Gut durch die Corona-Krise kommen
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So teuer sind Regelverstöße gegen die Corona-Auflagen Photographee / Shutterstock.com

Corona-Bußgelder So teuer sind Regelverstöße gegen die Corona-Auflagen

Gesund durch die Corona-Krise Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, heißt es: zu Hause bleiben und soziale Kontakte einschränken. Jedes Bundesland verhängt eigene Bußgelder bei Verstoß gegen die Auflagen. Was dich der Regelbruch wo kostet

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen – da fällt es nicht immer leicht, auf soziale Kontakte zu verzichten und Aktivitäten nach drinnen zu verlegen. Zu verlockend die Idee, zusammen mit den Freunden zu grillen oder auf dem Bolzplatz zu kicken.

Doch das kann teuer zu stehen kommen, wer gegen die Ausgangsbeschränkung und Kontaktverbote verstößt. Je nach Bundesland drohen saftige Bußgelder. In Bundesländern, in denen noch kein Bußgeldkatalog beschlossen ist, gilt nach dem Infektionsschutzgesetz ein Bußgeldrahmen von bis zu 25.000 Euro oder eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren.

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Corona-Bußgelder: Das kostet der Regelverstoß in jedem Bundesland

Einige Bundesländer haben schon früh konkrete Strafen für Ordnungsverstöße erlassen. Andere zogen erst später nach. Die Bußgeld-Kataloge der Bundesländer im Überblick:

Bußgeld in Baden-Württemberg

In Zeiten der Corona-Pandemie werden Zusammenkünfte im öffentlichen Raum von mehr als 2 Personen, die nicht zur Familie gehören, mit bis zu 1.000 Euro geahndet. Wer sich nicht an Fahrt- und Reiseverbote hält, den kann das Bundesland ebenfalls mit bis zu 1000 Euro zur Kasse bitten. Pendler, die ohne Pendlerbescheinigung unterwegs sind, müssen 500 Euro Strafe einkalkulieren. Der Reifenwechsel in Werkstätten bleibt derzeit aber erlaubt.

Wer draußen ein Picknick macht oder grillt und erwischt wird, muss 250 Euro zahlen
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Wer draußen ein Picknick macht oder grillt und erwischt wird, muss 250 Euro zahlen

Bußgeld in Bayern

In Bayern darfst du deine Wohnung nur aus einem triftigen Grund verlassen. Zum Beispiel, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen, oder um die Einkäufe zu erledigen. Ein Picknick im Grünen oder der Reifenwechsel sind kein solcher Grund und können wie andere Verstöße der Ausgangsbeschränkungen mit einem Bußgeld von 150 Euro geahndet werden. Wer ein Altenheim oder eine Pflegeeinrichtung besucht, sollte 500 Euro für die Strafe auf der hohen Kante haben. Besitzer eines Geschäfts oder Restaurants, die unerlaubt öffnen, zahlen sogar 5000 Euro.

Bußgeld in Berlin

Wer sich mit 2 oder mehr weiteren Personen trifft, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, kann sich auf ein Bußgeld zwischen 25 und 500 Euro einstellen. Verlässt du die Wohnung in der Hauptstadt ohne triftigen Grund, darf die Polizei 10 bis 100 Euro von dir verlangen. Wer eine Gaststätte öffnet, dem drohen 1000 bis 10.000 Euro Bußgeld. Und wer touristische Übernachtungen, wie zum Beispiel über Airbnb anbietet, muss im Falle des Falles mit einem Bußgeld in derselben Höhe rechnen.

Bußgeld in Brandenburg

1,5 Meter Mindestabstand: Das ist in ganz Deutschland Pflicht. Wer sich in Brandenburg nicht daran hält, dem droht ein Bußgeld von 50 bis 500 Euro. Würdest du an einer öffentlichen Veranstaltung teilnehmen, könnten die Ordnungshüter dich hier ebenfalls um 50 bis 500 Euro zur Kasse bitten. Richtest du das Event sogar aus, wird es noch teurer: 500 bis 2.500 Euro drohen. Auch einen Laden ohne Ausnahmebestätigung darfst du in Brandenburg nicht öffnen, andernfalls zahlst du 1.000 bis 10.000 Euro Strafe. Wer es im Bundesland gar nicht lassen kann und immer wieder gegen die Regeln verstößt, der wird hart zur Kasse gebeten: Bis zu 25.000 Euro Strafe sind dann fällig.

1,5 Meter Mindestabstand: Das ist in ganz Deutschland Pflicht. Wer sich iicht daran hält, dem droht ein Bußgeld
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1,5 Meter Mindestabstand: Das ist in ganz Deutschland Pflicht. Wer sich nicht daran hält, dem droht ein Bußgeld

Bußgeld in Hamburg

Rückst du in Hamburg jemandem zu nah auf die Pelle, darf die Polizei 150 Euro von dir verlangen. Zum Austoben auf den Spielplatz? Besser nicht: In Hamburg werden dafür ebenfalls 150 Euro fällig. Ebenso viel kostet dich ein Treffen mit mehr als einer Person, die nicht zu deinem Haushalt gehört. Betreibst du einen Laden ohne Genehmigung, kannst du mit 2.500 Euro Strafe rechnen. Richtig saftig wird es für Wiederholungstäter: 25.000 Euro drohen dem, der immer wieder gegen Kontaktverbot und Ausgangsbeschränkungen verstößt.

Bußgeld in Hessen

Schnell zum gemeinsamen Zirkeltraining im Park treffen? Ist nicht! Denn Zusammenkünfte von mehr als 2 Personen, die nicht zum Haushalt gehören, kosten in Hessen 200 Euro. Ebenso die Teilnahme an touristischen oder kulturellen Angeboten. Organisierst du sogar so ein solches Angebot, kann dir ein Corona-Bußgeld von 200 bis 1.000 Euro verhängt werden. Kehrst du gerade von einer Reise nach Hessen zurück und hältst dich danach nicht an die Quarantäneanordnung, musst du unter Umständen 500 Euro zücken. Also nichts mit "schnell noch einkaufen". Wer die Sicherheitsvorkehrungen und Empfehlungen des Robert Koch Instituts (RKI) nicht einhält, dem drohen 200 bis 1000 Euro Strafe. Wer gegen das Bewirtungsverbot verstößt oder touristische Übernachtungen anbietet, muss 500 bis 5.000 Euro hinblättern.

Bußgeld in Mecklenburg-Vorpommern

Einen großen Spielraum haben Ordnungshüter in Mecklenburg-Vorpommern bei Verstößen gegen Reise-, Kontakt- und Öffnungsbeschränkungen: 100 bis 5.000 Euro dürfen sie einziehen. Wer weniger als 1,5 Meter Abstand hält, auf Spielplätzen herumturnt oder sich in Gruppen von mehr als 2 Personen, die nicht aus einem Haushalt stammen, trifft, muss 150 Euro zücken. Für einen geöffneten Laden oder Genehmigung zahlt der Eigentümer 2.500 Euro, wenn er erwischt wird. Über die Feiertage waren Tagesausflüge an die Küste oder die Seenplatte zunächst untersagt. Doch am Donnerstag wurden diese harten Beschränkungen vom Oberverwaltungsgericht Greifswald im Eilverfahren gekippt.

Bußgeld in Niedersachsen

Gegen das Kontaktverbot gibt es auch jetzt hier ein Bußgeld. Wer den Abstand nicht einhält, zahlt 150 Euro. Nicht ausdrücklich erlaubte Treffen von mehr als 2 Personen kosten 200 bis 400 Euro pro Person. Restaurant-, Café- und Barinhaber, die entgegen der Regeln öffnen, müssen 3.000 bis 10.000 Euro zahlen. Aber auch deren Besucher müssen zahlen: Es drohen 150 bis 400 Euro. Die Höchststrafe liegt in Niedersachsen bei 10.000 Euro – die gelte allerdings nur für schwere Vergehen und Wiederholungstäter.

Jedes Bundesland verhängt eigene Bußgelder bei Verstoß gegen die Auflagen
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Jedes Bundesland verhängt eigene Bußgelder bei Verstoß gegen die Auflagen

Bußgeld in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen darfst du deine Werkstatt besuchen, um die Reifen wechseln zu lassen. Treffen mit mehr als 2 Personen, die nicht dem gleichen Haushalt angehören, sind allerdings verboten. Die Grillwürste und der Nudelsalat können teuer werden: Wer draußen ein Picknick macht oder grillt und erwischt wird, muss 250 Euro zahlen. Ein sportlicher Spaßwettkampf mit Gleichgesinnten? Wer das organisiert, sollte das nötige Kleingeld besitzen: 1.000 Euro Strafe zahlt der Organisator, 250 Euro jeder Teilnehmer. Wer unerlaubt ein Pflegeheim oder Krankenhaus besucht, muss 200 Euro abdrücken.

Bußgeld in Rheinland-Pfalz

Wer sich in Rheinland-Pfalz mit mehr als einer Person, die nicht im gleichen Haushalt lebt, trifft und sich erwischen lässt, blättert 200 Euro hin. Werden Schutzmaßnahmen und Hygienevorschriften nicht beachtet, drohen 1.000 Euro Strafe. Noch teurer wird es, wenn du touristische Übernachtungen anbietest. Die Ferienwohnung und das Gästezimmer bleiben also leer, ansonsten kostet es 4.000 bis 5.000 Euro Strafe. Und auch in Rheinland-Pfalz hat man kein Erbarmen mit Wiederholungstätern: 25.000 Euro für den, der es nicht lassen kann.

Bußgeld im Saarland

Auch im Saarland gilt: Du darfst nur raus, wenn du einen guten Grund hast und dich auch nicht mit mehr als einer anderen Person treffen, die nicht aus deinem Haushalt stammt. Andernfalls drohen 200 Euro Strafe. Außerdem darfst du nicht an einer Bestattung teilnehmen, wenn der Verstorbene nicht Teil des engen Familienkreises ist. Tust du es doch, kommen ebenfalls 200 Euro auf dich zu. Am Wochenende auf die Demo? Besser nicht! Denn wenn du an Versammlungen und Ansammlungen in der Öffentlichkeit teilnimmst, kann es dich 200 bis 400 Euro kosten. Sogar der Kirchgang kostet jetzt mehr als die Kollekte: 200 bis 2.000 Euro Strafe – Amen! Wer einen Laden öffnet oder eine Pflegeeinrichtung betritt, muss 500 bis 2.000 Euro abdrücken.

Bußgeld in Sachsen

Ein Sachse, der sein Haus ohne triftigen Grund verlässt, muss 150 Euro locker machen. Wenn er dazu noch ein Alten- oder Pflegeheim betritt, kommen 500 Euro dazu. Bei kleineren Verstößen kommen Verwarngelder von 5 bis zu 55 Euro hinzu.

Bußgeld in Sachsen-Anhalt

Sportanlagen und Spielplätze sind tabu. Wer sie doch betritt, riskiert 100 Euro Strafe. Verwandtenbesuch aus Sachsen? Nicht erlaubt! Wer aus einem anderen Bundesland nach Sachsen-Anhalt einreist, wird 400 Euro los. Strafanzeige und bis zu 2 Jahre Haft gibt es für die Organisation von oder Teilnahme an Versammlungen von mehr als 50 Personen. Dieselbe Strafe riskiert, wer ein Restaurant ohne Erlaubnis öffnet oder Touristen beherbergt.

Bußgeld in Schleswig-Holstein

Auch in diesem Bundesland gilt: Reise nicht aus einem anderen Bundesland ein, andernfalls zahlst du 150 bis 500 Euro Strafe. Wer Halligen oder Inseln während der Corona-Pandemie besucht, zückt ebenfalls 150 Euro; genauso wie für Verstöße gegen das Kontaktverbot. Wenn du Touristen beherbergst oder in einer Gaststätte bewirtest, wirst du 4.000 Euro ärmer. Auch in Schleswig-Holstein gilt: Wer mehrmals gegen Regeln verstößt, der darf sich auf eine Corona-Strafe von bis zu 25.000 Euro gefasst machen.

Wer sich nicht an die Regeln hält, muss zahlen – und zwar in jedem Bundesland. Es gilt: Bußgelder können angepasst werden, nach unten oder oben. Wer zum Beispiel aus Versehen den Mindestabstand nicht einhält, muss oft nur die Hälfte zahlen. Die teilweise recht hohen Beträge für Verstöße machen zusätzlich deutlich, wie wichtig es ist, sich an die derzeitigen Schutzmaßnahmen zu halten.

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