieren: Side Plank mit Beinheben, Dead Bug oder Bird Dog.
  • Beinpresse bewusst einsetzen: Qualität vor Gewicht, Fokus auf Kontrolle.

Als grobe redaktionelle Orientierung für funktionelle Fitness gilt: Unterkörper zu Oberkörper etwa 70:30. Nicht dogmatisch – aber als klare Erinnerung, wo dein Fundament liegt.

FAQ: Die wichtigsten Fragen zur Beinpresse und Unterkörper-Balance

Fazit