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Corona-Krise Diese 10 Angewohnheiten solltest du dir jetzt abgewöhnen

In Zeiten der Corona-Pandemie sollte jeder sich vor einer Ansteckung schützen. Doch die Gefahr lauert dort, wo man sie nicht vermutet. Diese Gewohnheiten solltest du sein lassen

Wohl nie zuvor haben sich mehr Menschen so oft und lange die Hände gewaschen wie jetzt. Seife ist ein Luxusgut und Desinfektionsmittel längst schon Mangelware. Doch nicht nur die gängigen Hygieneregeln, wie z.B. Niesen in die Armbeuge, der Verzicht auf den Handschlag und häufiges Händewaschen sind jetzt wichtig.

Corona: Reicht Händewaschen zum Schutz nicht aus?

Auch viele Angewohnheiten, die unter normalen Umständen selbstverständlich sind, können jetzt zu einer Gefahr für dich und andere werden. Es sind oft Dinge, die wir unbewusst täglich tun. Folgende Gewohnheiten, solltest du während der Corona-Epidemie unterlassen.

#1 Finger anlecken beim Zeitung umblättern oder im Supermarkt

Viele Menschen tun es: vor dem Umblättern einer Seite in Zeitung, Zeitschrift oder Buch den Finger anlecken. Durch die Feuchtigkeit haftet das Papier besser. Doch Achtung: An Finger und am Papier können Viren, Bakterien oder Pilze sitzen, die du so direkt in den deinen Mund beförderst. Öffentlich ausliegende Zeitschriften, z.B. beim Arzt, solltest du derzeit ohnehin besser liegenlassen. Das Gleiche gilt übrigens auch für das Anlecken der Finger beim Öffnen der dünnen Plastikbeutel in der Gemüseabteilung von Supermärkten.

#2 Ins Brötchen beißen nach dem Bäcker

Man geht hungrig zum Bäcker oder in den Supermarkt und verspeist eine Leckerei gleich auf dem Heimweg. Die Gefahr: An deinen Fingern könnten es sich Viren bequem gemacht haben, die nur darauf warten, dass du sie mit der Nahrung in den Mund beförderst. Warte besser bis zu Hause und wasch dir erst deine Hände, bevor du abbeißt.

Viele Menschen tun es: den Finger anlecken
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Viele Menschen tun es: den Finger anlecken

#3 In der Drogerie Tester verwenden

Die Parfums zum Testen stehen in der Drogerie meist nach dem Eingang in Sichtweite. Hier solltest du dich nicht dazu verführen lassen, den ein oder anderen Duft zu testen. Denn die Fläschchen sind wahre Virenschleudern.

#4 Telefonieren in Bus und Bahn

Durch das offizielle Kontaktverbot ist die Lust zu telefonieren hoch. Doch in Bus und Bahn solltest du darauf besser verzichten. Denn beim Sprechen entsteht eine Tröpfchenwolke, die in geschlossenen Räumen bis zu 3 Stunden hält. Du gefährdest also andere Reisende.

#5 Lichtschalter nach dem Reinkommen drücken

Wenn du von draußen, zum Beispiel vom Einkaufen, zurück in deine Wohnung kommst, solltest du nicht sofort zum Lichtschalter greifen. An deinen Händen könnten sich noch Corona-Viren befinden, die du wieder aufnehmen würdest, wenn du das Licht später wieder ausschaltest. Heißt: immer zuerst Händewaschen, bevor du etwas in der Wohnung berührst.

#6 Den Stift vom Paketboten verwenden

Du kennst die Geste wie im Schlaf, so oft hast du schon den Erhalt eines Paketes quittiert. Jetzt ekeln sich viele vor dem Stift für die Unterschrift. Einige Paketzusteller haben schon reagiert und zur kontaktlosen Lieferung umgestellt. Wenn es nicht anders geht: nach dem Gebrauch des Stiftes sehr gründlich Hände waschen.

Wenn du im Supermarkt auf dem Handy deine Einkaufsliste prüfst, könntest du Viren auf das Display bringen
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Wenn du im Supermarkt auf dem Handy deine Einkaufsliste prüfst, könntest du Viren auf das Display bringen

#7 Obst nicht waschen

Es ist auch sonst sinnvoll, Obst und Gemüse zu waschen, wenn man es mit Schale essen möchte. Doch beim Waschgang unter Wasser verschwinden nicht alle Viren. Unter normalen Umständen kann der Körper das gut verkraften. Auch sprechen Experten davon, dass eine Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 durch Obst und Gemüse sehr unwahrscheinlich ist. Trotzdem, wer weiß schon, ob im Supermarkt gerade vor dir, jemand auf das Obst geniest hat. Wer auf Nummer sicher gehen will, schält seinen Apfel. Noch wichtiger: Immer Händewaschen vor dem Essen!

#8 Packungsbeschriftung lesen

Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die wissen wollen, was in Lebensmitteln drinsteckt und deswegen die Angaben auf der Verpackung studieren. In den Zeiten von Corona solltest du das besser lassen. Denn ob und wie lange Viren auf Plastik, Karton oder anderem Verpackungsmaterial haften bleibt, ist nicht zweifelsfrei geklärt.

#9 Kleingeld in die Spardose schmeißen

Solltest du noch eine Spardose besitzen, fütterst du sie jetzt besser nicht mit Wechselgeld. Denn an den Münzen könnten Viren lauern. Ob und wie Corona-Viren durch Bargeld übertragen werden, ist ebenfalls noch nicht ausreichend geklärt. Wie immer gilt: Bei Kontakt besser einmal mehr die Hände waschen.

#10 Die Einkaufsliste auf dem Handy checken

Der gute alte Einkaufszettel ist zurück. Wenn du im Supermarkt auf dem Handy deine Einkaufsliste prüfst, könntest du Viren auf das Display bringen. Und wenn du anschließend das Smartphone zu Hause nicht desinfizierst, könntest du die Covid-19-Viren wieder auf die Finger nehmen.

Klar: Fingernägelkauen und Nasebohren sind während der Corona-Pandemie keine gute Idee. Jetzt ist die Gelegenheit, sich diese ohnehin lästigen Angewohnheiten abzugewöhnen. Doch auch scheinbar harmlose Gewohnheiten können jetzt ein Risiko bergen. Was immer gilt: Nach jedem Ausgang aus dem Haus die Hände gründlich waschen!

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