Diese 3 Übungen reichen fürs Ganzkörpertraining

Ganzkörper-Training
Nur 3 Übungen: Dieses Ganzkörpertraining reicht völlig aus

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 30.07.2026
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3 Übungen für dein Ganzkörper Training
Foto: Shutterstock.com / Jacob Lund

Viele Trainingspläne wirken kompliziert: Push Day, Pull Day, Beintag, Core-Training und dazu möglichst noch Cardio. Im stressigen Alltag bleibt dafür allerdings oft kaum Zeit. Genau deshalb setzen immer mehr Sportler:innen auf Ganzkörpertraining. Der Vorteil: Statt jeden Muskel einzeln zu trainieren, forderst du mit wenigen Übungen direkt mehrere Muskelgruppen gleichzeitig. Das spart Zeit und macht dein Training oft sogar funktioneller und alltagstauglicher.

Darum ist Ganzkörpertraining so effektiv

Beim Ganzkörpertraining wird – wie der Name schon sagt – der komplette Körper innerhalb einer einzigen Einheit trainiert. Das kann zwar mit vielen einzelnen Übungen passieren, deutlich effizienter sind aber sogenannte Mehrgelenksübungen, die mehrere Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen. Vor allem Anfänger profitieren davon besonders stark, weil nahezu jeder Trainingsreiz neu für den Körper ist. Aber auch Fortgeschrittene können mit Ganzkörpertraining effektiv Muskeln aufbauen und Kraft steigern. Intensität und Belastung sollten dabei regelmäßig angepasst werden, etwa durch mehr Gewicht, neue Übungen oder zusätzliche Wiederholungen.

Kurz erklärt: Deshalb lohnt sich Full-Body-TrainingSchon drei intensive Ganzkörpereinheiten pro Woche können ausreichen, um Kraft, Muskulatur und allgemeine Fitness effektiv zu verbessern. Gleichzeitig spart das Training Zeit, weil mehrere Muskelgruppen parallel beansprucht werden. Viele profitieren außerdem von besserer Bewegungsqualität, mehr Körperspannung, stärkerer Rumpfstabilität und funktioneller Kraft, die sich auch im Alltag bemerkbar macht.

Warum dein Körper von Ganzkörpertraining profitiert

Der große Vorteil von Full-Body-Workouts: Muskeln lernen als Einheit zusammenzuarbeiten. Genau dadurch verbessern sich Bewegungsabläufe, Stabilität und Kraftübertragung im Alltag und beim Sport. Außerdem reichen oft bereits drei Einheiten pro Woche aus, um starke Trainingsreize zu setzen. Eine Studie aus den USA bestätigt den Vorteil des Ganzkörpertrainings. Im Vergleich zu einem klassischen 2er-Splittraining mit 4 Einheiten pro Woche schnitten die Full-Body-Einheiten (nur 3-mal wöchentlich ausgeführt) in puncto Effekt deutlich besser ab.

Warum Grundübungen beim Ganzkörpertraining so wichtig sind

Grundübungen eignen sich perfekt für eine Full-Body-Einheit. Hintergrund ist: Hierbei handelt es sich um Übungen, bei der mindestens 2 Gelenke an der Bewegung beteiligt sind. Isolierte Moves wie der Bizeps-Curl gehören also nicht dazu. Generell werden die Basic-Moves mit dem eigenen Körpergewicht oder freien Gewichten ausgeführt. Zu ihnen zählen die Kniebeuge, das Schulterdrücken, Kreuzheben und Bankdrücken. Wer dieses Quartett richtig beherrscht, schafft sich damit stabile Voraussetzungen für alle denkbaren anderen Bewegungen. Denn sie lösen die meisten körperlichen Kettenreaktionen in einer Bewegung aus, sprich, sie setzen die größten Trainingsreize. Darum dürfen sie in keinem Plan fehlen!

Mit diesen 3 Übungen trainierst du den gesamten Körper

Im Folgenden findest du die 3 Übungen, die deinen kompletten Körper herausfordern. Sie alle basieren auf den oben genannten Grundübungen. Für die Umsetzung ist es egal, ob du Einsteiger, Fortgeschrittener oder Profi bist. Zusammengenommen ergibt jedes der 3 Trios ein Workout fürs passende Level. Achte bei der Ausführung auf eine saubere Technik. Und vergiss nicht, dich vorab aufzuwärmen. Da die meisten Bewegungen mit dem eigenen Bodyweight ausgeführt werden, solltest du bei jeder einzelnen Wiederholung wirklich alles aus dir herausholen. Für die Übungen mit freiem Gewicht gilt: Leg so viel Gewicht auf, dass du die vorgegebenen Wiederholungen so gerade schaffst.

Home-Workout: Ganzkörpertraining für Einsteiger

Führe jeweils 3 bis 5 Sätze mit 15 Wiederholungen (pro Seite) aus. Die Satzpause beträgt 30 Sekunden, die Auszeit zwischen den Übungen sollte nicht länger als 60 Sekunden dauern. Bevor du zum nächsten Training ansetzt, liegt mindestens ein Ruhetag hinter dir.

Kniebeugen mit seitlichem Armstrecken und Rumpfdrehen

Kniebeugen mit seitlichem Armstrecken und Rumpfdrehen
  1. Die Füße etwa doppelt hüftbreit aufstellen und die Fußspitzen etwas nach außen drehen. An fast gestreckten Armen vor dem Körper einen Gegenstand halten.
  2. Die Knie beugen, bis die Oberschenkel parallel zum Boden stehen und die Hände zwischen den Knien etwa auf Knöchelhöhe sind. Den Oberkörper aufrecht halten.
  3. Die Knie zügig durchdrücken und den Rumpf nach rechts drehen, dabei die gestreckten Arme zur rechten Seite bis auf Schulterhöhe führen. Die Knie gehen leicht mit, zeigen aber weiter in Richtung der Füße. Kontrolliert zurück in Position B, dann als Nächstes zur linken Seite drehen. Im Wechsel fortfahren.

Kniestöße aus dem Liegestütz

Kniestösse aus dem Liegestütz
  1. In eine Liegestützposition gehen: Die Arme sind unterhalb der Schultern, der Körper bildet eine gerade Linie.
  2. Mit Schwung beidbeinig die Knie anziehen, die Füße unter der Hüfte aufsetzen, den Körper zügig in den aufrechten Stand drücken und das rechte Knie kräftig zur Brust ziehen. Dabei die Arme beugen und die Hände vor der Brust zu Fäusten ballen. Auf gleichem Weg zurück. Bei der nächsten Wiederholung das linke Knie anziehen, dann wechselseitig fortfahren.

Rückwärtiger Stützgang

Rückwärtiger Stützgang
  1. Auf den Boden setzen, die Knie rechtwinklig beugen, die Füße aufstellen und die Hände neben dem Gesäß platzieren. Das Gesäß anheben und den Oberkörper etwas nach hinten lehnen. Erst mit rechts einen Schritt nach vorn machen, dann…
  2. … den linken Fuß nachziehen und auf diese Weise durch den Raum bewegen. Die Hände setzt du entweder gleichzeitig mit einem Fuß auf oder in der Phase, in der sich beide Füße auf dem Boden befinden.

Ohne Geräte: 3 Full-Body-Moves für Fortgeschrittene

Führe jeweils 4 bis 6 Sätze mit 8 bis 12 Wiederholungen (pro Seite) aus. Die Satzpause beträgt 30 Sekunden, die Auszeit zwischen den Übungen sollte nicht länger als 60 Sekunden dauern. Bevor du zum nächsten Training ansetzt, liegt mindestens ein Ruhetag hinter dir.

Burpees

Mit dieser Übung schmilz Fett dahin: der Burpee
baranq / Shutterstock.com
  1. In eine Liegestützposition gehen, den Körper auf einer Linie halten. Die Arme beugen, bis die Brust knapp über dem Boden ist. Zügig wieder hochdrücken, dann die Füße vom Boden lösen und die Knie unter die Brust ziehen.
  2. Den Schwung nutzen, die Hände vom Boden lösen und das Körpergewicht nach hinten verlagern, sodass du in einer Hocke landest.
  3. Die Beine kräftig durchdrücken und einen Strecksprung machen. Die Arme dabei nach oben schwingen. Landen und auf gleichem Weg zurück in die Ausgangsposition, von dort ohne Pause weiter fortfahren.

Rückwärtiger Stütz mit schnellen Tritten

Rückwärtiger Stütz mit schnellen Tritten
  1. Auf den Boden setzen, die Füße aufstellen und die Hände nah am Körper unterhalb der Schultern platzieren. Die Hüfte nach oben drücken und das linke Bein nach vorn strecken.
  2. Den rechten Fuß kräftig vom Boden abdrücken, dann blitzschnell das rechte Bein strecken. Gleichzeitig das linke Bein beugen und den linken Fuß aufstellen. Schwungvoll im Wechsel fortfahren.

Standwaage mit Kniebeugen

Standwaage mit Kniebeugen
  1. Auf das rechte Bein stellen. Den Oberkörper in die Waagerechte vorbeugen, die Arme über den Kopf strecken und das linke Bein gestreckt anheben, bis es mit Rumpf und Armen eine gerade Linie bildet.
  2. In der Waage einbeinige Kniebeugen ausführen. Der ganze Körper bleibt dabei möglichst unbewegt in Position. Die tiefe Position kurz halten, dann wieder hochdrücken. Im nächsten Satz die Seite wechseln.

Mit freien Gewichten: 3 Ganzkörper-Übungen für Profis

Führe jeweils 5 Sätze mit 5 Wiederholungen (pro Seite) aus. Die Satzpause beträgt 30 bis 45 Sekunden, die Auszeit zwischen den Übungen sollte nicht länger als 2 Minuten dauern. Bevor du zum nächsten Training ansetzt, liegt mindestens ein Ruhetag hinter dir.

Kreuzheben mit Langhantel

Kreuzheben mit Langhantel
  1. Schulterbreit in die Knie gehen, mit geradem Oberkörper vorbeugen und die auf dem Boden liegende Langhantel greifen. Keinen Rundrücken machen, eher ein minimales Hohlkreuz. Das entlastet die Bandscheiben.
  2. Die Beine durchstrecken und den Oberkörper mit geradem Rücken aufrichten. Im ersten Teil der Bewegung kommt die meiste Kraft aus den Beinen, im zweiten aus dem Rücken.

Einarmiges Kettlebell-Schwingen

Einarmiges Kettlebell-Schwingen
  1. Aufrecht und schulterbreit hinstellen. Leicht in die Knie gehen und den Oberkörper mit geradem Rücken etwas vorbeugen. Mit der linken Hand die Kugelhantel im Obergriff zwischen den Waden halten.
  2. Die Kugel zwischen den Beinen nach hinten schwingen.
  3. Die Hüfte explosiv nach vorn drücken, bis du aufrecht stehst. Den Arm dabei lang lassen und die Kugelhantel auf Schulterhöhe schwingen. Abwärts die Knie wieder beugen und die Hüfte nach hinten bringen. Im nächsten Satz den Arm wechseln.

Schulterdrücken mit Langhantel und Kniebeugen

Schulterdrücken mit Langhantel und Kniebeugen
  1. Eine Langhantel im Obergriff etwas mehr als schulterbreit fassen. Die Stange auf Schulterhöhe vor deinem Körper halten. Füße stehen schulterbreit auseinander, die Knie sind leicht gebeugt.
  2. Den Rumpf anspannen und den Rücken gerade halten. In die Knie gehen und das Gesäß nach hinten schieben - das entlastet den unteren Rücken und aktiviert die Muskelketten nach unten über das Becken hinaus.
  3. Den Körper aus den Knien heraus hochdrücken. Dann die Hantelstange senkrecht nach oben drücken, bis die Arme gestreckt sind. Von hier aus direkt in die Ausgangsposition zurückkehren.

So kann dein Ganzkörper-Trainingsplan aussehen

Plane 3 Einheiten pro Woche. Steigere mit jeder Einheit das Gewicht beziehungsweise das Tempo, ohne an der Bewegungsqualität einzubüßen. Alternativ tauschen Fortgeschrittene und Profis eine Einheit ihrer gewohnten Trainingsroutine gegen ein All-In-Workout pro Woche aus. Wer gerade auf Diät ist und Körperfett verlieren will, kombiniert seinen Trainingsplan mit 2 bis 3 Ganzkörper-Kardioworkouts pro Woche. Schwimmen oder Rudern im Gym sind ideal. Natürlich musst du deine Ernährung ebenfalls entsprechend anpassen.

Beispielplan für dein Ganzkörpertraining

Wie oft du trainierst, hängt vor allem von deinem Fitnesslevel und deiner Regeneration ab. Für viele reichen bereits drei Einheiten pro Woche völlig aus.

Zwischen den Einheiten sollte mindestens ein Ruhetag liegen, damit sich Muskeln und Nervensystem ausreichend erholen können.

Warum Regeneration beim Ganzkörpertraining besonders wichtig ist

Weil beim Ganzkörpertraining viele Muskelgruppen gleichzeitig belastet werden, spielt Erholung eine besonders wichtige Rolle. Schlaf, Ernährung und ausreichende Regeneration beeinflussen maßgeblich, wie gut dein Körper auf Trainingsreize reagiert. Besonders wichtig sind:

  • genügend Schlaf
  • ausreichend Protein
  • saubere Technik
  • progressive Belastungssteigerung
  • regelmäßige Pausen

Wer dauerhaft ohne Erholung trainiert, riskiert dagegen Leistungsplateaus und Überlastungen.

FAQ: Häufige Fragen zum Ganzkörpertraining

Fazit