Links, rechts, rauf, runter, Gas geben, bremsen, gegen lenken, wieder Gas geben – ich gebe zu, ich bin kurzzeitig maximal überfordert damit, den 400 PS starken Defender durch die saudi-arabische Wüste zu lenken. Ich werde komplett durchgeschüttelt und habe das Gefühl, schon während der Fahrt Muskelkater im Nacken- und Schulterbereich zu bekommen. Und das nach nicht einmal einer Stunde Fahrt. Kaum vorstellbar, was die Fahrerinnen und Fahrer der Rallye Dakar körperlich drauf haben müssen. Denn sie legen auf den 13 Etappen fast 8000 Kilometer zurück, und das nicht schön gemütlich wie ich, sondern immer mit Vollspeed, immer mit Power, immer auf der Jagd nach der besten Zeit und dem Siegertreppchen als Ziel vor Augen.
Für die Marke Defender ist es in diesem Jahr die Premiere bei der berühmtesten (und berüchtigtsten) Rallye der Welt. Der Defender Dakar D7X-R tritt in der neuen "Stock"-Kategorie für Serienfahrzeuge an. Die Rallyefahrzeuge basieren auf dem Defender OCTA1 und nutzen denselben leistungsstarken 4.4 L V8-Bi-Turbomotor sowie die robuste Defender Kernarchitektur. Drei Autos schickt Defender ins Rennen. Mit dem Franzosen Stéphane Peterhansel konnte Defender hierbei niemand geringeren als den Dakar-Rekordsieger für einen Platz am Lenkrad gewinnen: 14-mal konnte der 60-Jährige bereits das Wüstenabenteuer siegreich gestalten, 6-mal davon auf einem Motorrad, 8-mal am Steuer eines Autos. "Dakar ist jedes Mal wie ein großes Familientreffen, gleichzeitig aber auch ein knallharter Wettkampf auf allerhöchstem Niveau", sagt Peterhansel. Und auch Teamwork ist extrem wichtig, da sich der Fahrer zu jeder Zeit auf seinen Beifahrer verlassen muss, der ihn durch die Wüste navigiert und mit schnellen, klaren Kommandos sagt, wo es lang geht. Peterhansel: "Man muss mental und körperlich topfit sein, darf sich keinen Fehler erlauben, denn das bestraft die Wüste sofort."

Zwischen Sand, Hitze und Adrenalin: Arndt beim Defender-Training nahe der Rallye-Dakar-Strecke
Oh ja, das kann ich nur bestätigen. Denn auch wenn mir der Defender im speziellen "Sand-Mode" einiges an Arbeit abnimmt und auch die fiesesten versteckten Hügel sowie kleinere und größere Felsbrocken gekonnt wegbügelt, strengt mich das Fahren in der Wüste tierisch an. Eben weil ich nicht nur keine Sekunde unaufmerksam sein darf und sehr vorausschauend fahren muss, sondern weil es echte harte körperliche Arbeit ist, den Wagen auf Spur zu halten. Je länger ich aber fahre, desto besser komme ich rein, desto wohler fühle ich mich und (auch wenn ich nach drei Stunden merke, dass vor allem mein Nacken eine derartige Belastung nicht gewohnt ist) desto mehr Spaß macht es mir. Ich genieße die Fahrt in diesem tollen, für dieses Gelände perfekte Auto sehr. Feiere nun jedes links, jedes rechts, jedes rauf und jedes runter.

Fahrtraining abseits der Strecke: Der Defender 110 X-Dynamic HSE im Wüsteneinsatz in Saudi-Arabien
Zahlen, bitte!
In diesem Auto war ich in der Wüste unterwegs:
- Defender 110 X-Dynamic HSE 3.0P 400ps
- Farbe: Woolstone Green
- Motor: 400 PS 3.0 Liter Mild Hybrid Petrol
- 0-100 km/h (Sekunden): 6,1
- Höchstgeschwindigkeit: 191 km/h
- Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen (jeweils kombiniert): 11,2 – 12,1 l/100 km; 255 – 275 g/km; CO₂-Klasse: G
Feiern, bitte!
Ein kurzer Nachtrag: die Defender-Premiere verlief am Ende extrem erfolgreich: In der Stock-Klasse dominierte das neue Defender-Werksteam. Rokas Baciuška holte vor Teamkollegin Sara Price den Klassensieg. Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel wurde nach technischen Problemen Vierter. Ein sensationelles Ergebnis für Defender!
1Defender OCTA P635 AWD 4.4 Liter V8 MHEV Twin Turbobenziner mit 467 kW (635 PS): Kraftstoffverbrauch und CO2 Emissionen (jeweils kombiniert): 13,5 l/100 km; 298 g/km (Octa Edition One 302 g/km); CO2 Klasse: G





